Skoda Superb Scout 2.0 TDI 4x4 Achim Hartmann
Skoda Superb Scout 2.0 TDI 4x4
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Skoda Superb Scout 2.0 TDI 4x4 16 Bilder

Skoda Superb Scout 2.0 TDI 4x4

Mit Offroad-Look noch talentierter?

Im vergangenen Jahr verpasste Skoda seinem überaus geräumigen Superb eine größere Modellpflege und trumpfte mit einer neuen Variante auf: dem robusten Scout. Was er so alles kann, klären wir im Top-Test der 190 PS starken Dieselvariante mit Allradantrieb.

Sicher haben Sie über die Vorzüge des Superb Combi schon einiges gelesen und gehört. Dazu gehören viel Raum und Komfort beispielsweise, pfiffige Extras oder hoher Praxisnutzen zu verträglichen Preisen. Bis auf seine für Parklücken unpraktische Länge von 4,86 Metern kann man dem großen Skoda nur wenig anlasten – vielleicht bis vor einiger Zeit noch die eher konservativ gehaltene Optik.

Doch seit der Modellpflege im Sommer letzten Jahres ist damit Schluss. Zumindest gegen Zuzahlung. Denn seither ist der Superb, der sich hierzulande übrigens zu 90 Prozent mit Kombiheck verkauft, auch als Scout zu haben. Silbern gefärbte Unterfahrschutzelemente vorn und hinten sowie graue Kunststoffplanken rundum verhelfen ihm zu einem robusteren Auftritt. Zudem gönnt Skoda dem Scout das Schlechtwegepaket mit 15 Millimetern mehr Bodenfreiheit und einem eher dünn ausgeführten Triebwerksschutz – hilfreich für alle, die es gelegentlich zur Hütte in den Bergen oder auf Feldwege zieht. Doch bitte nicht übermütig werden: Die Bodenfreiheit beträgt nur 14 Zentimeter. Da ist ein Kodiaq mit 19 Zentimetern schon etwas besser aufgestellt.

Für standesgemäße Traktion gepaart mit ordentlich Vortrieb sorgen in jedem Fall ein permanenter Allradantrieb und die stärksten Zweiliter-Aggregate mitsamt dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Eine feine Kombination, die den Grundpreis leider kräftig in die Höhe treibt: Der Testwagen, ein Scout 2.0 TDI mit 190 PS, kostet mindestens 46.150 Euro.

Das Angebot an Extras ist groß, aber teuer

Zumindest sind die aus dem VW Touareg bekannten und bei Skoda erstmals eingesetzten sowie empfehlenswerten LED-Matrix-Scheinwerfer im Preis inbegriffen. Ebenso eine Klimaautomatik, Lenkrad- und Sitzheizung, ein schlüsselloser Zugang sowie eine elektrisch betriebene Heckklappe.

Weiter aufmöbeln lässt sich das Interieur mit seitenhaltstarken Leder- Alcantara-Sitzen (1.480 Euro), die viel Beinauflage bieten. Für mehr Sicherheit im Fahrbetrieb soll seit dem Update zudem ein intelligenter Adaptiv- Tempomat sorgen, der auch Tempolimits einbezieht, dies während des Testzeitraums aber nicht allzu verlässlich umsetzte. Gleichfalls neu an Bord ist ein virtuelles Cockpit (390 Euro), das sich bestens ablesen lässt und insbesondere mit eingeblendeter Karte sehr hilfreich ist. Via serienmäßigem SmartLink gelingt auch das Andocken von Smartphones einfach. Deshalb sind die teuren Infotainment-Systeme nicht unbedingt nötig. Wer 2.230 Euro in das mächtige Columbus investiert, kann sich über eine induktive Ladeschale und eine fest eingebaute SIM-Karte freuen, die einen permanenten Online-Zugang ermöglicht. Nachteile? Durchaus: Die Bedienung des knopflosen Systems erfordert anfangs zu viel Aufmerksamkeit, und eine parallele Navigation mit Smartphone und eingebautem Navi ist nicht möglich.

Dafür gibt es von den viel gerühmten Simply-clever-Ideen, laut Skoda inzwischen 31 an der Zahl, Neues zu berichten. Eine auf der Ladefläche versetzbare Querstange erhöht den Praxisnutzen ebenso wie eine Kunststoffwanne im Unterbodenfach. Im riesigen Laderaum (660 bis 1.950 Liter) purzelt so kaum mehr ein Gepäckstück herum. Schade nur, dass ein Großteil der kombi- typischen Extras lediglich gegen Aufpreis zu haben sind. Selbst das eigentlich obligatorische Trennnetz oder der variable Ladeboden kosten extra.

