Porsche 919 Hybrid - Startnummer #18 - 24h Rennen Le Mans - 1. Qualifying - Mittwoch 10.6.2015 Porsche
24h Rennen Le Mans - 1. Qualifying - Mittwoch 10.6.2015
Porsche - 24h Rennen Le Mans - 1. Qualifying - Mittwoch 10.6.2015
Porsche 919 Hybrid - Startnummer #18 - 24h Rennen Le Mans - 1. Qualifying - Mittwoch 10.6.2015
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24h Rennen Le Mans 2015 (1. Qualifying): Porsche holt vorläufige Pole Position

24h Le Mans 2015 (1. Qualifying) Porsche holt vorläufige Pole Position

Beim ersten Qualifikationstraining für das 24h-Rennen in Le Mans hat Porsche am Mittwochabend die Muskeln spielen lassen: Mit einer Rundenzeit von 3.16,8 Minuten schlug man nicht nur alle aktuellen Streckenrekorde – sondern auch alle LMP1-Gegner.

Es war eine Pole Position mit Ansage: Porsche war bei den bisherigen WM-Rennen über eine Runde im Zeittraining nicht zu schlagen, in Le Mans knüpfte man an diese Erfolgsserie an. Neel Jani packte direkt zu Beginn der ersten Qualifyings den großen Hammer aus und markierte mit einer Zeit von 3.16,887 Minuten einen Bestwert, der nicht nur die alte Qualifying-Bestmarke aus dem Jahr 2008 (3.18,5 Minuten, Peugeot 908) pulverisierte, sondern auch die Gegner wieder mal etwas ratlos zurück ließ. Die Runde von Jani könnte übrigens schon für die endgültige Pole Position reichen, denn für das zweite und dritte Qualifying am Donnerstagabend sind Regenschauer und nasse Bedingungen angesagt.

Porsche auf den ersten drei Plätzen

Die Überlegenheit von Porsche ist schon beim Blick auf die Resultatliste zu erkennen: Alle drei Werks-LMP1 von Porsche belegten die ersten drei Plätze, dahinter liegen geschlossen die drei Werks-Audi, dahinter auf den Plätzen sieben und acht die beiden Toyota TS040 Hybrid. Wie erwartet hielt sich der Abstand von Audi halbwegs in Grenzen. Auf die Porsche-Bestzeit verlor der beste Audi R18 E-Tron Quattro zwar 2,9 Sekunden, doch das klingt mehr als es ist.

"Auf einer optimalen Runde könnten wir vielleicht eine 3.17er-Zeit schaffen", sagte ein Audi-Werksfahrer. "Aber wo liegt der Sinn? Über eine Runde wird der Porsche dank des 8-MJ-Hybridsystems immer schneller sein." Bei Audi weiß man: Schnelle Rundenzeiten im Qualifying sind eine nette Sache, aber letztlich zählt nur das Rennen.

Aus dieser Erkenntnis heraus beschränkten Audi und Porsche im ersten Zeittraining die Versuche, ihre Rundenzeiten weiter zu verbessern. Der erste Pilot hatte einen Schuss für eine schnelle Runde, danach musste man sich wieder der Setup- und Reifenarbeit fürs Rennen widmen, denn bisher verbrachten die LMP1-Rennwagen insgesamt nur wenig Zeit unter trockenen Bedingungen auf der Strecke. Zudem kommt am Donnerstagnachmittag die nächste Regenfront. Die Frage, wer sein Setup fürs Rennen auf die Reihe bekommen hat, dürfte wichtiger sein, als jene, wer auf der Pole Position steht – und alle wissen das.

Toyota baut voll auf die Rennabstimmung

Toyota machte noch nicht einmal den Versuch, weiche Reifen aufzuziehen und Sprit für eine schnelle Runde abzulassen. "Porsche schlagen wir eh nicht, wir konzentrieren uns voll auf die Rennabstimmung", so Technikchef Pascal Vasselon. Nichtsdestotrotz ist die Performance von Toyota enttäuschend. Im letzten Jahr stand man mit einer Rundenzeit von 3.21,7 Minuten auf Pole, 2015 hat man einen Rückstand von gut 6,5 Sekunden auf die Pole-Zeit – und ist fast zwei Sekunden langsamer als im Vorjahr.

Noch katastrophaler fällt das Debüt von Nissan aus. Man war langsamer als die echten LMP1, man war langsamer als die privaten LMP1, man war langsamer als die LMP2-Prototypen – und viel langsamer als die eigene Simulation vorhersagte. Die vollmundigen Versprechungen aus den Vortagen und Vormonaten wurden also eindeutig – und für viele endgültig – von der Realität widerlegt. Mit einem Rückstand von 24,5 Sekunden auf die Pole-Zeit blamierte man sich nach Strich und Faden.

In der GTE LM Pro-Klasse, wo Porsche, Ferrari, Aston Martin und Corvette um Lorbeeren kämpfen, ist die Hackordnung klar: Drei Aston Martin Vantage lagen auf den ersten drei Plätzen, dahinter folgten zwei Corvette – und dahinter mit einem gehörigen Abstand von über zwei Sekunden die Werks-Porsche sowie die Ferrari. Das Ergebnis war exakt so erwartet worden. Schon im letzten Jahr waren Aston Martin und Corvette in Le Mans klar überlegen, doch die Veranstalter haben bei den sogenannten Fahrzeugeinstufungen offenbar geschlafen. "Wir brauchen im Rennen dringend Regen, um ein gutes Ergebnis einzufahren", so Porsche-Teamchef Olaf Manthey.

Übersicht: Analyse 24h Le Mans 2015
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