VW T-Cross (2019)

Geräumiger SUV auf Polo-Basis

VW T-Cross VW T-Cross VW T-Cross VW T-Cross 34 Bilder

VWs kleinster SUV ist nicht klein: Der neue T-Cross basiert zwar auf dem Polo, bietet aber innen viel Platz. Auch bei der Ausstattung mit modernen Assistenten ist der VW T-Cross ein Großer.

Der neue VW T-Cross ist optisch ein waschechter SUV: Hoch, breit und kantig wirkt er robust und stattlich. Mit 4,11 Metern ist er 5,4 Zentimeter länger als der Polo, bei der Höhe (1,56 Meter inklusive Dachreling) überragt er den Kleinwagen um satte 11,2 Zentimeter. Beim Radstand von 2,56 Meter hat er dem Polo hingegen nur einen Zentimeter voraus. Am Heck verstärkt ein jeweils bis zu den Rückleuchten durchgehendes Reflektorband 1,76 Meter Breite optisch.

VW T-Cross Foto: Martin Meiners
Der T-Cross fährt auf maximal 18 Zoll großen Rädern vor.

Innen ist der T-Cross sehr geräumig. Dank der aufrechten und im Vergleich zum Polo um zehn Zentimeter höheren Sitzposition (Sitzhöhe: vorn 597 und hinten 652 Millimeter) haben die bis zu fünf Passagiere eine gute Rundumsicht, die Kopffreiheit ist selbst bei einer Körpergröße von 1,88 Metern noch mehr als in Ordnung. Die Sitze sind vorn und hinten sind bequem und die Rückbank ist serienmäßig in Längsrichtung um 14 Zentimeter verschiebbar, ihre Lehne geteilt im Verhältnis 60 zu 40 umklappbar. Der Kofferraum fasst so 385 bis 455 Liter, bei umgeklappter Rücklehne nimmt der T-Cross bis zu 1.281 Liter Gepäck auf. Praktisch: Der Beifahrersitz ist optional umklappbar (ab Ausstattung Life), so dass der T-Cross auch besonders Langes mitnehmen kann. Ein kleines Zusatzfach sitzt als Schublade unter dem Beifahrersitz (ab Life), für das Bordbuch gibt es eine Halterung unter dem Fahrersitz. Sehr praktisch – so nimmt es nicht mehr den halben Platz im Handschuhfach weg.

Farbenfrohes Inneres

Das Armaturenbrett bekommt Muster und Farben passend zu Sitzen, Lenkradspange und Mittelkonsole. Im Umfang der aufpreispflichtigen Designpakete ist ein 3D-Dekor fürs Armaturenbrett enthalten, dann ist das Muster leicht erhöht und fühlbar.

VW ordnet seine Ausstattungslinien neu. Beim T-Cross geht es los mit der Basisausstattung „T-Cross“, dann folgen „Life“ und „Style“. Für die beiden höheren Ausstattungen sind optional zwei Designpakete zu haben: R-Line und Design-Line. Aber bereits die Serienausstattung ist ganz ordentlich: Elektrische Fensterheber für alle vier Türen, ein höhenverstellbarer Fahrersitz, Bordcomputer, Radio, 6,5-Zoll-Farbdisplay, elektrisch verstellbare Außenspiegel und etliche Assistenten sind von Anfang an mit dabei.

VW T-Cross Foto: Martin Meiners
"Platz und Kopffreiheit auch für 1,88 Meter große Insassen." freut sich Gregor Hebermehl. Das Ambiente-Licht ist bei der höchsten Ausstattung Style mit dabei.

