Das vergangene Jahr 2025 brachte viele neue und spannende Elektroautos – und 2026 geht es ungebremst weiter. Die Stromer werden dabei nicht nur bunter und vielfältiger, sondern auch günstiger. So soll der elektrische Renault Twingo weniger als 20.000 Euro kosten, und auch Smart kehrt mit dem #2 zurück zu seinen Wurzeln. Viel wichtiger aber: die deutschen Hersteller werden 2026 das Neuheiten-Feuerwerk bestimmen. So stellt sich Mercedes mit CLA-Varianten, GLA, GLB und GLC im Volumen-Segment komplett neu auf. Und auch die C-Klasse wird 2026 elektrisch. Audi bringt den A2 e-tron, BMW den elektrischen Dreier i3 und Porsche den Cayenne Electric – auch in Coupé-Version. Und endlich sendet auch Wolfsburg wieder starke Signale mit den elektrischen Kleinwagen-Ablegern rund um den VW ID.Polo (Cupra Raval und Skoda Epiq). Wir haben für sie die wichtigsten Elektro-Neuheiten des Jahres zusammengefasst.
Audi A2 e-tron

Audi plant für das Jahr 2026 ein neues elektrisches Einstiegsmodell, das voraussichtlich unter dem Namen A2 e-tron (oder möglicherweise Q2 e-tron) als Schwestermodell des VW ID.3 vom Band laufen wird. Technisch basiert das Fahrzeug auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform des VW-Konzerns, da sich die ursprünglich vorgesehene SSP-Plattform verzögert. Dies bedeutet den Einsatz von 400-Volt-Technik anstelle einer 800-Volt-Architektur. Mit Batteriegrößen zwischen 58 und 79 kWh sollen Reichweiten von bis zu 640 Kilometern möglich sein, während die Ladeleistung auf bis zu 200 kW steigt, was kurze Ladestopps von unter 30 Minuten verspricht.
Optisch orientiert sich der kompakte Stromer an einer Mischung aus dem ursprünglichen Audi A2 und der Studie AI:ME (siehe Foto), gekennzeichnet durch einen langen Radstand und kurze Überhänge. Markante Designmerkmale sind die flache Windschutzscheibe, ein coupéförmiger Dachbogen sowie ein hoch angesetztes Heck mit integriertem Spoiler, das teilweise an die Glaselemente des Ur-A2 erinnert. Trotz seiner Positionierung als Einstiegsmodell wird der A2 preislich über den Basis-Elektromodellen von Marken wie VW oder Skoda angesiedelt sein.
BMW i3 (Neue Klasse)

Die "Neue Klasse" von BMW läutete mit dem neuen iX3 eine technologische Trendwende in München ein. Es folgt der elektrische 3er als vollelektrische Mittelklasse-Limousine ab Frühjahr 2026. Der i3 integriert den "Cell-to-Open-Body"-Akku direkt in die Karosseriestruktur, was trotz Unterflurbatterie eine flache und sportliche Silhouette ermöglicht. Kurz nach dem Start der Limousine wird mit dem i3 Touring der Elektrokombi erwartet. Parallel dazu wird die neue 3er-Reihe mit Verbrennungsmotoren (Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid) neu vorgestellt, die optisch stark an das futuristische Design der Neuen Klasse angelehnt ist, technisch jedoch auf der bewährten CLAR-Architektur basiert.
Technisch setzt der i3 auf eine 800-Volt-Architektur, die extrem kurze Ladezeiten ermöglicht: In nur zehn Minuten soll Strom für 300 Kilometer nachgeladen werden können, wobei die maximale Ladeleistung bei 400 kW liegt. Die Reichweiten dürften mindestens 750 Kilometer betragen, während das Leistungsspektrum von 200 kW bis hin zu einem viermotorigen M-Modell mit über 1.000 kW reicht. Im Innenraum ersetzt das neue "Panoramic Vision" – ein Head-up-Display über die gesamte Breite der Windschutzscheibe – zusammen mit einer KI-gestützten Sprach- und Touchbedienung das klassische iDrive-System.
Cupra Raval

