AC Schnitzer hört auf: Warum Schluss mit Tuning ist

AC Schnitzer hört auf
Warum Schluss mit Tuning ist

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.03.2026
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Foto: AC Schnitzer

Zum Jahresende 2026 trennt sich die Kohl-Gruppe vom Geschäftsbereich AC Schnitzer und beendet das Engagement als Hersteller von Tuningteilen für BMW und Mini. Strategisch konzentriert sich die Gruppe zukünftig stärker denn je auf Handel und Service von Fahrzeugen und Motorrädern.

Langwierige Zulassung und Verbrenner-Rückgang

Als Tuner ist AC Schnitzer eine weltweit bekannte Marke. Für das Ende der Tuningaktivitäten nennen die Aachener, dass das Geschäft mit Tuningprodukten am Standort Deutschland nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben ist. Stetig steigende Kosten in der Entwicklung und Herstellung von Teilen erzeugen Wettbewerbsnachteile. Insbesondere aber die extrem lange Dauer der Zulassung von Teilen im deutschen System ließ AC Schnitzer gegenüber nicht-deutschen Wettbewerbern mehr und mehr ins Hintertreffen geraten.

"Wenn wir mit Anbauteilen erst acht oder neun Monate nach der Konkurrenz auf den Markt kommen können, spricht dies für sich", erklärt Rainer Vogel, Geschäftsführer von AC Schnitzer die Hintergründe. Auf der Nachfrageseite verschärfen ein verändertes Konsumverhalten, die verschlechterten internationalen Marktbedingungen und der schleichende Rückzug des Verbrennungsmotors die Situation zusätzlich.

Markenübernahme möglich

Aber vielleicht hat die Marke AC Schnitzer noch eine Zukunft. Wie die Kohl-Gruppe mitteilt, stehe man mit Interessenten für die Übernahme der Marke AC Schnitzer im Gespräch. Aber unabhängig vom Ausgang dieser Gespräche werden die vorhandenen Lagerbestände bis zum Jahresende abverkauft. Für alle AC Schnitzer-Teile sichert der Tuner auch über das Jahr 2026 hinaus alle zugesagten Garantien und vollen Garantien und After-Sales-Support.

Fazit