Viele Assistenzsysteme

VW packt den T-Cross mit Assistenten voll: Der Front Assist mit Fußgänger-Erkennung und City-Notbremsfunktion, der Spurhalte-Assistent, der Totwinkel-Warner, der Berganfahr-Assistent, der Auspark-Assistent und der proaktive Insassenschutz sind Serie. Gegen Aufpreis gibt es einen adaptiven Abstandstempomaten, einen Einpark-Assistenten und eine Fernlicht-Automatik. Die zweithöchste Ausstattung Life ist nach VWs Einschätzung das Volumenmodell der Baureihe. Bei ihr sind beispielsweise ein Multifunktionslenkrad, Einparksensoren vorn und hinten, eine Klimaanlage, ein höhenverstellbarer Beifahrersitz mit Schublade und 16-Zoll-Leichtmetallfelgen Serie. Bei Style kommen noch LED-Hauptscheinwerfer, Sport-Komfortsitze vorn, eine in dieser Klasse seltene Ambiente-Beleuchtung, eine Klimaautomatik und 17-Zoll-Leichtemtallfelgen dazu, maximal sind 18-Zöller möglich, außerdem kann sich der Kunde für farbige Felgen entscheiden. Für guten Sound soll eine optionale Audioanlage von Beats mit 300-Watt-Achtkanal-Verstärker und Subwoofer im Kofferraum sorgen.

Smartphone-Lademöglichkeiten zu Hauf

Wer möchte, kann sich im neuen T-Cross digital vernetzen. Android Auto, Apple CarPlay und Mirror Link sind in der App Connect enthalten, die zu den Infotainment-Systemen Composition Media und Discover Media hinzubestellt werden kann. Außerdem gibt es eine induktive Ladestation für dafür geeignete Smartphones und auf Wunsch bis zu vier USB-Steckplätze – zwei davon im Fond. Ein Achtzoll-Infotainment-Bildschirm und das Active-Info-Display kosten Aufpreis, schlüsselloser Zugang ist ebenfalls optional zu haben.

VW T-Cross Foto: Martin Meiners
Maximal passen 1.281 Liter Gepäck in den T-Cross.

Vier Motoren zum Marktstart

Der Kunde kann beim immer frontgetriebenen T-Cross zum Marktstart zwischen vier Motoren wählen. Den turbogeladenen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner gibt es mit 95 und 115 PS, als weiterer Turbo-Benziner kommt ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS zum Einsatz. Dieselseitig steht ein 1,6-Liter-TDI mit 95 PS zur Wahl. Alle Motoren sind mit einer Start-Stopp-Automatik ausgerüstet und erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-temp. Je nach Antrieb werden die Kräfte mit manuellen Fünf- oder Sechsgang-Schaltungen eingeteilt, außerdem steht ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) zur Wahl. Netter Gag: Bei Ausrüstung mit dem DSG leuchtet die Nummer des gerade eingelegten Ganges im Knauf des Gangwahl-Hebels.

Motorisierungen VW T-Cross

1.0 TSI

1.0 TSI

1.5 TSI

1.6 TDI

Kraftstoff

Benzin

Benzin

Benzin

Diesel

Zylinder

3

3

4

4

Leistung

95 PS bei 5.500/min

115 PS bei 5.500/min

150 PS bei 5.000 bis 6.000/min

95 PS bei 3.250 bis 4.000/min

Drehmoment

175 Nm bei 2.000 bis 3.500/min

200 Nm bei 2.000 bis 3.500/min

250 Nm bei 1.500 bis 3.500/min

250 Nm

Beschleunigung 0-100 km/h

11,5 s

9,9 s

7,8 s

12,0 s (DSG: 12,4 s)

Höchstgeschwindigkeit

180 km/h

193 km/h

220 km/h

181 km/h (DSG: 180 km/h)

Getriebe

5-Gang-Getriebe

6-Gang-Getriebe/7-Gang-DSG

7-Gang-DSG

5-Gang-Getriebe/7-Gang-DSG

Emissionsnorm

Euro 6d-temp

Euro 6d-temp

Euro 6d-temp

Euro 6d-temp

Weltweit vier Werke und vier Varianten

Der T-Cross für Europa entsteht bei VW-Navarra im spanischen Pamplona. Außerdem wird das SUV in Brasilien und China gebaut. Dort ist er neun Zentimeter länger, hat aber keine verschiebbare Rückbank. An der Front unterscheiden sich sämtliche Varianten leicht voneinander, und von den beiden VW-Joint-Venture-Partnern in China „SAIC“ und „FAW“ darf nur einer den Namen „T-Cross“ verwenden. Welcher, ist noch nicht bekannt.