Mit dem Cupra Raval bringt der Volkswagen-Konzern 2026 seinen ersten Elektro-Kleinwagen auf den Markt. Das Modell basiert auf der neuen MEB+-Plattform, einer speziell für kompakte Fronttriebler optimierten Architektur, und wird im spanischen Werk Martorell gefertigt. Der rund vier Meter lange Raval markiert damit den Startschuss für eine neue Generation von Einstiegsstromern des Konzerns, zu denen auch Pendants von VW (ID. Polo) und Škoda (Epiq) zählen werden.
Technisch bietet Cupra den Raval in verschiedenen Leistungsstufen an, wobei das Spektrum von einem 100 kW (136 PS) starken Basismodell bis hin zur sportlichen VZ-Variante mit 166 kW (225 PS) reicht. Bei der Batteriekapazität können Kunden zwischen einem 38-kWh-Akku für den Stadtverkehr und einer größeren 56-kWh-Einheit wählen, die Reichweiten von bis zu 450 Kilometern nach WLTP ermöglicht. Dank der DC-Schnellladefunktion mit bis zu 130 kW lässt sich die Batterie unter idealen Bedingungen in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Ein elektronisch gesteuertes Sportfahrwerk in den Topversionen unterstreicht dabei den Cupra-Anspruch auf Fahrdynamik.
Hyundai Ioniq 3

Der Hyundai Ioniq 3 wird als neues Einstiegsmodell der Ioniq-Reihe im sogenannten B-Segment – also Kleinwagen in Polo-Größe – positioniert. Er feierte seine Premiere als "Concept Three" auf der IAA 2025. Das E-Auto für Jedermann basiert auf einer 400-Volt-Variante der bewährten E-GMP-Plattform und soll die steigende europäische Nachfrage nach kleineren, erschwinglicheren Stromern bedienen. Gefertigt wird das Modell im türkischen Werk İzmit, wobei das Design der neuen Sprache "Art of Steel" folgt, die skulpturale Linien mit den markentypischen Pixel-Lichtsignaturen kombiniert.
Technisch bietet der rund 4,29 Meter lange Kompaktwagen einen 150 kW starken Frontantrieb und wird mit zwei Batteriegrößen erhältlich sein, die Reichweiten von bis zu 587 Kilometern ermöglichen. Ein besonderer Fokus liegt auf der digitalen Architektur: Das neue Betriebssystem "Pleos" ermöglicht Over-the-Air-Updates und eine tiefe Personalisierung des Innenraums. Noch 2026 soll der Dreier in Europa starten und hier die Präsenz der Koreaner weiter ausbauen.
Kia EV2

