Nürburgring - Fluthilfe - Einsatzzentrale - 2021 Nürburgring
Nürburgring - Fluthilfe - Einsatzzentrale - 2021
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Fluthilfe am Nürburgring: Wiedereröffnung zur DTM

Termin für Nürburgring-Wiedereröffnung Oldtimer-GP abgesagt, DTM findet statt

Das Fluthilfe-Basislager am Nürburgring soll noch bis Mitte August bestehen bleiben. Nach der Rallycross-WM und dem ADAC GT Masters musste deshalb nun auch der Oldtimer-Grand-Prix abgesagt werden. Mit dem DTM-Gastspiel am 21./22. August soll der Rennbetrieb wieder aufgenommen werden.

Mindestens 179 Menschen sind bei der Hochwasser-Katastrophe ums Leben gekommen, der Großteil davon im Kreis Ahrweiler in der Eifel. Auch der Nürburgring liegt in dem von den Fluten so schwer betroffenen Landkreis. Und natürlich haben die Verantwortlichen der Rennstrecke schnell und unbürokratisch ihre Hilfe zugesagt und die Türen geöffnet.

Wegen der Infrastruktur und der Lage ist der Grand-Prix-Kurs zur Einsatzzentrale für die Hilfsorganisationen geworden. Im Fahrerlager, wo normalerweise die Rennteams ihre Zelte aufschlagen, parken seit Tagen zahlreiche Rettungswagen und Fahrzeuge vom THW, der Feuerwehr, dem Katastrophenschutz und der Bundeswehr. Hubschrauber starteten von hier in den letzten Tagen fast im Minutentakt, um Hilfsgüter in die am schwersten betroffenen Regionen zu fliegen.

Hallen füllen sich mit Sachspenden

Rund 2.000 Einsatzkräfte schwärmen vom Nürburgring täglich in die überschwemmten Gebiete aus, um Trinkwasser zu verteilen und beim Aufräumen zu helfen. Sie schlafen auf Feldbetten in mitgebrachten Zelten und in den Boxengaragen. Der Großteil von ihnen ist übrigens ehrenamtlich im Einsatz.

Nürburgring - Fluthilfe - Einsatzzentrale - 2021
Nürburgring
Drei Hallen füllen die Sachspenden mittlerweile. Die Helfer kommen mit dem Sortieren nicht mehr hinterher.

Der Nürburgring ist zudem zur Sammelstelle für Hilfsgüter geworden. Eigentlich hatte man für die Sortierung nur eine Halle vorgesehen. Doch die Spendenbereitschaft der Bevölkerung war so groß, dass die Waren mittlerweile drei Hallen füllen. Auch in der Ring Arena, in der normale Sport- und Show-Events vor bis zu 5.000 Zuschauern stattfinden, stapeln sich nun Kleider, Hygiene-Artikel, Spielzeug und Lebensmittel.

Weil die Helfer vor Ort mit dem Sortieren und Verteilen nicht mehr hinterherkommen, wurde die Annahme weiterer Hilfsgüter mittlerweile gestoppt. Die Kapazitäten sind ausgeschöpft, heißt es. Wer jetzt noch helfen will, solle am besten Geld spenden, erklärten die Verantwortlichen. Die Ausgabestelle für Bedürftige hat von 7 Uhr bis 21 Uhr geöffnet.

Termin für Neustart des Rennbetriebes

An Rennbetrieb war lange Zeit nicht zu denken. Der Truck-Grand-Prix (17./18.7), die Rallycross-WM (30./31.7.), das ADAC GT Masters (7./8.8.) und der Oldtimer-Grand-Prix (14./15.8.) mussten relativ schnell abgesagt werden. Nun wurde endlich der Termin für den Neustart benannt. Nach einem Monat vor Ort müssen die Hilfskräfte am 15. August das Fahrerlager räumen, damit die DTM als erste Rennserie am 21./22. August wie geplant stattfinden kann. Die Wiederaufnahme des Streckenbetriebes auf dem Grand-Prix-Kurs sei ein wirtschaftlich notwendiger Schritt, erklärten die Betreiber des Nürburgrings.

Ferrari 488 GT3 - Alex Albon - DTM-Test - Hockenheim 2021
DTM
Zuerst Touristenfahrten auf der Nordschleife, dann DTM auf der Grand-Prix-Strecke - demnächst erobern die Rennwagen die Eifel zurück.

Schon am Samstag, der 31. Juli sollen sich erstmals wieder die Schranken für die Touristenfahrten auf der Nordschleife öffnen. Damit die Besucher weder die Arbeiten in der Region behindern noch die Zufahrtswege zu der betroffenen Orten verwenden, hat der Nürburgring Hinweise zur optimalen Anreise auf seiner Webseite veröffentlicht.

Die Verantwortlichen bezeichneten die Entscheidung zur Wiederaufnahme des Rennbetriebes als Spannungsfeld aus wirtschaftlicher Notwendigkeit und persönlicher Anteilnahme. Auch Mitarbeiter der Rennstrecke sowie deren Familien und Freunde wurden teilweise stark vom Unwetter getroffen. Der Nürburgring selbst blieb verschont, die Infrastruktur komplett intakt.

"Wir versuchen in jeder Hinsicht unseren Beitrag in dieser Krise zu leisten. Sei es weiterhin als zentrales Drehkreuz für Einsatzkräfte und Hilfsgüter oder gleichzeitig als Wirtschaftsmotor der Region", erklärte Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort. "Wichtig ist, die Hilfe für die gesamte Region zu stemmen: Auf der einen Seite haben wir von der Naturkatastrophe betroffene Ortschaften und auf der anderen Seite viele Unternehmen, die vom Geschehen am Nürburgring abhängig sind – sie haben gerade Hauptsaison."