Audi wechselt den Entwicklungsvorstand: Rouven Mohr wird zum 1. März 2026 Chief Technical Officer der Marke mit den vier Ringen und zieht in den Vorstand ein. Er löst Geoffrey Bouquot ab, der das Unternehmen nach rund 21 Monaten im Vorstand, davon gut einem Jahr als Entwicklungschef, verlässt.
Bouquot war seit Juni 2024 Vorstandsmitglied und verantwortete ab Januar 2025 die Technische Entwicklung. In dieser Zeit stellte er die Organisation neu auf und forcierte den Ausbau der Software-Kompetenz im Zuge des softwaredefinierten Fahrzeugs.
Audi-Gene und Lamborghini-Erfahrung
Mit Mohr holt Audi einen ausgewiesenen Konzern-Manager zurück. Der Ingenieur ist seit 18 Jahren im Volkswagen-Konzern tätig und hatte bereits verschiedene Führungsfunktionen bei Audi inne – unter anderem in der Fahrzeugentwicklung und Verifikation. Zuletzt verantwortete er als CTO bei Lamborghini die Hybridisierung der Modellpalette und begleitete den kompletten Generationswechsel der Sportwagenmarke.
Im Aufsichtsrat und im Vorstand wird Mohr als Techniker mit klarer Produktorientierung beschrieben. Seine Kollegen erwarten von ihm eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit, einen geschärften Design- und Produktfokus sowie zusätzliche Innovationsimpulse.
Transformation unter Hochdruck
Die Technische Entwicklung gilt als Schlüsselressort in einer Phase tiefgreifender Umbrüche: Elektrifizierung, softwaredefinierte Architekturen und KI-gestützte Entwicklungsprozesse verändern die Branche fundamental. Audi will hier Tempo aufnehmen und den Anspruch technologischer Führungsrolle untermauern.
Strahlkraft besitzt dabei auch das Formel-1-Engagement ab 2026. Der Einstieg in die Königsklasse soll Know-how in Elektrifizierung und Effizienztechnologien schärfen – mit möglichem Transfer in die Serie. Medial ist Audis Formel-1-Engagement bereits ein Volltreffer – das Interesse der Fans ist riesig.

Rouven Mohr ist ab dem 1. März 2026 Entwicklungs-Chef bei Audi. Er übernimmt den Posten in einer sensiblen Phase - der Erwartungsdruck ist hoch.
Serien-Umsetzung des Concept C
Parallel stehen konkrete Produktprojekte im Fokus. Mit dem Concept C hatte Audi zuletzt einen Ausblick auf eine neue, sportlich positionierte Baureihe gegeben. Die Umsetzung solcher Konzepte in marktfähige Modelle wird zur Bewährungsprobe für Mohrs Ressort. Dies gilt insbesondere, weil Porsches Rolle bei der Mitentwicklung der Concept-C-Serientechnik aktuell unklar ist. Möglicherweise kommt dort auf Audi mehr Entwicklungsarbeit zu, als zunächst in Ingolstadt geplant.