Auch der Kia EV2 wird 2026 im gleichen Segment starten. Mit einer Länge von etwa vier Metern positioniert er sich als erschwinglicher Einstieg unterhalb des EV3 und tritt gegen Konkurrenten wie den VW ID. Polo oder den Renault 5 an. Optisch übernimmt das Serienfahrzeug die markante "Box-SUV"-Optik der Konzeptstudie, geprägt durch das "Opposites United"-Design mit vertikalen LED-Scheinwerfern, einer flachen Haube und einer nach oben stark eingezogenen Karosserie. Mit einem erwarteten Einstiegspreis zwischen 25.000 und 30.000 Euro soll der in der Slowakei produzierte Stromer die Elektromobilität für eine breitere Masse zugänglich machen.
Technisch basiert der EV2 auf einer kostenoptimierten 400-Volt-Version der E-GMP-Plattform und wird voraussichtlich mit zwei Batterieoptionen angeboten: Einem kleineren LFP-Akku für ca. 300 Kilometer Reichweite sowie einer größeren 62-kWh-Variante (NMC), die bis zu 440 Kilometer ermöglichen könnte. Der Innenraum ist auf urbane Vielseitigkeit ausgelegt und bietet trotz kompakter Maße ein flexibles Platzangebot mit einem flachen Boden sowie Funktionen wie Vehicle-to-Load (V2L) und Over-the-Air-Updates. Ein Novum im Interieur ist das prominente, separat aus dem Armaturenbrett herausragende Infotainment-Display, das die bisherige durchgängige Bildschirmeinheit von Kia ablöst.
Mercedes-Benz 2026: Offensive mit EQ-Technologie
2026 rollt die massive Elektro-Offensive von Mercedes-Benz so richtig los. Die Schwaben setzen dabei primär auf zwei neue Plattform-Architekturen mit 800-Volt-Technik. Im Fokus steht die neue MMA-Plattform für die Kompaktklasse: Während die CLA-Limousine bereits auf den Straßen rollt, folgen im März der CLA Shooting Brake und im Frühjahr der neue GLB EQ. Den Abschluss dieser Reihe bildet Ende 2026 der neue GLA EQ.
Parallel dazu führt Mercedes in der Mittelklasse die MB.EA-Architektur ein. Wichtigster Vertreter ist hier der GLC EQ, dessen Markteinführung im Mai beginnt. Im Herbst 2026 zieht diese Technik auch in die neue elektrische C-Klasse ein, die mit Reichweiten von bis zu 850 km glänzen soll. Auch bei den Vans gibt es einen Generationenwechsel: Im Frühjahr startet der VLE EQ auf der neuen VAN.EA-Plattform als moderner Nachfolger der V-Klasse. Abgerundet wird das Programm durch technische Updates (inkl. 800 Volt) für das Oberklasse-Modell EQS sowie durch hochperformante Ableger von AMG, darunter der elektrische Viertürer AMG GT XX.
Mercedes GLA mit EQ-Technologie

Der kommende Mercedes GLA EQ soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 den bisherigen EQA ablösen und dabei optisch wie technisch neue Wege gehen. Mit einer Länge von rund 4,50 Metern orientiert sich das Design stärker an einem dynamischen Crossover-Stil mit kurzer Motorhaube und runder Frontgestaltung, ähnlich dem größeren GLC EQ. Technisch profitiert der kompakte Stromer massiv von der neuen 800-Volt-Architektur, die Ladeleistungen von bis zu 250 kW ermöglicht. Bei den Antrieben markieren einmotorige Varianten mit Heckantrieb und 200 kW (272 PS) den Start, während später Allradversionen mit 260 kW (354 PS) folgen dürften.
In puncto Reichweite setzt Mercedes auf zwei Batterie-Optionen: Eine 58-kWh-Basis mit LFP-Zellen für etwa 500 bis 550 Kilometer sowie ein großer 85-kWh-Akku mit NMC-Chemie, der eine Langstreckentauglichkeit von bis zu 750 Kilometern verspricht. Während die rein elektrische Version den Anfang macht, werden die Hybrid-Varianten auf derselben Multi-Energie-Basis voraussichtlich Anfang 2027 folgen, wobei der Einstiegspreis für den neuen GLA EQ über der 50.000-Euro-Marke liegen dürfte.
Mercedes GLB mit EQ-Technologie
Der neue elektrische Mercedes GLB ersetzt den EQB und startet zunächst mit zwei Elektro-Varianten: dem GLB 250+ (200 kW, Heckantrieb, bis 631 km WLTP-Reichweite) und dem GLB 350 4MATIC (260 kW Systemleistung, Allrad). Beide nutzen eine 85-kWh-Batterie, die an Schnellladesäulen mit bis zu 320 kW lädt (10 Min. für 260 km). Bei den Abmessungen wächst der SUV auf 4,73 m Länge und einen Radstand von 2,86 m, was einen variablen Innenraum mit optional sieben Sitzen sowie ein Kofferraumvolumen von 540 bis 1.715 Liter (plus 127 l Frunk) ermöglicht. Technisch punktet das Modell mit dem MBUX Superscreen, KI-Integration und einer Anhängelast von bis zu zwei Tonnen (beim 350 4MATIC), während die Preise bei 59.048 Euro beginnen.
Mercedes VLE mit EQ-Technologie

