Wenn es bei einem Rückruf um den Airbag geht, fällt oft gleich das Stichwort Takata. Bei diesen Skoda Kodiaqs ist allerdings nicht der Gasgenerator das Problem, sondern der Sitz. Ja, Sie haben richtig gelesen. Konkret geht es um die Seitenairbags. Beim Auslösen dieser kann es sein, dass eine scharfe Kante an den vorderen Sitzen die Hülle des Airbags beschädigt und dieser reißt. Das würde bedeuten, dass Fahrer und Beifahrer nicht richtig geschützt sind – das Verletzungsrisiko steigt.
Skoda ruft deshalb weltweit 49.766 Kodiaq in die Vertragswerkstätten. In Deutschland betrifft die Aktion 12.311 Fahrzeuge. Laut Skoda kann "eine scharfe Kante am Rahmen der Vordersitze die Seitenairbag-Aktivierung beeinträchtigen". Die Folge wäre eine verminderte Schutzwirkung im Crash.
Diese Fahrzeuge sind betroffen
Abhilfe schafft eine vergleichsweise einfache, aber wichtige Maßnahme: An den Rahmen beider Vordersitze wird innen ein Vliesstoff-Scheuerschutz verklebt, der den kritischen Bereich abdeckt und künftig Reibkontakt verhindert. Der Werkstattaufenthalt soll etwa zwei Stunden dauern. Der interne Aktionscode für die Aktion lautet 72SG.
Betroffen sind Fahrzeuge aus dem Produktionszeitraum 21. August 2024 bis 8. Dezember 2025. Das Kraftfahrt-Bundesamt überwacht die Rückrufaktion; die KBA-Referenznummer lautet 16172R. Schäden oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Problem sind nach aktuellem Stand nicht bekannt.
Was Halter jetzt tun sollten
In der Regel informiert der Hersteller betroffene Halter schriftlich. Wer prüfen möchte, ob der eigene Kodiaq dazugehört, kann zusätzlich eine FIN/VIN-Abfrage nutzen oder direkt bei Skoda bzw. der Vertragswerkstatt nachfragen.





