Lotus Emira GT4 Lotus
Lotus Emira GT4
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Lotus Emira GT4 9 Bilder

Lotus Emira GT4 in Hethel vorgestellt

Lotus Emira GT4 Kundenprogramm startet 2023

Lotus hat seinen Emira GT4 vorgestellt. Noch in diesem Jahr wollen die Briten den Rennwagen bei einzelnen Rennen an den Start bringen. Das Kundenprogramm mit dem Lotus startet dann 2023.

Das Kundensportprogramm von Lotus nimmt Fahrt auf. Am Donnerstag (5.5.) stellte die Traditionsmarke den neuen Emira GT4 im englischen Hethel vor. Der Wagen wurde von Lotus Advanced-Performance entwickelt. Es ist das erste Rennauto der neuen Abteilung, die erst Anfang des Jahres in Hethel die Arbeit aufgenommen hatte. Für das GT4-Projekt arbeiteten Lotus und die RML Group (Ray Mallock Limited) zusammen. Im GT-Sport tritt der Emira damit die Nachfolge des Evora GT an, den Lotus zuvor einsetzte.

Für die Präsentation auf der 3,5 Kilometer langen Strecke saß Gavan Kershaw hinter dem Steuer. Der ehemalige Gewinner der britischen GT-Meisterschaft war als "Director of Vehicle Attributes" selbst in die Entwicklung des Rennautos involviert. VIP-Gäste durften neben Kershaw Platz neben, als er den Emira um die Strecke bewegte.

Toyota-Motor mit 400 PS

Das Herzstück des neuen Lotus-Rennwagens ist der 3,5 Liter große Toyota-Motor. Der V6 leistet 400 PS. Für das Motormanagement ist die Firma Motec verantwortlich. Die Fahrer schalten mittels eines sequenziellen Sechsganggetriebes von Xtrac.

Im September 2021 kündigte Lotus an, den Emira als GT-Version für den Kundenrennsport anzubieten. Für 2022 vermeldete die Traditionsmarke nun, dass das Rennauto bereits ausverkauft ist. Der Preis für den Emira liegt bei 165.000 Pfund Sterling ohne Steuern und Versand. Umgerechnet sind das rund 192.500 Euro. Bis zum Ende des Jahres will der Hersteller alle Bestellungen des Rennwagens bedienen.

Lotus Emira GT4
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Mehr als 190.000 Euro kostet der Emira GT4 von Lotus.

Rennstarts noch 2022 geplant

Noch für 2022 plant Lotus erste Renneinsätze zu Testzwecken mit dem Emira. In welchen Rennserien diese stattfinden sollen, steht noch nicht fest. Den in Hethel entwickelten GT4 testet Lotus hauptsächlich auf der Rennstrecke vor Ort. Im vergangenen Winter reiste das Team mit dem Auto zusätzlich noch ins portugiesische Portimão, um den Emira unter besseren Witterungsbedingungen auf einer anderen Rennstrecke zu testen.

Die Marke selbst gehört seit 2017 zum chinesischen Geely-Konzern, dem auch Volvo angeschlossen ist. Der Name Lotus steht im Motorsport für große Tradition. In der Formel 1 gewann der Rennstall des berühmten Gründers Colin Chapman sechs Fahrer- sowie sieben Konstrukteurs-Weltmeisterschaften. Dabei erzielten unter anderem legendäre Fahrer wie Jim Clark, Jochen Rindt, Emerson Fittipaldi und zuletzt Ayrton Senna insgesamt 79 Siege. Das Team fuhr zwischen 1958 und 1994 in der Königsklasse.

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