Welche Bezahlmethode passt zu Ihnen? Plug & Charge, App oder Karte

Bezahlen an Ladesäulen
Welche Bezahlmethode passt zu Ihnen?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.03.2026
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Caravaning, Wohnwagen, Zugfahrzeug, Ladesäule
Foto: Hans-Dieter Seufert

Plug & Charge gilt als die bequemste Bezahlmethode. Der Ladevorgang startet automatisch, sobald das Fahrzeug angeschlossen ist, ohne dass eine zusätzliche Authentifizierung erforderlich ist. Laut der Uscale-Studie bevorzugen 40 % der Befragten diese Methode. In der Praxis wird sie jedoch nur von 49 % mindestens gelegentlich genutzt. Ein Hauptproblem ist die eingeschränkte Verfügbarkeit: Plug & Charge wird nicht flächendeckend angeboten, selbst an Gleichstrom-Schnellladestationen. Zudem können hohe Roaming-Aufschläge anfallen, wenn kein Vertrag mit dem jeweiligen Anbieter besteht. Ein weiteres Hindernis ist die Limitierung auf einen einzigen Vertrag pro Fahrzeug, was die Flexibilität einschränkt.

Ad-hoc-Bezahlen: Einfach, aber selten intuitiv

Ad-hoc-Bezahlen ermöglicht es, ohne vorherige Registrierung direkt an der Ladesäule zu zahlen. Diese Methode wird von 29 % der Befragten bevorzugt, jedoch nur von 55 % genutzt. Häufig fehlt es an der Verfügbarkeit dieser Option, und wo sie angeboten wird, empfinden viele Nutzerinnen und Nutzer den Prozess als umständlich und wenig intuitiv. Die Eingabe von Zahlungsdaten oder das Scannen von QR-Codes kann zeitaufwendig sein und den Komfort mindern.

Ladekarten und Lade-Apps: Dominant, aber unbeliebt

Obwohl Ladekarten und Lade-Apps nur von 13 % bzw. 17 % der Befragten als bevorzugte Methode genannt werden, dominieren sie den Alltag. 70 % bzw. 77 % der Nutzerinnen und Nutzer greifen regelmäßig darauf zurück. Der Grund: Diese Methoden sind weit verbreitet und bieten eine hohe Verfügbarkeit. Allerdings kritisieren viele die mangelnde Transparenz bei den Kosten und die Notwendigkeit, mehrere Karten oder Apps zu verwenden, um Zugang zu verschiedenen Ladesäulenbetreibern zu erhalten.

Keine perfekte Lösung

Die Uscale-Studie zeigt, dass keine der derzeit verfügbaren Bezahlmethoden alle Anforderungen wie Einfachheit, Transparenz, Kostenkontrolle und Komfort gleichermaßen erfüllt. Während Plug & Charge und Ad-hoc-Bezahlen in der Theorie vielversprechend sind, scheitern sie oft an der praktischen Umsetzung. Ladekarten und Lade-Apps bieten zwar eine hohe Verfügbarkeit, sind jedoch weniger benutzerfreundlich. Für die Zukunft bleibt die Herausforderung, eine einheitliche und intuitive Lösung zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer gerecht wird.

Fazit