Kyle Larson - Chip Ganassi Racing - Nascar - 2019 Motorsport Images

„Nigger“-Spruch bei eSport-Rennen

Nascar-Pilot Larson gefeuert

In den USA hat ein virtuelles Nascar-Rennen für ungewöhnlich viel Aufmerksamkeit gesorgt. Pilot Kyle Larson hatte in der Kommunikation mit einem Teamkollegen das Wort "Nigger" benutzt. Das blieb für den Fahrer nicht ohne Konsequenzen.

Nico Hülkenberg hatte sich im Interview mit auto motor und sport gerade erst beklagt, dass in der Corona-Pause aktuell kein Fahrer positiv noch negativ auffallen kann. Doch da liegt der Formel-1-Pilot, der momentan auf der Suche nach einem neuen Cockpit ist, falsch. Der US-Amerikaner Kyle Larson ist bei einem Einsatz in der virtuellen Nascar-Serie am Wochenende mal so richtig negativ aufgefallen.

Der Ganassi-Pilot kämpfte bei dem iRacing-Event mit Kommunikationsproblemen. Die Verbindung zu seinem Spotter, der ihn über Funk vor anderen Autos im toten Winkel oder bei Unfällen warnen soll, war plötzlich gekappt. Larson fragte nach: "Kannst Du mich hören?" Als die Antwort ausblieb, schob der Pilot ein genervtes "Hey, Nigger?" nach.

Nascar reagiert scharf

Was Larson offenbar nicht bewusst war, dass seine Funksprüche zwar nicht bei seinem Spotter ankamen, dafür aber von allen anderen Zuschauern mitgehört werden konnten. Konkurrenten, die ebenfalls an dem virtuellen Rennen teilnahmen, versuchten Larson noch zu warnen. Aber da war es schon zu spät.

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Der Clip mit dem in Amerika besonders sensiblen Schimpfwort verbreitete sich schnell über die sozialen Medien. Das Echo war, wie nicht anders zu erwarten, vorwiegend negativ. Weil die Nascar-Serie schon oft mit Rassismus-Vorwürfen zu kämpfen hatte, schalteten sich auch die Organisatoren der Meisterschaft direkt in die Debatte ein.

Sponsoren beenden Zusammenarbeit

Die Serie sperrte den Piloten kurzerhand. Und auch sein Rennstall machte kurzen Prozess. Larson wurde bis auf weiteres ohne Gehalt suspendiert. "Die Kommentare von Kyle waren beleidigend und inakzeptabel. Es ist die einzig angemessene Reaktion", erklärte Chip Ganassi Racing in einer Pressemitteilung.

Zu guter Letzt wendeten sich auch die Sponsoren Chevrolet, McDonald’s und die Credit One Bank von dem 27-jährigen Kalifornier ab. Dass sich Larson für seine Worte öffentlich entschuldigte, konnte nichts mehr an den Konsequenzen ändern. "Es tut mir aufrichtig leid", erklärte der Pilot reumütig. "Dieses Wort hätte ich niemals benutzen dürfen. Dafür gibt es auch keine Entschuldigung. Der Schaden ist nun angerichtet und damit muss ich leben."