Mitsubishi Outlander PHEV im Test

Sparsamer Plug-in-Hybrid-SUV

Mitsubishi Outlander PHEV, Seitenansicht Foto: Beate Jeske 23 Bilder

Hybridantriebe gelten als Synonym für effizienten Umgang mit der eingesetzten Energie. Passt das zu einem knapp zwei Tonnen schweren Allrad-SUV? Wir haben ihn getestet.

Hybride fallen inzwischen von den Produktionsbändern wie reife Äpfel vom Baum. Das führt zu einer fast unüberschaubaren Vielfalt an Varianten – Mitsubishi hat nun eine weitere, sehr bemerkenswerte hinzugefügt. Denn der Mitsubishi Outlander PHEV ist ein Plug-in-Hybrid und signalisiert damit, dass er sich eher der elektromobilen Fraktion zugehörig fühlt. Wer die Antriebsbatterie an der heimischen Steckdose aufladen kann, betreibt den Outlander PHEV im täglichen Kurzstreckenbetrieb als reines Elektroauto, sagt Mitsubishi und stellt maximal 52 Kilometer Reichweite in Aussicht.

Mitsubishi Outlander PHEV, Seitenansicht
Fahrbericht Mitsubishi Outlander PHEV 3:16 Min.

Mitsubishi Outlander PHEV mit 1.900 kg Gewicht

Im Test lag sie jedoch zwischen 35 und 49 angenehm geräuscharmen Kilometern, je nachdem, wie oft man das maximale E-Tempo von 120 km/h ausreizt. Clou dabei: Durch die beiden E-Maschinen wird der Mitsubishi Outlander PHEV zum Allradler. Nur wer’s schneller haben will, weckt den Benziner, der seinen Beitrag zum Vortrieb dann deutlich hörbar beisteuert. Im Normalbetrieb tut er das indirekt, dreht dabei schnell hoch und lädt die Batterie als Serienhybrid via Generator auf. Akustisch erinnert das an den „Gummibandeffekt“ stufenloser Getriebe. Ein solches braucht er jedoch gar nicht, denn sobald Motor- und Raddrehzahl zusammenpassen, stellt eine Lamellenkupplung die direkte mechanische Verbindung her, der Antrieb mutiert dann zum Parallelhybrid.

Das alles funktioniert reibungslos und, behielte man den Kraftfluss im Zentraldisplay nicht im Auge, fast unbemerkt. Trotz allem ist der ECE-Normverbrauch von 1,9 l/100 km eine schöne Illusion, realistischer ist da schon der Stromverbrauch, der sich aber mit 25 kWh/100 km wahrlich sehen lassen kann. Wer jedoch längere Fahrten bewältigen muss, hat dann mithilfe des Benziners rund 800 km im Tank. Mit entladenem Akku verbraucht der Mitsubishi Outlander PHEV allerdings gut acht Liter – was für einen 1.900 Kilo schweren Benziner ja auch nicht schlecht ist.

Vor- und Nachteile

  • solide Verarbeitung
  • gutes Raumangebot
  • großer Laderaum
  • problemloses Handling
  • zügiger Antritt
  • sehr angenehme Geräuschkulisse im Elektromodus
  • Schnellladung möglich
  • wirksame Klimaanlage
  • hoher Einstiegspreis
  • angestrengt klingender Benzinmotor
  • nervige Assistenzsysteme
Technische Daten
Mitsubishi Outlander PHEV
Grundpreis 39.900 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4655 x 1800 x 1680 mm
KofferraumvolumenVDA 463 bis 1472 l
Hubraum / Motor 1998 cm³ / 4-Zylinder
Höchstgeschwindigkeit 170 km/h
0-100 km/h 10,3 s
Verbrauch 1,9 l/100 km
Testverbrauch 8,1 l/100 km
Alle technischen Daten anzeigen
Neu Registrieren

Erstellen Sie ein kostenloses Profil und profitieren Sie von vielen Vorteilen:

  • Zugriff auf alle technischen Daten
  • Artikel kommentieren
  • Teilnahme an Gewinnspielen
  • Schneller PDFs kaufen
  • 360° Ansichten von Autos
  • Exklusives PDF-Bonus-Programm
Kostenlos anmelden
Neuester Kommentar

Guten Tag, ich fahre den Outlander plug-in seit einem viertel Jahr und habe jetzt 7500 km auf dem Tacho. Davon bin ich rund die Hälfte rein elekrisch gefahren. Den Strom habe ich kostenlos sowohl im Schnellladeverfahren bei Aldi oder zu Hause mit der eigenen PV-anlage bezogen ,also rund 3750km kostenlos. der Rest wie im Test mit rund 8l/100 km -verbrauch . Mit 8 ltr komme ich also insgesamt 200km weit also rund 4ltr/100km.Für ein knapp1,8 Tonnen-wagen eine erstaunliche Leistung. Ihre Tests und auch Vergleichstests sind nicht sinnvonll mit Benzinern oder Dieselfahrzeugen. Sie können den Wagen nur mit anderen Hybrid-fahrzeugen vergleichen oder mit reinen Stromern. Der Wagen hat m.E. nur einen kleinen Nachteil,aber das glit für alle E-fahrzeuge. In einer Spielstrasse hört ihn kaum jemand, zwar gut für die Umwelt , aber etwas gefährlich für Fussgänger und KInder. Ausserdem fehlen in fast allen Städten die vom E-mobilitätsgesetz (2015) versprochenen kostenlosen Parkplätze sowie die Erlaubnis zur Benutzung der Bus-und Taxispuren.
MfG U. Kloecker(Neuss)

Ullicom 12. Oktober 2016, 09:07 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Top Aktuell Porsche 911 GT3 RS, Exterieur Porsche 911 GT3 RS im Test Mit Wolllust Richtung Begrenzer
Beliebte Artikel Mitsubishi Outlander PHEV, Frontansicht, Scheinwerfer Mitsubishi Outlander PHEV Preissenkung vor Marktstart Mitsubishi Outlander PHEV, Seitenansicht Mitsubishi Outlander PHEV Vollwert-SUV mit Plug-in-Hybrid
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen Erlkönig Chevrolet Corvette C8 Chevrolet Corvette C8 Zora Mittelmotor-Sportler im Vergleich zum C7-Vorgänger VLN 7 - Nürburgring - 22. September 2018 VLN, 7. Lauf 2018 Black Falcon siegt vor Frikadelli
Allrad Kia Niro EV Elektro-SUV Kia e-Niro (2019) Elektro-SUV mit 485 km Reichweite Seat Tarraco, SUV, Offroad, Allrad, 7-sitzer Seat Tarraco (2019) Lesen Sie hier alles zum neuen Seat-SUV
Oldtimer & Youngtimer 50 Jahre Opel GT Hockenheimring 50 Jahre Opel GT Grand Tour mit Röhrl und 75 GT VW Käfer 1302 LS Cabriolet, Frontansicht Top 10 Ranking H-Kennzeichen Die Oldtimer-Charts 2018
Promobil Elektromobilität 10 Elektrofahrzeuge für Camper E-Bike, E-Scooter, Segway & Co. Dethleffs Pulse I 7051 im Test Modernes Mobil mit netten Details
CARAVANING Camping Mas Nou Campingplatz-Tipp Spanien Camping Mas Nou Fendt Diamant 560 im Test Fendt Diamant 560 im Test Dezent aufgewertet