Parken wird für Anwohner in Innenstädten immer schwieriger. Um die Parksituation in Augsburg etwas zu entspannen, haben die Stadt, Aldi Süd und das Münchner Technologieunternehmen Wemolo gemeinsam ein Feierabendparken-Programm ins Leben gerufen.
110 Parkplätze an 4 Standorten
An insgesamt vier Aldi-Standorten im Augsburger Stadtgebiet sollen noch im Februar rund 110 zusätzliche Stellplätze für Anwohner entstehen, ohne dass Neubau oder zusätzliche Infrastruktur erforderlich ist. Das Modell folgt einer einfachen Logik: Die Supermarktparkplätze stehen tagsüber den Aldi-Kunden zur Verfügung, abends und nachts werden sie digital für Anwohner freigegeben.
In Augsburg umfasst das Parkplatzangebot konkret folgende Aldi-Standorte:
- Innenstadt: Lechhauser Str. 15a – 30 Stellplätze
- Oberhausen: Weiherstraße 10a – 20 Stellplätze
- Lechhausen: Steinerne Furt 57a – 30 Stellplätze
- Göggingen: Edisonstraße 4 – 30 Stellplätze
Legal parken ab 3 Euro
Wer einen Parkplatz für das Feierabendparken buchen möchte, kann das über eine spezielle App machen, auf die per QR-Code am jeweiligen Standort hingewiesen wird. Privat genutzt werden können die Parkplätze montags bis samstags von 18:30 bis 8:30 Uhr sowie sonntags ganztägig. Für eine einzelne Nacht werden 3 Euro berechnet. Das Wochenpaket gibt es für 12 Euro, ein Monatsabo liegt bei 30 Euro. Die Nutzung der Parkplätze überwacht eine KI-basierte Kennzeichenerkennung.
Die Kennzeichenerkennung erfolgt zweckgebunden und DSGVO-konform. Kennzeichen werden ausschließlich erfasst, um gebuchte Zeitfenster zu kontrollieren. Die Daten werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden gelöscht, sofern kein Verstoß vorliegt, erklärt der Anbieter Wemolo.
"Damit Mobilität in unserer Stadt gut funktioniert, müssen wir neue Lösungen mitdenken. Das Modell Feierabendparken ist ein pragmatischer Ansatz, den ich ausdrücklich begrüße, weil er vorhandene Flächen sinnvoll nutzt. So schaffen wir zusätzliche Stellplätze und sorgen für spürbare Entlastung für Anwohnende", begrüßt Oberbürgermeisterin Eva Weber die neue Kooperation.
Die Zusammenarbeit zwischen Discounter und Stadt beim Thema parken wird auch in anderen Metropolen umgesetzt. In Hamburg läuft beispielsweise ein entsprechendes Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Discounter Lidl.





