Das Ministerium plant eine umfassende Reform der Fahrausbildung – und die Änderungen haben es in sich! In diesem Video erfährst du alles zum neuen Referentenentwurf, der teils deutlich über den 8-Punkte-Plan von Minister Schnieder aus dem Februar 2026 hinausgeht.
Die größte Neuerung: Die Präsenzpflicht im Theorieunterricht soll komplett entfallen. Fahrschulen könnten künftig rein digital oder als Mischform unterrichten – erstmals wären sogar asynchrone Formate zulässig. Starre Vorgaben zu Raumgrößen, Ausstattung und Lehrmitteln werden gestrichen.
Auch die Theorieprüfung wird reformiert: Der Fragenkatalog wird von über 1.100 auf rund 840 Fragen reduziert, und das bisherige gewichtete Punktesystem weicht einer Gleichbewertung aller Fragen.
Besonders spannend für angehende Motorradfahrer und Autofahrer: Die zwölf Pflicht-Sonderfahrten entfallen als feste Vorgabe. Ihr Umfang richtet sich künftig nach dem individuellen Ausbildungsstand des Fahrschülers. Fahrsimulatoren erhalten eine breite Rechtsgrundlage für alle Klassen – sogar ohne zwingende Anwesenheit eines Fahrlehrers. Die Schaltkompetenz-Ausbildung sinkt von zehn auf sieben Pflichtstunden, wobei der überwiegende Teil im Simulator absolviert werden darf.
Eine Experimentierklausel soll zudem private Begleitfahrten vor der Prüfung ermöglichen – nach bestandener Theorie und absolvierter Grundausbildung in der Fahrschule. Weitere geplante Maßnahmen: erleichterte Prüferzugänge, digitale Ausbildungsnachweise und eine standardisierte Meldepflicht für Fahrschulpreise.
Das Ziel: günstiger, digitaler – bei gleichbleibenden Sicherheitsstandards.