In Europa sind die Konkurrenten des T-Cross unter anderem der Kia Stonic (ab 15.990 Euro), der Renault Captur (ab 16.190 Euro), das T-Cross-Seat-Pendant Arona (ab 16.290 Euro), der Hyundai Kona (ab 17.500 Euro), der Opel Crossland X (ab 18.280 Euro), der Peugeot 2008 (ab 18.300 Euro) und der Ford EcoSport (ab 18.590 Euro). Die Auslieferung des T-Cross beginnt im April 2019, die Preise starten bei 17.975 Euro. Damit liegt er im Mittelfeld der Konkurrenten.

Fahrbericht vom Prototyp

VW T-Cross (2018) Foto: VW
Planscht fürs Foto in der Pfütze, aber Allradantrieb gibt es für den Kleinen nicht.

Allradantrieb haben wir bei der ersten kleinen Ausfahrt mit dem noch großzügig per Folie getarnten Prototyp im Südosten Münchens nicht vermisst. Schon beim Platznehmen hinter dem in zwei Ebenen verstellbaren Lenkrad stellt sich das vertraute VW-Gefühl ein, das der Prototyp bereits nach den ersten Metern bestätigt. Unter seiner Haube grummelt unverkennbar, aber gut gedämmt der Vierzylinder-TDI. Er setzt den kleinen SUV mit Nachdruck in Bewegung, das verbaute DSG wechselt unauffällig die Gänge. Die Federung wirkt komfortabel abgestimmt, soweit sich das auf den meist ordentlich geteerten Straßen unserer kleinen Testrunde beurteilen lässt. Die Lenkung spricht präzise an, das Fahrwerk vermittelt ein ähnlich agiles Gefühl wie im Polo.

Alle VW-Neuheiten bis 2024
Der neue Zukunftsplan für VW

Fazit

VW hat mit dem T-Cross ein richtig großes Auto auf die bis zu 18 Zoll großen Räder gestellt. Von außen eckig und mächtig präsent, bietet das SUV auf Polo-Basis innen überraschend viel Platz und überdurchschnittlich gute Übersicht. Die Ausstattung für die Basisvariante geht genauso in Ordnung wie der Einstiegspreis. So könnte der T-Cross sowohl Kunden von anderen Herstellern abjagen als auch Teile der Polo-Kundschaft überzeugen. Der Polo ist in der Basis mit 13.025 Euro zwar deutlich günstiger als der T-Cross, aber als Highline mit 18.150 Euro etwas teurer als die T-Cross-Basis.

Technische Daten
VW T-Cross 1.0
Grundpreis 17.975 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4110 x 1558 mm
KofferraumvolumenVDA 385 bis 1281 l
Leistung 70 kW / 95 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Alle technischen Daten anzeigen
Noch nicht registriert?

Erstellen Sie jetzt Ihr kostenloses Profil und profitieren Sie als registrierter Nutzer von folgenden Vorteilen:

  • Exklusiver Zugriff auf alle Test- und Messdaten der Redaktion
  • 360°-Ansichten von Autos
  • Schneller PDF-Kauf
Kostenlos anmelden
Neues Heft
Top Aktuell Suzuki Ignis 1.2 Allgrip Zulassungen Baureihen November 2018 Bestseller und Zulassungszwerge
Beliebte Artikel VW T-Roc Fahrbericht Fahrbericht neuer VW T-Roc Erstmals unterwegs im Golf-SUV VW T-Cross Breeze Sitzprobe VW T-Cross Breeze Hier kommt der Baby-Tiguan
Anzeige
Sportwagen Jaguar Land Rover Fahrdynamik Advertorial Auf Knopfdruck: Sport Mehr Fahrspaß durch Technik Porsche 911 (992) Cabrio Erlkönig Erlkönig Porsche 911 Cabrio (992) Offener Elfer startet 2019
Allrad Toyota RAV 4 2018 New York Sitzrobe Toyota RAV4 (2018) SUV-Neuauflage ab 29.990 Euro Porsche Macan, Facelift 2019 Porsche Macan (2019) Facelift Scharfes Heck, starke Motoren
Oldtimer & Youngtimer Porsche 911 (996) Carrera Coupe Porsche 911 (996) Kaufberatung Probleme des Schnäppchen-Elfer Aston Martin Heritage EV Concept Aston Martin Heritage EV Concept Elektroantrieb für Klassiker