Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, soll das neue Crossovermodell auf der Architektur des Leapmotor B10 aufbauen. Die Fertigung des neuen Opel soll im spanischen Werk in Zaragoza erfolgen. An diesem Standort will Leapmotor ab Oktober 2026 auch seine eigenen Modelle für den europäischen Markt bauen.
Neuer Leapmotor-Opel ab 2028 aus Spanien
Gespräche über das Projekt mit dem Codenamen O3U sollen bereits 2025 gestartet und mittlerweile weit fortgeschritten sein. Ein Abschluss noch im April 2026 sei denkbar. Die Produktion des neuen Elektro-Opel könne laut Reuters im Jahr 2028 starten. Geplant sei eine Jahreskapazität von 50.000 Einheiten. Die Technik und die Elektronik soll von Leapmotor kommen, Opel würde ein eigenständiges Design für den SUV beisteuern. Der Großteil der Entwicklung würde damit in China stattfinden.
Die erweiterte Zusammenarbeit von Stellantis und Leapmotor könnte aber noch weitere Bausteine umfassen. Wie Reuters berichtet, könnte auch der nächste Opel Mokka Leapmotor-Technik nutzen. Auch hier würde dann die Produktion von Frankreich nach Spanien verlagert. Erörtert werde zudem, ob nicht auch ein Alfa Romeo-Modell die Leapmotor-Plattform nutzen könnte und dann ebenfalls nach Zaragoza verlagert wird. Auf der Langfristagenda stünden zudem gemeinsame Autos im A-Klasse-Segment.
Ein erweiterter Deal mit Leapmotor würde Stellantis helfen, Kosten zu senken und den Zeitaufwand für die Entwicklung neuer Elektroautos zu reduzieren. Zudem könnte man so die europäischen Werke besser auslasten. Der Stellantis-Konzern selbst erst zu Jahresbeginn seine Elektroautopläne komplett revidiert und dabei Milliarden-Investitionen abschreiben müssen. Künftig will der Autobauer seinen Fokus auf Hybridfahrzeuge legen.
Gespräche ja, Bestätigung nein
Die Partnerschaft zwischen Stellantis und Leapmotor besteht seit 2023, nachdem Stellantis rund ein Fünftel der Leapmotor-Anteile erworben hatte. Zudem betreiben die Partner das Joint Venture Leapmotor International, das für Vertrieb und Produktion von Leapmotor-Fahrzeugen außerhalb Chinas zuständig ist.
Leapmotor teilte Reuters auf Anfrage mit, man befinde sich in Gesprächen mit Partnern, darunter Stellantis, jedoch ausschließlich über die Lieferung selbstentwickelter Komponenten und plane keine Zusammenarbeit auf Plattformebene. Stellantis erklärte gegenüber Reuters, es gebe einen "regelmäßigen Austausch" zwischen den beiden Partnern über Möglichkeiten zur Ausweitung der Zusammenarbeit, lehnte aber weitere Kommentare ab.





