Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Scout, Exterieur Hans-Dieter Seufert
Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Scout, Exterieur
Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Scout, Interieur
Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Scout, Interieur
Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Scout, Interieur 5 Bilder

Skoda Karoq Scout im Test

SUV mit Pep und stattlichem Preis

Erst im Scout-Trimm bekennt sich der Karoq so richtig zu seinen Wurzeln als SUV. Dann kommt er als Diesel mit Allrad und Automatik. Test der Topversion mit 190 PS.

Wären da nicht die Proportionen, würde wohl kaum einer im Skoda Karoq einen SUV sehen. Vernünftig sieht er aus, fast schon brav, nicht gerade nach Fernweh und Abenteuer. Es sei denn, er kommt als Scout. Erst dann trägt er farblich abgesetzte Kunststoffleisten an den Radläufen und einen silberfarbenen Unterfahrschutz, der bei vielen Konkurrenten bereits zum Standardumfang gehört.

Wie alle bisherigen Scout-Modelle von Skoda treiben diesen Karoq alle vier Räder an, die serienmäßig von einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mit Drehmoment versorgt werden. Der 190 PS starke 2.0 TDI liefert 400 Nm, interessant auch für alle, die ihn wegen der maximalen Anhängelast von 2,1 Tonnen als Zugfahrzeug in Betracht ziehen.

Wer tatsächlich ins Gelände will, kann auf den Offroad-Fahrmodus samt elektronischer Bergabfahrhilfe und geländespezifischen Anzeigen im Infotainment-Display zurückgreifen. Doch lieber Asphalt? Auch gut: Hier erweist sich der Scout ebenfalls als ausgesprochen angenehmer Kumpel, selbst wenn die Straßendecke herbe Löcher aufweist.

Mal flauschig, mal straff

Dazu braucht es aber die adaptiven Dämpfer (789 Euro), mit denen die Federung im Comfort-Modus fast schon flauschig auch grobe Stöße wegsteckt. Die Wankbewegungen nehmen dabei spürbar zu, beeinträchtigen aber weder Fahrsicherheit noch -präzision, wie der Karoq bei schneller Autobahnfahrt demonstriert. Dort reagiert er im sonst ausreichend komfortablen Normal-Modus eher straff und trocken auf Querfugen, die beim Wechsel auf "Comfort" kaum noch zu spüren sind.

Mit seiner nicht zu direkt ansprechenden Lenkung gibt er dem Fahrer ein feines Werkzeug an die Hand und folgt den Lenkbefehlen präzise und unaufgeregt. Dazu steigern im Scout die haltstarken und bequemen Sitze zusätzlich den Fahrkomfort. Nur der Selbstzünder hält nicht allzu viel von Zurückhaltung, grummelt nach dem Kaltstart ebenso wie unter Last. Und ist mit einem Testverbrauch von 7,6 l/100 km nicht eben sparsam.

Dafür harmoniert er sehr gut mit dem weich und passend schaltenden Doppelkuppler und liefert souveräne Fahrleistungen. Allerdings verzögern die Bremsen mit 37,1 Metern aus 100 km/h höchstens durchschnittlich. Weitere Kritikpunkte? Nur Kleinigkeiten wie teilweise übersensibel reagierende Assistenzsysteme – und der stramme Preis: Für die Scout-Topversion werden fast 40.000 Euro fällig. Damit ist sie zwar ein vernünftiges, aber kein billiges Abenteuer.

Fazit

Als Scout gewinnt der sonst etwas nüchterne Karoq etwas mehr Pep, ohne dass sich dadurch etwas an den praktischen, sehr ausgewogenen Eigenschaften des Skoda ändert. Der Preis fällt allerdings stattlich aus.

Technische Daten

Skoda Karoq 2.0 TDI 4x4 Scout
Grundpreis 37.899 €
Außenmaße 4382 x 1841 x 1628 mm
Kofferraumvolumen 521 bis 1630 l
Hubraum / Motor 1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 110 kW / 150 PS bei 3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 196 km/h
Verbrauch 4,9 l/100 km
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Skoda Karoq
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