BMW M im Neuheiten-Rausch: 30 neue Modelle in 30 Monaten

BMW M plant Neuheiten-Flut
30 neue M-Modelle in 30 Monaten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.02.2026
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BMW  M 1300 GS
Foto: BMW

Die BMW-M-Abteilung steht vor einer der intensivsten Neuheiten-Phasen seiner Geschichte. M-Chef Frank van Meel spricht von "bis zu 30 neuen oder überarbeiteten Modellen" innerhalb der kommenden zweieinhalb Jahre. Rechnet man vom aktuellen Zeitpunkt aus, umfasst das also den Zeitraum bis 2028.

Beeindruckend, wenn auch kleinteilig gezählt

Nicht nur BMW-Fans dürfte klar sein, dass damit nicht allein reine M-Modelle gemeint sind. Die Münchener zählen bei der Ansage sehr kleinteilig. In die Zahl 30 fließen nicht nur komplett neue Sportwagen ein, sondern auch Facelifts, M-Performance-Varianten, Karosserieableger sowie CS- und Sondermodelle. Die große Zahl entsteht also weniger durch 30 völlig neue Fahrzeugkonzepte, sondern durch eine hohe Variantenvielfalt in kurzer Zeit.

2026 markiert das Jahr des Übergangs. Mit dem neuen BMW iX3 startet die "Neue Klasse". Und schon bald nach dem Marktauftakt wird es voraussichtlich auch M-Performance-Versionen (etwa M60) geben, während das eigentliche Hochleistungsmodell iX3 M ebenfalls angekündigt ist. Schon hier zeigt sich die Zählweise: Basismodell, mehrere Leistungsstufen und zum Schluss ein echtes M-Derivat.

Modellpflege M3, M4 und M5

Parallel dazu erhalten die aktuellen Verbrenner-Ikonen nochmals Updates. Der BMW M3 und der BMW M4 werden weiter gepflegt, um sie bis ans Ende des Jahrzehnts wettbewerbsfähig zu halten. Auch die 5er-Reihe steht kurz vor einer Modellüberarbeitung. Das Facelift dürfte nicht nur die M-Perfomance-Modelle betreffen, sondern auch den M5 (G90). Auch diese Modellpflegen zählen zur Offensive.

2027 folgt der eigentliche Wendepunkt. Dann kommt der elektrische M3 auf Basis der Neuen Klasse – intern als Projekt "ZA0" gehandelt. Dieses Modell soll mit vier Elektromotoren antreten und ein neues zentrales Steuergerät ("Heart of Joy") nutzen, das die Momentenverteilung extrem präzise steuert. BMW verspricht eine neue Dimension der Fahrdynamik.

Zweigleisig so lange es geht

Gleichzeitig bleibt der M3 als Verbrenner im Programm – intern als G84 geführt. BMW fährt hier bewusst zweigleisig: Ein vollelektrischer Hochleistungs-M3 für die neue Ära, parallel dazu ein klassischer Reihensechszylinder für Märkte und Kunden, die weiterhin auf Benzin-Verbrennung setzen. Diese Doppelstrategie hat sich für BMW auch bisher ausgezahlt – sorgt allerdings für eine hohe Modellvielfalt.

2028 und 2029 wird das Portfolio weiter ausgebaut. Der erste rein elektrische Hochleistungs-SUV auf Neuer-Klasse-Basis dürfte der BMW iX3 M werden. Zudem deutet vieles darauf hin, dass das nächste BMW M4 Coupé ab etwa 2029 rein elektrisch positioniert wird – während der M3 weiterhin zweigleisig bleibt. Addiert man dazu neue Generationen der großen SUV-Baureihen, entsprechende M- und M-Performance-Varianten sowie mögliche CS- und Sondermodelle, wird deutlich, wie BMW auf die Zahl 30 kommt. Ein neues Basismodell, eine M-Performance-Version, ein echtes M-Topmodell, ein Touring-Ableger und später ein CS – all das zählt Frank van Meel jeweils einzeln.

Fazit