Trump zeigt Mittelfinger: Ford-Arbeiter bleibt trotz Beleidigung im Dienst

Trump zeigt Mittelfinger
Ford-Arbeiter bleibt trotz Beleidigung im Dienst

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.02.2026
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Trump kippt Verbrennerverbot
Foto: Andrew Harnik/Canva

Der Zwischenfall im Ford-Werk in Dearborn, bei dem US-Präsident Donald Trump während seines Werkbesuchs einem Arbeiter den Mittelfinger zeigte, polarisiert auch weiterhin die öffentliche Diskussion. Was als verbale Auseinandersetzung begann, mündete in einer Solidaritätswelle für den Ford-Arbeiter TJ Sabula, die sich in einer enormen Spendenaktion widerspiegelte. Trotz der Suspendierung von Sabula und politischer Spannungen bleibt er nun im Dienst.

Im Januar 2026 war Trump bei Ford in Dearborn, um die US-Autoindustrie zu unterstützen und seine Wiederwahl zu fördern. Bei einem Rundgang durch die Produktionshalle kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen Trump und dem Arbeiter TJ Sabula, der den Präsidenten als "Pädophilenschützer" beleidigte. Trump wehrte sich mit einer bekannten Geste: Er zeigte Sabula den Mittelfinger und rief "F*** dich", während er weiterging.


Schnelle Medienwelle

Die Geste und die Worte des Präsidenten lösten schnell eine mediale Welle aus, die den Vorfall viral machten. Sabula war vorübergehend vom Dienst suspendiert, bis eine interne Untersuchung abgeschlossen werden konnte. Doch die Reaktionen aus der Öffentlichkeit nahmen eine überraschende Wendung.

Die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) zeigten sich klar auf der Seite von TJ Sabula. Die Gewerkschaft erklärte, dass Sabula keine Disziplinarmaßnahmen zu befürchten habe und das auch keine solchen Maßnahmen in seiner Personalakte vermerkt seien – so berichtet es Detroit News. "TJ, wir stehen hinter dir", sagte Laura Dickerson, die Vizepräsidentin der UAW, in einer Rede in Washington, D.C.


Hohe Spendensumme

Die Reaktionen aus den Reihen der Gewerkschaft, aber teilweise auch aus der Öffentlichkeit, gaben Sabula Rückhalt. Zwei Spendenaktionen unter den Titeln "TJ Sabula ist ein Patriot!!" und "Unterstützt Ford-Arbeiter TJ Sabula während seiner Suspendierung" sammelten schnell mehr als 810.000 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 679.800 Euro). Das Geld war ursprünglich für seine rechtliche Unterstützung gedacht.

Ford äußert sich derweil nicht zum Status von Sabula und betont, dass man keine Stellung zu Personalangelegenheiten nehme.

Symbolischer Kampf

Die Auseinandersetzung zwischen Trump und Sabula wirft Fragen zur Meinungsfreiheit am Arbeitsplatz auf. In den USA ist das Recht auf freie Meinungsäußerung ein viel weiter gefasstes Gut als hier in Deutschland. Die UAW unterstützt mit TJ Sabula eines ihrer Mitglieder massiv, scheint den Vorfall aber auch zu einem Machtkampf Arbeiterklasse gegen Trump instrumentalisieren zu wollen. Das sperrige Verhalten von Ford, wo man sich nicht direkt zu den disziplinarischen Konsequenzen äußern wollte, wirft einen Schatten auf den Vorfall.

Fazit