Mit dem VLE präsentiert Mercedes ab 2026 den Nachfolger des EQV. Das Modell basiert auf der dedizierten VAN.EA-Plattform und ist konsequent auf maximale Effizienz und Langstreckentauglichkeit getrimmt. Auch hier kommt das leistungsfähige 800-Volt-System zum Einsatz, das Ladeleistungen von bis zu 320 kW ermöglichen soll. Wie effizient dieses Paket arbeitet, demonstrierte ein Vorserienfahrzeug eindrucksvoll auf einer Testfahrt von Stuttgart nach Rom: Die über 1.000 Kilometer lange Strecke wurde mit nur zwei kurzen Ladestopps von jeweils 15 Minuten bewältigt. In der Praxis ist damit eine realistische Reichweite von deutlich über 500 Kilometern zu erwarten.
Mit einer gestreckteren Silhouette und bündig integrierten Lichtmodulen wirkt der VLE deutlich moderner als die aktuelle V-Klasse, die er mittelfristig ablösen wird. Der Innenraum zeigt sich dabei hochflexibel und bietet Platz für bis zu acht Personen, wobei die technische Ausstattung mit dem neuen Betriebssystem MB.OS und Optionen wie einem 65-Zoll-Kinoscreen neue Maßstäbe im Van-Segment setzen soll. Trotz der klaren Ausrichtung auf die Elektromobilität bleibt Mercedes flexibel: Dank einer hohen Teilegemeinsamkeit mit der Verbrenner-Plattform Van.CA können beide Antriebswelten effizient auf einer Linie gefertigt werden, um weltweit auf unterschiedliche Marktanforderungen reagieren zu können.
Nissan Micra

Nissan schickt nach über vier Jahrzehnten die sechste Generation des Micra ins Rennen, die ab Anfang 2026 die Straßen elektrisch erobern soll. Der neue Kleinwagen nutzt als enger Verwandter des Renault 5 die moderne AmpR-Small-Plattform, setzt sich optisch jedoch von seinem französischen Allianz-Partner ab. Während der Renault auf kantige Retro-Elemente setzt, besticht der in London gestaltete Micra durch weiche Rundungen und kreisförmige LED-Leuchtelemente an Front und Heck. Trotz der identischen Abmessungen von knapp unter vier Metern Länge verleiht das dem Japaner einen ganz eigenen, sympathischen Charakter.
Technisch bietet der Micra zwei Leistungsstufen und Batteriegrößen an: Das Basismodell startet mit einem 40-kWh-Akku und 90 kW (122 PS) für eine Reichweite von rund 310 Kilometern, während die stärkere Version mit 110 kW (150 PS) und einem 52-kWh-Akku bis zu 400 Kilometer weit kommt. Dank integrierter Wärmepumpe und Google-basierter Software im Cockpit inklusive Android Automotive ist der Stromer bestens für den Alltag gerüstet. Das Interieur überzeugt mit modernen Stoffen und intuitiven Kippschaltern für die Klimatisierung, kämpft jedoch klassentypisch mit einem knappen Platzangebot im Fond. Bestellbar ist der neue Micra bereits seit September 2025 zu Preisen ab 27.990 Euro, womit er sich preislich fast auf Augenhöhe mit dem Renault 5 positioniert.
Porsche Cayenne und Cayenne Coupé Electric

Während die aktuelle Verbrenner-Generation des Porsche Cayenne parallel weitergebaut wird, basiert der vollelektrische Cayenne auf der völlig neu entwickelten PPE-Architektur (Premium Platform Electric). Das Fahrzeug wächst in der Länge auf fast fünf Meter und bietet dank eines auf 3,02 Meter verlängerten Radstands deutlich mehr Platz im Innenraum als seine fossilen Geschwister. Im Herbst folgt das elektrische Porsche Cayenne Coupé.
Hier wie da leistet das Topmodell Turbo im Launch-Control-Modus 850 kW (1.156 PS) und bietet ein Drehmoment von bis zu 1.500 Nm, womit es in nur 2,5 Sekunden auf 100 km/h sprintet. Das Herzstück ist eine 113-kWh-Batterie mit 800-Volt-Technik, die Rekord-Ladeleistungen von bis zu 400 kW ermöglicht. Damit lässt sich der Akku in weniger als 16 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden. Besonders innovativ ist das Thermomanagement mit doppelseitiger Kühlung sowie die Option auf induktives Laden in der heimischen Garage. Trotz des Fokus auf Performance bleibt der Cayenne ein Nutztier und bietet eine beeindruckende Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen.
Renault Twingo