Neuer TDI gibt sich kraftvoll und sparsam

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Akustisch hält sich der Selbstzünder zurück, ebenso im Verbrauch: Im Test beließ es der 1.770 Kilogramm schwere Kombi bei durchschnittlich 7,3 Liter pro 100 Kilometer.

Nun aber zum Fahrverhalten des unverändert geräumigen Kombis. Hier verwundert der von VW neu entwickelte und 190 PS starke 2.0 TDI zunächst mit einer ausgeprägten Anfahrschwäche, legt anschließend aber umso energischer los – angesichts des satten Drehmoments von 400 Nm wäre alles andere auch eine Überraschung. Das gut gestufte Siebengang-DSG arbeitet wie gewohnt ruckarm, der Wunsch nach manuellen Eingriffen kommt selten auf. Akustisch hält sich der Selbstzünder zurück, ebenso im Verbrauch: Im Test beließ es der 1.770 Kilogramm schwere Kombi bei durchschnittlich 7,3 Liter pro 100 Kilometer. Selbst wenn der Superb voll beladen über die Autobahn gescheucht wird, steigt sein Diesel-Konsum nicht über neun Liter – für so einen gewichtigen Kombi mit Allradantrieb absolut vorbildlich.

Komfortbetont reisen ohne Kompromisse

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Wie gewohnt punktet der Skoda mit enorm viel Komfort und Beinfreiheit im Fond.

Ebenso lobenswert ist der hohe Fahrkomfort. Denn der Superb ist nicht nur leise unterwegs und gemütlich eingerichtet, er federt und dämpft auch gekonnt. Querfugen und ruppige Straßenoberflächen nimmt er entspannt zur Kenntnis, ohne seine Insassen damit zu belästigen oder zu sehr zu schaukeln. Dies ist natürlich auch ein Verdienst des optionalen, in drei Modi verstellbaren Adaptivfahrwerks (850 Euro Aufpreis).

Damit ist klar: Das robustere Auftreten der neuen Scout-Variante schlägt sich nicht in ruppigeren Umgangsformen nieder. Der Skoda Superb bleibt auch als Scout ein vorzüglicher Kombi.

Vor- und Nachteile

Platz
  • Vorne wie hinten offeriert der Skoda ein üppiges Raumangebot. Dazu der große Kofferraum und die hohe Anhängelast – klasse.
Komfort
  • Der gebotene Federungskomfort ist vorbildlich, ebenso die geringen Fahrgeräusche und die bequemen Sitze, die aber Optionssitze sind.
Handhabung
  • Viel mehr nützliche Detaillösungen, die im Alltag wirklich weiterhelfen, bietet wohl kaum einer. Es fehlt lediglich eine dreigeteilte Fondlehne.
Fahrleistungen
  • Für den Spurt auf 100 km/h braucht der Kombi lediglich acht Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist kein Traum, sondern erreichbar.
Fahrverhalten
  • Der Superb ist nicht nur komfortabel, er lässt sich auch flott und präzise durch Kurven treiben. Der Dieselmotor sollte etwas früher pushen.
Sicherheit
  • Ob nun erstklassig ausleuchtende Scheinwerfer oder hoch- moderne Assistenzsysteme, der modifizierte Superb ist wieder top aufgestellt.
Umwelt
  • Trotz DSG und variablem Allrad hält sich der Verbrauch des starken 2.0 TDI sehr in Grenzen. Ein SCR-Kat sorgt für saubere Abgase.
Kostenwertung
  • Als Scout ist der Superb wirklich kein Schnäppchen. Wer die Optik nicht braucht, kann getrost zum konventionellen Superb Combi greifen.

Fazit

Wie erwartet ist der Superb auch im Scout-Anzug ein komfortabler Kombi, der sich seit dem Update nochmals sinnvoller und sicherer ausrüsten lässt. Allerdings für viel Geld.

Technische Daten

Skoda Superb Scout 2.0 TDI 4x4 Scout
Grundpreis 46.156 €
Außenmaße 4863 x 1864 x 1511 mm
Kofferraumvolumen 660 bis 1950 l
Hubraum / Motor 1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 140 kW / 190 PS bei 3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 223 km/h
0-100 km/h 8,0 s
Verbrauch 4,9 l/100 km
Testverbrauch 7,3 l/100 km
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Skoda Superb
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