BMW vollzieht unter CEO Nedeljković einen Kurswechsel: Nach schwachen Halbjahreszahlen 2026 kündigt der Konzern einen konkreten Stellenabbau an. Betroffen sind vor allem indirekte Bereiche wie Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung – die Fertigung an den Produktionsstandorten bleibt vorerst außen vor.
Ab Oktober startet ein Abfindungsprogramm, das bis Ende 2027 laufen soll. Rund 40.000 der 84.000 Beschäftigten in Deutschland erhalten ein Angebot. Die Höhe der Abfindung richtet sich nach Betriebszugehörigkeit und Gehalt; für 2026 plant BMW dafür einen dreistelligen Millionenbetrag ein.
Im Hintergrund steht eine Branche unter Druck: Die Krise erreicht nun auch München. BMWs Doppelstrategie mit Verbrennern und E-Autos stößt laut Text an finanzielle Grenzen. Bereits eine Gewinnwarnung im Juni ließ die Aktie stark fallen – seit Jahresbeginn hat das BMW-Papier fast ein Drittel seines Wertes verloren.
Parallel treibt BMW eine Modelloffensive voran: iX3 aus Debrecen, neuer X5 aus Spartanburg und der Serienanlauf des i3 im Münchner Stammwerk. Die Nachfrage in Europa und den USA bleibt stabil – Nedeljković muss Sparkurs und Elektro-Transformation gleichzeitig bewältigen.