Renault lässt die Ikone der 90er-Jahre als rein elektrisches City-Car wiederauferstehen und setzt dabei konsequent auf Retro-Charme. Der neue Twingo E-Tech Electric soll bereits im März 2026 zu den Händlern rollen. Er punktet durch seine kompakte Länge von nur 3,79 Metern und einen kleinen Wendekreis von unter 10 Metern. Trotz der geringen Außenmaße bleibt die Variabilität ein Kernmerkmal: Ein flexibles Raumkonzept mit verschiebbaren Rücksitzen ermöglicht ein Kofferraumvolumen von bis zu 360 Litern, während der umklappbare Beifahrersitz sogar den Transport von bis zu zwei Meter langen Gegenständen erlaubt.
Technisch setzt Renault auf einen robusten 27,5-kWh-LFP-Akku, der eine alltagstaugliche Reichweite von bis zu 263 Kilometern nach WLTP ermöglicht. Ein besonderer Pluspunkt für den deutschen Markt ist die serienmäßige Ausstattung mit DC-Ladefähigkeit, wodurch der Twingo mit bis zu 50 kW in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden kann. An der heimischen Wallbox zieht der kleine Franzose zudem serienmäßig 11 kW, was ihn deutlich von der schwächeren Konkurrenz im Einstiegssegment abhebt. Mit einem anvisierten Basispreis von unter 20.000 Euro für das Modell "Evolution" und einer hochwertigen "Techno"-Version inklusive Google-Integration und digitalem Avatar "Reno" positioniert sich der in Slowenien gefertigte Stromer als preiswerte Antwort auf die kommende Konkurrenz von VW und Co.
Skoda Epiq

Mit dem Skoda Epiq bringen die Tschechen Mitte 2026 ein vollelektrisches Einstiegsmodell auf den Markt, das die neue Designsprache "Modern Solid" erstmals vollständig in die Serie überführt. Das rund 4,10 Meter lange Crossover-SUV setzt auf ein robustes Erscheinungsbild mit markanten T-förmigen LED-Lichtsignaturen und dem sogenannten "Tech-Deck-Face" an der Front. Während das Exterieur durch eine minimalistische Linienführung und funktionale Details wie eine markante Dachreling besticht, bietet der Innenraum trotz kompakter Abmessungen ein beachtliches Kofferraumvolumen von 475 Litern. Im Cockpit kehrt Skoda zu physischen Bedienelementen zurück.
Technisch basiert der Epiq auf der neuen MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns, die speziell für kompakte Elektrofahrzeuge mit Frontantrieb entwickelt wurde. Für den Antrieb sind zwei Leistungsstufen mit etwa 160 und 190 PS sowie zwei Batteriegrößen vorgesehen: Ein kostengünstiger 38-kWh-LFP-Akku für die Basisversion und eine größere 56-kWh-Variante, die eine WLTP-Reichweite von bis zu 425 Kilometern ermöglichen soll. Dank einer Ladeleistung von maximal 125 kW lässt sich der Energiespeicher in rund 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent füllen, zudem unterstützt das Fahrzeug bidirektionales Laden zur Stromabgabe an externe Geräte. Mit einem anvisierten Einstiegspreis von rund 25.000 Euro soll der in Pamplona gefertigte Epiq die Elektromobilität für eine breitere Käuferschicht zugänglich machen.
Toyota C-HR+

