Lamborghini Urus Mansory Venatus Evo S Special Edition UAE Mansory
Mansory Venatus
Mansory Lamborghini Urus Venatus
Mansory Lamborghini Urus Venatus
Mansory Lamborghini Urus Venatus 12 Bilder
SUV

Mansory Venatus: Jetzt auch als Evo S mit 880 PS

Lamborghini Urus wird Mansory Venatus Es sind so viele Spoiler!

Mansory färbt den Urus ein und macht ihn zum 320 km/h schnellen Karbonblitz. Neu im Angebot: eine Special Edition für die Vereinigten Arabischen Emirate mit noch mehr Power.

Horrorfilm-Regisseure sorgen gerne mit einem einfachen Trick für einen Schocker zwischendurch: Der Protagonist steigt bei Dunkelheit in sein Auto. Bevor er losfährt, stellt er den Innenspiegel noch richtig ein und plötzlich sieht er eine furchterregende Gestalt auf dem Rücksitz, die ihm Sekundenbruchteile später an die Gurgel geht. Ein ähnliches Gefühl dürften herkömmliche Autofahrer haben, wenn sich beim Checken des rückwärtigen Verkehrs im Spiegel auf einmal die Front des 654.500 Euro teuren Mansory Venatus auftürmt.

Mansory Lamborghini Urus Venatus
Mansory / Patrick Lang
Schon serienmäßig ist der Urus kein Kind von Traurigkeit. Der Venatus wirkt dennoch wie ein vom Teufel besessener böser Zwilling.

Die gewaltige Erscheinung im ausladenden Karbon-Gewand basiert auf dem Lamborghini Urus – und schon der ist nicht der Inbegriff dezenten Understatements. Nach einer Version in kräftigem Blau mit neongrünen Akzenten gibt es den Protz-SUV jetzt auch in grellem Gelb. Der Venatus-gewordene Lamborghini setzt sich aus mehreren Komponenten eines umfangreichen Bodykits zusammen. Am Heck ersetzen mittig platzierte Endrohre die vierflutige Abgasanlage des Serienmodells. Eingerahmt wird die dreieckige Auspuff-Komposition von einem wuchtigen Diffusor, der aussieht, als wolle er die Luft nicht leiten, sondern gänzlich vertreiben – und böse Geister gleich mit.

Ob die Mansory-Kundschaft derart spirituell angehaucht ist, wissen wir natürlich nicht. Was wir wissen, ist, dass ein nicht unerheblicher Teil der Klientel in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Hause ist. Diese Käufer werden jetzt mit einer eigenen Special-Edition des Venatus bedacht: dem Evo S 50th UAE. Dazu nur so viel – sollte es jemals böse Geister bei Mansory gegeben haben, stecken die jetzt alle im Antriebsstrang dieses zerklüfteten SUV. Der Tuner hebt den Lambo auf brachiale 880 PS und 1.100 Newtonmeter maximales Drehmoment. So knackt die UAE-Version laut eigenen Aussagen nach glatten 3,0 Sekunden die 100 km/h.

Lamborghini Urus Mansory Venatus Evo S Special Edition UAE
Mansory / Patrick Lang
Lamborghini Urus Mansory Venatus Evo S Special Edition UAE Lamborghini Urus Mansory Venatus Evo S Special Edition UAE Lamborghini Urus Mansory Venatus Evo S Special Edition UAE Lamborghini Urus Mansory Venatus Evo S Special Edition UAE 7 Bilder

Drei Spoiler am Heck

Motorhaube, Kotflügel und Spiegelkappen aus Carbon stehen selbstredend ebenfalls im Katalog. Dazu kommen Dachspoiler, Heckspoiler und Spoilerlippe – damit vereint der Venatus die heilige Spoiler-Dreifaltigkeit an nur einem Heck und sieht dabei trotzdem noch aus, als könnte er den einen oder anderes Exorzismus vertragen.

Mansory Venatus
Mansory
Veredler Mansory ist bekannt für den exzessiven Einsatz von Kohlefaser-Bauteilen.

Für die Felgen schlägt der Edel-Tuner seine 24 Zoll große Leichtmetallräder mit der Bezeichnung CV.7 Air in Schwarz vor. Auf Wunsch werden die Räder auch individuell lackiert. Bei so viel Individualisierung darf der Innenraum nicht zu kurz kommen. Mittel der Wahl ist – wenig überraschend – Carbon. Ein Zierleisten-Set aus sieben Teilen, die sich über Armaturen und Türverkleidung erstrecken ist im Angebot, dazu kommen ein umdesigntes Lenkrad inklusive Schalt-Paddel aus Carbon. Woraus die Einstiegsleisten bestehen, brauchen wir Ihnen vermutlich nicht zu sagen. Und was im Cockpit nicht aus Kohlefaser besteht, hüllt Mansory in Leder.

Inklusive der Topversion für die Vereinigten Arabischen Emirate gibt es den Venatus aktuell in drei Ausführungen. So leistet der V8-Twin-Turbo-Motor im Venatus Evo statt 650 PS feiste 810 PS. Das Drehmoment ist von 850 Newtonmeter auf nun 1.000 Newtonmeter gestiegen. Nach 3,3 Sekunden ist Tempo 100 erreicht, bei 320 Kilometer pro Stunde ist Schluss. Alternativ kann ein etwas zahmerer Venatus – ohne "Evo" – mit 745 PS und 960 Newtonmetern für mindestens 386.750 Euro geordert werden.

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Wie fast immer in Sachen Tuning lautet das Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. Die Individualisierung von polarisiernden Auto-Modellen ist ja quasi die spitzeste Ausprägung von "Geschmackssache". Und schmecken muss es nicht jedem. Auf jeden Fall ist es immer wieder schön zu sehen, dass sich manche Auto-Verrückten nicht zu schade sind, auch wilde Kreationen auf die Räder zu stellen. Mansory geht da häufig mit entsprechendem Beispiel voran.

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