Autodiebe filmen sich selbst: Trottel-Trio geht in den Knast

Autodiebe filmen sich selbst
Trottel-Trio geht in den Knast

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.02.2026
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Autodiebe Birmingham
Foto: West Midlands Police

Drei Männer aus Birmingham sind nun wegen einer Serie von Auto- und Wohnungseinbrüchen zu mehrjährigen Haftstrafen vom Crown Court am Donnerstag (12.2.2026) verurteilt worden.

Wie die West Midlands Police mitteilte, ereigneten sich die Taten zwischen August 2024 und April 2025. Der Gesamtschaden beläuft sich auf nahezu zwei Millionen Pfund, das entspricht umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro.

Selbstgedrehte Sequenzen als Beweismittel

Im Mittelpunkt der Ermittlungen standen Videoaufnahmen, die die Täter selbst während der Taten angefertigt hatten. Auf den Sequenzen ist zu sehen, wie zwei der Männer sich beim Eindringen in Wohnhäuser filmen. Weitere Bilder zeigen sie neben einem gestohlenen BMW, beim Entfernen eines Kennzeichens sowie bei Fahrmanövern mit dem Fahrzeug.

Die Aufnahmen dokumentieren nicht nur die Autos, sondern auch die Beteiligten selbst. Nach Angaben der Polizei wurden diese Videos im Rahmen der Ermittlungen sichergestellt. Später veröffentlichte die Behörde Ausschnitte in sozialen Netzwerken. Was offenbar als Inszenierung gedacht war, wurde damit zu zusätzlichem Beweismaterial.

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Vorgehen bei den Diebstählen

Nach den Feststellungen des Gerichts gingen die Männer gezielt vor. Sie drangen in Wohnhäuser ein, um Fahrzeugschlüssel zu entwenden, und fuhren anschließend mit hochwertigen Autos vom Grundstück. Um Kontrollen zu umgehen, montierten sie gefälschte Kennzeichen.

Ein 25-Jähriger soll diese Kennzeichen hergestellt und geliefert haben. Seine Rolle bestand laut Anklage in der Bereitstellung der gefälschten Nummernschilder für die gestohlenen Fahrzeuge.

Autodiebe Birmingham
West Midlands Police

Insgesamt wurden mehr als 100 Straftaten registriert, darunter Einbruch, Fahrzeugdiebstahl und die Verschleierung krimineller Vermögenswerte.

Geständnisse und Urteile

Ein 24-jähriger Täter bekannte sich in 75 Fällen schuldig. Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von neun Jahren. Ein 18-Jähriger räumte 31 Taten ein und wurde zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Der 25-Jährige gestand den Besitz sowie die Herstellung und Lieferung von Gegenständen zur Verwendung bei Betrug. Er erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten.

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