Für den Abriss muss die A7 zwischen Echte und Northeim-Nord für mehrere Tage vollständig gesperrt werden. Konkret betrifft das den Zeitraum zwischen Freitag, 24.4.2026 ab 20:00 Uhr und Montag, 27.4.2026 bis 04:00 Uhr. In dieser Zeit wird die bestehende Brücke im Auftrag der Autobahn GmbH von der Projektgesellschaft Via Niedersachsen vollständig abgerissen.
Die Umleitungen
Die Vollsperrung betrifft beide Fahrtrichtungen. Der Verkehr wird in dieser Zeit großräumig umgeleitet. Bereits während der Abbrucharbeiten ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen auf den Ausweichstrecken zu rechnen.
Auch während der anschließenden Bauphase sind weitere Einschränkungen möglich. Neben temporären Sperrungen kann es zu Verzögerungen und Staus kommen, insbesondere im regionalen Verkehr.
Höhe unterschritten nach Ausbau der Autobahn
Auslöser für den Abriss ist die unzureichende Durchfahrtshöhe unter dem Bauwerk, das als Bestandsbrücke über die nötige Breite für die sechs Spuren verfügte. Diese lag an der niedrigsten Stelle bei 4,50 Metern. Damit wurde zwar die Mindestanforderung für bestehende Brücken eingehalten, sie unterschreitet jedoch die heute geltenden Standards für Neubauten.
Der Grund dafür liegt im Ausbau der A7 auf sechs Fahrstreifen. Dabei wurde die Fahrbahn angehoben, die Brücke selbst jedoch nicht angepasst. Vor dem Ausbau lag die lichte Höhe laut Planungsunterlagen noch bei 4,69 Metern. Für neue Bauwerke sind 4,70 Meter vorgesehen.
20 Zentimeter angehoben, nicht mehr nutzbar
Dass die Brücke ersetzt werden muss, hängt auch mit einer Zwischenlösung zusammen. Nachdem 2024 ein Schwertransporter unter dem Bauwerk steckengeblieben war, reagierte die Autobahn GmbH kurzfristig und griff zu einer technischen Übergangslösung.
Die Brücke wurde dabei um rund 20 Zentimeter angehoben. Dafür wurde die Verbindung zwischen Bauwerk und Straße gelöst, das Bauwerk hydraulisch angehoben und anschließend auf Elastomerplatten wieder aufgesetzt. Diese Maßnahme sollte die Durchfahrt für den Verkehr auf der A7 kurzfristig sichern.
Die Kosten für diese provisorische Anhebung lagen laut Autobahn GmbH bei rund 180.000 Euro. Dauerhaft nutzbar ist die Konstruktion jedoch nicht. Durch die Anhebung entstand ein Absatz in der Fahrbahn der Überführung, die Brücke selbst wurde deshalb für den Verkehr gesperrt.
Wer für diese Abweichung verantwortlich ist, bleibt offen. Die Autobahn GmbH und das Konsortium Via Niedersachsen schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Als mögliche Ursache wird ein Abstimmungsfehler in der Planungsphase genannt.
Neubau ab August geplant
Die Brücke ist bereits seit rund zwei Jahren gesperrt. Nach dem Abriss soll ab Mitte August 2026 ein Neubau beginnen. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Geplant ist eine Konstruktion ohne Mittelpfeiler, um den Verkehrsfluss auf der Autobahn nicht zusätzlich zu beeinträchtigen. Die Bauzeit wird mit neun bis zwölf Monaten angegeben. Die Kosten bewegen sich im einstelligen Millionenbereich.
Anm. d. Red.: Bei dem Aufmacherfoto handelt es sich um ein Symbolbild.





