Der Ferrari 308 GTS wurde von 1977 bis 1985 produziert und basiert auf einem V8-Mittelmotor mit 2,9 Litern Hubraum. Besonders markant sind die vier Weber-40DCNF-Vergaser, die für eine präzise Gemischaufbereitung sorgen. Der Motor leistet in der europäischen Version bis zu 255 PS bei 7.700 U/min, während US-Modelle aufgrund strengerer Emissionsvorschriften auf etwa 240 PS gedrosselt wurden. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Fünfgang-Schaltgetriebe mit einem sogenannten "Dog-Leg"-Muster – der erste Gang liegt unten links.
Das Fahrwerk des 308 GTS ist ebenso beeindruckend: Eine unabhängige Doppelquerlenker-Aufhängung an allen vier Rädern sorgt zusammen mit hydraulischen Stoßdämpfern und Stabilisatoren für exzellente Straßenlage. Die Bremsanlage besteht aus belüfteten Scheibenbremsen rundum, was für eine sportliche Verzögerung sorgt. Das Design von Pininfarina kombiniert fließende Linien mit funktionalen Details wie den abnehmbaren Targadächern, die hinter den Sitzen verstaut werden können.
Von Vergasermodellen bis Quattrovalvole
Die erste Generation des Ferrari 308 GTS war mit Glasfaserkarosserien ausgestattet, bevor ab Mitte 1977 auf Stahl umgestellt wurde. Diese frühen Modelle sind heute besonders bei Sammlern beliebt. Ab 1980 führte Ferrari mechanische Kraftstoffeinspritzung (Bosch K-Jetronic) ein – die Modelle trugen dann das Kürzel "GTSi". Diese Änderung reduzierte zwar die Leistung leicht auf etwa 214 PS in Europa, sorgte jedoch für bessere Emissionswerte.
1982 folgte das "Quattrovalvole"-Modell (QV), das durch vier Ventile pro Zylinder wieder mehr Leistung bot – bis zu 240 PS in Europa. Äußerlich erkennbar war der QV an zusätzlichen Lüftungsschlitzen in der Fronthaube sowie neuen Felgendesigns.
Kultstatus durch TV-Präsenz
Der Ferrari 308 GTS wurde durch seine Rolle in "Magnum, P.I." zum Star. Während der acht Staffeln kamen verschiedene Modellvarianten zum Einsatz: vom frühen Vergasermodell über den GTSi bis hin zum Quattrovalvole. Interessanterweise mussten alle Fahrzeuge speziell modifiziert werden, um dem großgewachsenen Tom Selleck Platz zu bieten – unter anderem durch das Entfernen der Sitzpolster.
Die Serie verhalf dem Wagen nicht nur zu weltweiter Bekanntheit, sondern beeinflusste auch seinen Marktwert nachhaltig. Ein gut erhaltener Ferrari 308 ohne TV-Historie kostet heute etwa 80.000 Euro; Fahrzeuge mit nachweislicher Serienzugehörigkeit erzielen oft Preise jenseits von 300.000 Euro.
Kontroverse um Auktionsfahrzeuge
Immer wieder tauchen angebliche "Magnum-Ferraris" bei Auktionen auf – so auch kürzlich ein Exemplar mit der Fahrgestellnummer 28251 bei Barrett-Jackson. Doch Experten zweifeln an dessen Authentizität: Unterschiede im Interieur und fehlende Dokumentationen werfen Fragen auf. Laut Auto Bild könnte es sich sogar um zwei verschiedene Fahrzeuge handeln, die unter derselben Nummer gehandelt werden.