Mit dem kommenden C-HR+ erweitert Toyota sein europäisches Elektro-Portfolio 2026 um einen markanten Tiguan – pardon – ID.4-Gegner. Obwohl der Name eine Nähe zum bekannten Hybrid-Modell suggeriert, basiert die rein elektrische Plus-Variante auf der dedizierten e-TNGA-Plattform und bietet mit rund 4,52 Metern Länge sowie elf Zentimetern mehr Radstand ein deutlich großzügigeres Raumangebot. Im Interieur orientiert sich der C-HR+ am größeren bZ4X, setzt jedoch auf eine modernisierte Software inklusive serienmäßiger Batterievorkonditionierung und ein Cockpit-Layout mit hochgesetztem Digitalinstrument.
Technisch bietet Toyota drei Antriebskonfigurationen an: Das Einstiegsmodell kombiniert eine 57,7-kWh-Batterie mit einem 123 kW (167 PS) starken Frontmotor für eine Reichweite von bis zu 456 Kilometern. Für höhere Ansprüche stehen zwei Varianten mit einem 77-kWh-Akku zur Wahl, die entweder als effizienter Fronttriebler mit 165 kW (224 PS) und beachtlichen 609 Kilometern Reichweite oder als leistungsstarkes Allradmodell mit 252 kW (343 PS) antreten. Die Ladeleistung liegt bei bis zu 150 kW am DC-Schnelllader, was den Akku in etwa 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent füllt. Preislich startet der elektrische Crossover bei rund 40.000 Euro.
Volvo EX-60

Mit der Weltpremiere Ende Januar 2026 läutet Volvo die nächste Phase seiner Elektro-Strategie ein und bringt mit dem EX60 das elektrische Pendant zum aktuellen Bestseller XC60 auf den Markt. Das neue Mittelklasse-SUV positioniert sich zwischen dem kompakten EX40 und dem großen EX90 und soll bereits in der ersten Jahreshälfte 2026 im schwedischen Stammwerk Torslanda vom Band laufen. Optisch folgt der Neuling der aktuellen Designsprache der Marke, wie erste Teaser der Heckpartie mit den charakteristischen, versetzten LED-Streifen bestätigen, wobei noch offenbleibt, ob der EX60 den XC60 langfristig komplett ersetzt oder das Portfolio zunächst ergänzt.
Technologisch markiert der EX60 einen Meilenstein für Volvo, da er als erstes Modell auf der neuen SPA3-Plattform basiert. Diese Architektur nutzt erstmals das "Mega-Casting"-Verfahren, bei dem große Teile der Fahrwerksstruktur aus einem einzigen Aluminium-Gussteil gefertigt werden, was Gewicht spart und die Verwindungssteifigkeit erhöht. Zudem ermöglicht die Plattform ein sogenanntes "Cell-to-Chassis"-Design, bei dem die Batteriezellen direkt in die Fahrzeugstruktur integriert werden, um den Bauraum effizienter zu nutzen und die Energiedichte des Akkusystems zu steigern.
Smart #2

Mit dem Smart #2 besinnt sich die Marke auf ihre Wurzeln als Pionier für städtische Mobilität zurück. Auf einer Gesamtlänge von unter drei Metern bleibt der Zweisitzer seinen ultrakompakten Abmessungen treu, bietet aber dank der neuen, eigens entwickelten ECA-Architektur (Electric Compact Architecture) ein deutlich moderneres technisches Fundament. Während das Exterieur und der komplett neu gestaltete Innenraum unter der Federführung des Mercedes-Benz Designteams entstehen, sorgt das Joint Venture mit Geely für einen effizienten Elektroantrieb.
Technisch macht der Smart #2 einen großen Sprung nach vorne und soll eine praxisnahe Reichweite von mindestens 250 Kilometern bieten – nahezu eine Verdoppelung gegenüber dem Vorgängermodell. Erreicht wird dies voraussichtlich durch ein im Fahrzeugboden integriertes Batteriepaket mit bis zu 30 kWh Kapazität, das gleichzeitig als tragendes Element der Karosserie dient und so die Sicherheit im kompakten A-Segment erhöht. Die Weltpremiere ist für Ende 2026 geplant, wobei die ersten Auslieferungen in Europa für das Frühjahr 2027 erwartet werden. Trotz der Produktion in China und der engen Kooperation mit Geely wird der Smart #2 kein klassisches Billigauto: Von rund 25.000 Euro darf man ausgehen, womit er sich gegen Konkurrenten wie den Hyundai Inster oder den kommenden VW ID.1 behaupten muss.
VW ID.Polo

