Wirkungen von Alkohol

Die Wirkungen von Alkohol

Viele Menschen denken bei der Wirkung von Alkohol im Straßenverkehr vor allem an eine verlangsamte Reaktion. Das stimmt, es ist aber längst nicht alles. Viel wesentlicher sind die Einschränkungen der Wahrnehmungsleistung und der Auffassungsgabe.

Wir können nur auf das reagieren, was wir sehen. Unter Alkoholeinfluss fahren wir, als wären wir alleine auf der Straße. Unfälle passieren auch nüchternen Fahrern. Doch steigt unter Alkoholeinwirkung die Unfallwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von den Promille-Werten überaus stark an. Bereits mit 0,5 Promille sind Autofahrer mit doppelter Wahrscheinlichkeit Verursacher eines Unfalls und mit achtfacher Wahrscheinlichkeit sind Sie an einem Unfall beteiligt, den Sie nüchtern vermieden hätten.

Eingeschränktes Blickfeld

Bereits bei 0,8 Promille ist das Blickfeld tunnelförmig eingeengt. Was sich seitlich abspielt, wird in zunehmendem Maße nicht mehr wahrgenommen. Unsere Wahrnehmung ist an der Peripherie zwar sehr ungenau und unscharf. Dennoch kommen von der Seite jene wichtigen Impulse, die unsere Blickrichtung steuern und uns dort hinschauen lassen, wo etwas passieren wird. Unter Alkoholeinfluss bleibt der Blick hingegen starr nach vorne gerichtet.

Entfernungsschätzung

Das Zusammenspiel der Augen ist unter Alkoholeinfluss beeinträchtigt. Zur Entfernungsschätzung aber ist gut funktionierendes "Stereo-Sehen" notwendig. So wird z. B. der Abstand zum Vordermann unterschätzt und man fährt zu dicht auf. Auch die Entfernung entgegenkommender Fahrzeuge oder die Größe von Verkehrslücken wird überschätzt.

Hell-Dunkel-Anpassung

Die Fähigkeit der Augen, sich an wechselnde Lichtverhältnisse anzupassen, ist unter Alkoholeinfluss beeinträchtigt. Die Pupillen können sich bei Lichteinfall (Gegenverkehr nachts) nicht schnell genug verengen, es fällt zu viel Licht ein und man wird geblendet.

Farbsehen

Die hohe Empfindlichkeit unserer Augen für rotes Licht lässt nach. Das Rotlicht verblasst, Schluss- und Bremsleuchten verlieren ihren warnenden Signalcharakter.

Umschalten von Nah auf Fern

Die Fähigkeit der Augen, die Sehschärfe schnell vom Nahbereich auf den Fernbereich umzustellen, ist beeinträchtigt. Das Sehen ist dadurch länger als gewöhnlich unscharf, verschwommen und sogar doppelt.

Eingeschränkte Koordination

Unter Alkoholeinfluss funktioniert das Zusammenspiel der Bewegungsabläufe von Händen, Armen und Beinen nicht mehr reibungslos. Die Bewegungen werden fahrig, unsicher, ruckhaft.
Selbst einfache Bewegungsabläufe gelingen nicht mehr fehlerlos. Auch der Gleichgewichtssinn ist gestört.

Übersicht: Alkohol im Straßenverkehr
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