Verkehrsversuch in A2-Baustelle: Lkw dürfen erstmals auch links fahren

Verkehrsversuch in A2-Baustelle
Lkw dürfen erstmals auch links fahren

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.02.2026
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Lkw Schild
Foto: Torsten Kruger via Getty Images / Retusche: Wittich

Das bestätigt die Autobahn GmbH gegenüber www.auto-motor-und-sport.de. Mit der Maßnahme will man auf den hohen Schwerverkehrsanteil reagieren.

Die Arbeiten laufen von März bis Dezember 2026 auf rund zwölf Kilometern in Fahrtrichtung Hannover. Die Betonfahrbahn wird einschließlich Unterbau und Nebenanlagen komplett erneuert. Zudem werden zehn Brücken instandgesetzt. Auch die Großbeschilderung und sicherheitsrelevante Einrichtungen entlang der Strecke werden ausgetauscht oder modernisiert. Hintergrund ist, dass die nach 28 Jahren "einen gewissen Grad an Vorschädigung" habe, so die Autobahn GmbH.

Neue 4+0-Verkehrsführung

Während der Bauzeit wird der gesamte Verkehr über die Gegenfahrbahn Berlin geführt. Dort stehen pro Richtung zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Der linke misst 3,25 Meter, der rechte 3,50 Meter.

In diesem Abschnitt entfällt ein klassisches Überholverbot für Lastwagen. Lkw dürfen somit beide Spuren nutzen. Für sie gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h, für Pkw 100 km/h.

Nach Angaben der Niederlassung Ost der Autobahn GmbH hatte sich im vergangenen Jahr gezeigt, dass sich Lkw auf der rechten Spur stauten, während die linke Spur zeitweise deutlich weniger ausgelastet war. Mit der Freigabe soll die vorhandene Fahrbahnbreite gleichmäßiger genutzt werden.

Sicherheits- und Einsatzkonzept

Der staatliche Autobahnbetreiber sieht unter Einhaltung der Straßenverkehrsordnung keine grundsätzlichen Sicherheitsbedenken. Mit Polizei, Feuerwehr und weiteren Einsatzkräften wurden Zufahrts- und Rettungswege abgestimmt. Einsätze innerhalb der Baustelle sollen über den Raum der Baustelle möglich sein.

Die Entwicklung des Verkehrs wird während der Bauzeit beobachtet. Anpassungen am Konzept seien bei Bedarf vorgesehen. In Sachsen-Anhalt handelt es sich laut Niederlassung Ost in dieser Größenordnung um ein neues Vorgehen. Ob vergleichbare Lösungen in anderen Regionen bestehen, lasse sich aufgrund der Vielzahl laufender Projekte bundesweit nicht abschließend beurteilen.

Fazit