Mit dem ID. Polo bringt Volkswagen im September 2026 den lang erwarteten elektrischen Kleinwagen, der die Elektromobilität durch einen angepeilten Basispreis von unter 25.000 Euro massentauglich machen soll. Das günstige Basismodell wird aber noch auf sich warten lassen – gestartet wird mit besser ausgestatteten Topmodellen. Technisch basiert der rund 4,05 Meter lange Kleinwagen auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform, die erstmals als reiner Fronttriebler konzipiert ist. Im Gegensatz zu den größeren ID-Modellen verzichtet das Fahrzeug auf Hochvolttechnik im Heck, was einen für diese Klasse beachtlichen Kofferraum von bis zu 435 Litern ermöglicht. Das Design und die Materialqualität soll sich wieder stärker an traditionellen Markenwerten wie dem Golf IV orientieren, wobei Volkswagen im Innenraum auf echte Lenkradtasten und ein ausgewogenes Bedienkonzept setzt.
Für den Antrieb stehen zunächst drei Leistungsstufen zwischen 85 kW (115 PS) und 155 kW (211 PS) zur Auswahl, die mit zwei Batteriegrößen kombiniert werden können. Während der 37-kWh-Akku auf LFP-Basis vor allem für den Stadtverkehr mit rund 300 Kilometern Reichweite ausgelegt ist, ermöglicht die größere 52-kWh-Variante mit NMC-Zellen Distanzen von bis zu 450 Kilometern nach WLTP. Mit Ladeleistungen von bis zu 130 kW lässt sich die große Batterie in etwa 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen. Fahrwerksseitig setzt VW auf eine straffe, aber komfortable Abstimmung mit einer klassischen Verbundlenkerachse hinten.
VW ID. Tiguan

Volkswagen plant für Ende 2026 eine tiefgreifende Neuausrichtung des ID.4. Das Modell soll dann technisch auf einer signifikant weiterentwickelten Version des Modularen E-Antriebs-Baukastens (MEB+) basieren und optisch einen radikalen Bruch mit der bisherigen ID-Designsprache bilden. Statt der gewohnten rundlichen Formen orientiert sich der kommende Stromer an der geradlinigen und markanten Optik des neuen Tiguan sowie der Designstudie ID.2all. Durch eine flachere Silhouette und ein Plus an Dynamik soll die visuelle Lücke zwischen der Verbrenner- und der Elektrowelt geschlossen werden, was sich voraussichtlich auch in der Namensgebung widerspiegelt: Um die Strahlkraft bekannter Marken zu nutzen, steht eine Bezeichnung als ID.Tiguan im Raum.
Technologisch verspricht VW mit dem Wechsel auf die MEB+-Plattform einen "riesigen Sprung nach vorn", der vor allem die Effizienz und die Alltagstauglichkeit betrifft. Durch den Einsatz neuer Einheitszellen und einer optimierten Leistungselektronik sollen Reichweiten von bis zu 700 Kilometern nach WLTP realisierbar sein, während die Ladeleistung auf bis zu 200 kW steigt. Ein zentraler Fokus liegt zudem auf der Korrektur bisheriger Kritikpunkte im Interieur: Volkswagen verabschiedet sich von den umstrittenen Touch-Flächen und setzt künftig wieder auf haptische Tasten am Lenkrad sowie eine intuitivere Bedienlogik mit hochwertigeren Materialien. In der Modellhierarchie wird der elektrische Tiguan eine zentrale Rolle einnehmen, während das coupéhafte Schwestermodell ID.5 aufgrund der Marktfokussierung voraussichtlich entfallen wird.







