Grundlage ist eine interministerielle Verordnung des Finanz- und Verkehrsministeriums, die eine durchschnittliche Erhöhung um 1,5 Prozent vorsieht.
Die Anpassung orientiert sich an der für 2026 erwarteten Inflationsentwicklung und ist Bestandteil der bestehenden Konzessionsverträge zwischen Staat und Autobahnbetreibern. Damit greifen Regelungen, die unabhängig von der aktuellen politischen Debatte gelten.
Erhöhung betrifft den Großteil des Autobahnnetzes
Die neuen Tarife gelten auf den meisten Abschnitten der italienischen Autostrada. Für die von Autostrade per l'Italia betriebenen Strecken wird überwiegend der reguläre Anpassungssatz angewendet. Einzelne Abschnitte weisen leicht höhere Steigerungen auf.
Nach Berichten italienischer Medien fällt die Erhöhung auf der Strecke Salerno–Pompei–Neapel mit 1,923 Prozent etwas stärker aus. Andere Autobahnen, darunter die Autostrada Alto Adriatico sowie die Strada dei Parchi, bleiben von der Tarifanpassung ausgenommen.
Gerichtsurteil beendet politischen Widerstand
Das Verkehrsministerium unter Leitung von Matteo Salvini hatte versucht, die Mauterhöhung auszusetzen. Hintergrund war die politische Kritik an steigenden Belastungen für Autofahrer und Transportunternehmen.
Ein Urteil des Verfassungsgerichts Italiens machte diesen Plänen jedoch ein Ende. Das Gericht stellte klar, dass vertraglich vereinbarte Anpassungen nicht einseitig ausgesetzt werden dürfen. Damit erhielten die Betreibergesellschaften recht, die vorgesehenen Erhöhungen umzusetzen.
Festgelegtes Verfahren zur Mautanpassung
Die Festsetzung der Mauttarife folgt in Italien einem formalen Verfahren. Autobahnbetreiber legen jährlich wirtschaftliche und finanzielle Planungen vor, in denen unter anderem Preisentwicklung, Verkehrsaufkommen und Investitionen berücksichtigt werden.
Auf dieser Grundlage entscheidet das Finanzministerium über die Umsetzung der Tarifanpassungen. Werden vertraglich vereinbarte Erhöhungen nicht genehmigt, drohen rechtliche Auseinandersetzungen zwischen Staat und Betreibern.
Folgen für Reisende aus Deutschland
Für deutsche Urlauber bedeutet die Anpassung höhere Kosten bei Autofahrten durch Italien. Besonders auf langen Strecken in Richtung Gardasee, Adria oder Süditalien macht sich die Erhöhung bemerkbar.
Die Maut kommt zu bereits gestiegenen Ausgaben für Kraftstoff und weitere verkehrsbezogene Abgaben hinzu. Wer mit dem Auto nach Italien reist, sollte die Gesamtkosten der Anfahrt neu kalkulieren.





