Der Rallye- Golf war ein wilder Hund in der VW-Modellpalette Ende der 80er-Jahre: breite, kantige Kotflügel im Stil des BMW M3 E30, G-Lader, dunkle Rückleuchten. Für die Homologation im Gruppe-A-Rallyesport musste VW 5.000 Exemplare des wilden Golf verkaufen. Listenpreis: 46.500 Mark – der GTI G60 mit dem gleichen, 160 PS starken Motor kostete rund 10.000 Mark weniger.
Marktwert: ab 50.000 Euro
Einen solchen Rallye-Golf verkauft der Händler BavarianLegends über das Auktionsportal bringatrailer.com. Das schwarz lackierte Exemplar hat nach einer Motorüberholung 2.600 Kilometer zurückgelegt – der Gesamt-Kilometerstand ist unbekannt. Motorsteuerung, Kompressor und Kolben entsprechen nicht dem Originalzustand und sind verändert. Das Fahrwerk ist mit Polyurethanbuchsen ausgestattet. Der Golf steht in Athen, er wird mit FIVA-Identitätskarte und griechischen Zulassungsdokumenten angeboten. Zwei Tage vor Ende der Auktion stehen die Gebote bei 16.521 Euro. Der Marktwert für einen Rallye Golf in gutem Zustand liegt bei 50.000 Euro. Top-Exemplare können 70.000 Euro kosten.
Der Rallye Golf: Breitbau, 160 PS
Der Breitbau-Golf hat ab Werk die Scheinwerfer des Jetta. Kühlergrill, Stoßfänger und Heckspoiler sind in Wagenfarbe lackiert. Um die Homologation für die Klasse bis 3.000 Kubikzentimeter Hubraum mit dem Aufladungsfaktor 1,7 einzuhalten, hat der Vierzylindermotor einen leicht reduzierten Hubraum von 1.760 Kubikzentimeter. Allradantrieb mit Viskokupplung, bei VW Syncro genannt, ABS und ein Fünfgang-Schaltgetriebe baute VW serienmäßig ein.
Eine kleine Serie von 50 Exemplaren baute VW ohne Schiebedach und mit Volllederausstattung. Alle anderen Rallye-Golf haben serienmäßig Stoffsitze und Schiebedach. Ein paar Exemplare bekamen den 16-Ventil-G60-Motor von VW Motorsport mit 210 PS.





