Geheimer Barcelona-Rollout: Das sagen die Audi-Fahrer zum ersten Test

Geheimer Barcelona-Rollout
Das sagen die Audi-Fahrer zum ersten Test

ArtikeldatumVeröffentlicht am 14.01.2026
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Bei Audi ist man bereit für das große Formel-1-Abenteuer. Schon beim Saisonfinale in Abu Dhabi hatte Jonathan Wheatley angekündigt, dass man noch vor Weihnachten den neuen Motor im fertigen Chassis anlassen wolle. Der ambitionierte Zeitplan konnte am Ende tatsächlich eingehalten werden. Am 19. Dezember erwachte das Audi-V6-Aggregat in Hinwil erstmals zum Leben.

Damit war aber noch nicht Schluss mit den ambitionierten Zielen. Die Verantwortlichen hatten die Grand-Prix-Strecke in Barcelona für den 9. Januar dieses Jahres reserviert, um einen ersten Funktionstest in freier Wildbahn zu absolvieren. Auch dieser Termin wurde gehalten. Um kurz nach 10 Uhr verließ Nico Hülkenberg mit seinem neuen Dienstwagen erstmals die Garage.

Damit war Audi dieses Jahr der erste Rennstall, der seinen Rollout mit dem 2026er-Auto absolviert hat. Das spricht dafür, dass die Vorbereitungen in den letzten Monaten planmäßig abgelaufen sind. Kritiker könnten höchstens hinterfragen, ob man nicht etwas Entwicklungszeit geopfert hat, wenn das Auto schon zweieinhalb Wochen vor dem Start der ersten offiziellen Testwoche fertig ist.

Zuverlässigkeit vor maximaler Performance

Doch bei Audi geht es zum Start erst einmal darum, ein zuverlässiges Paket auf die Räder zu stellen und Ausfallzeiten zu vermeiden. Das maximale Ausreizen der Performance wäre mit einem großen Risiko verbunden. In Hinwil muss die zuletzt ordentlich aufgestockte Truppe erst noch zusammenwachsen. Da sind die Verantwortlichen gut beraten, zum Start des Projekts auf Nummer sicher zu spielen.

Um den Druck zu reduzieren, wurde der Rollout in Barcelona auch lange geheim gehalten. Offiziell bestätigen wollten die Verantwortlichen nichts. Erst als das Garagentor längst wieder geschlossen war, gab es auf Instagram ein paar Impressionen der Session. Auf verwertbare Bilder oder Informationen zum Ablauf wartet man jedoch bis heute vergeblich. Immerhin hat das neue Werksteam nun die Beteiligten zu Wort kommen lassen.

Auf den eigenen Social-Media-Kanälen postete man ein Video, in dem sich die beiden Fahrer sowie Teamchef Jonathan Wheatley zur Jungfernfahrt äußern. Nico Hülkenberg war sich der Bedeutung bewusst, die ersten Runden mit dem brandneuen Rennwagen drehen zu dürfen: "Das war ein sehr schöner und historischer Moment, zum ersten Mal mit den vier Ringen in der Formel 1 aus der Garage zu rollen", sagte der Rheinländer. "Das war für alle im Team ein tolles Gefühl."

Audi - Rollout - Barcelona - Formel 1 - 2026
Audi

Audi gibt weiter Gas

Teamkollege Gabriel Bortoleto musste sich etwas länger gedulden, bis er an der Reihe war. Dem Ablaufplan nach durfte er aber wie Hülkenberg eine Hälfte der erlaubten 200 Kilometer im Rahmen des sogenannten Filmtags abspulen. "Es ist unglaublich, alle so glücklich zu sehen. Die Mühen beginnen sich nun langsam auszuzahlen", freute sich der Brasilianer und versprach: "Wir werden natürlich weiter Gas geben."

Wheatley betonte ebenfalls die Bedeutung des erfolgreichen Shakedowns für die Moral der Audi-Truppe. "Aus diesem Tag ziehe ich jede Menge Zuversicht. Das ist ein extrem positives Gefühl. Es war ein toller Tag. Ich kann die positive Energie förmlich spüren." Die ersten Schritte sind also getan. Die Stimmung ist gut. Man darf gespannt sein, ob das auch so bleibt, wenn es Ende des Monats zum ersten Kräftemessen mit der Konkurrenz kommt.

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