Formel 1 Technik-Vergleich: So unterscheiden sich die Nasen der neuen Autos

Frontflügel-Check in Bahrain
Nasen-Vergleich der neuen Autos

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.02.2026
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Die insgesamt sechstägigen Testtage in Bahrain waren für Technik-Begeisterte ein Fest. Endlich konnten die Medienvertreter die neuen Autos aus nächster Nähe beobachten und vor allem fleißig Bilder knipsen. Jedes noch so kleine Detail an den elf Rennwagen wurde fotografiert. In der Boxengasse konnten die Ideen der hochbezahlten Ingenieure nicht mehr versteckt werden.

Dazu zählen auch die Frontflügel, die 2026 komplett anders aussehen als in den Jahren zuvor. Sie sind schmaler und die Nasen liegen nun nicht mehr geschlossen auf den Flügelelementen auf. Das erinnerte einige Fans und Beobachter an längst vergangene Zeiten. Hier wird gerne der Vergleich zum zweiten Teil der 2000er-Jahre gezogen.

Wir haben uns mal auf die Lauer gelegt und die verschiedenen Designs der Teams genauer unter die Lupe genommen. Dabei ist aufgefallen, dass die meisten Frontflügel am hinteren Element stark geschwungen sind. Am extremsten geht hier das Weltmeister-Team vor. Der McLaren MCL40 von Champion Lando Norris zeichnet ein stark geschwungenes S. Das sticht am meisten ins Auge, wenn man davor steht und von oben draufblicken kann.

Red Bull mit Update

Zudem hat der Papaya-Flitzer stark gebogene Endplatten. Das soll für Outwash sorgen, damit die Luft außen um die Vorderräder herumfließt. Die schmale Nase haben die Ingenieure von allen Teams am weitesten nach unten gezogen.

Konkurrent Red Bull hat in der zweiten Testwoche (18. bis 20. Februar) noch ein kleines Update nach Bahrain gebracht. Der Frontflügel des RB22 bekam ein Lifting. Am Hauptblatt sind nun Wellen von der Nasenspitze bis zur Endplatte zu erkennen.

Mercedes hat ebenfalls noch einmal nachgelegt. Im Fahrerlager gelten die Silberpfeile nach den bisherigen Eindrücken und dem starken Antrieb, um den weiterhin debattiert wird, als Top-Favoriten. Doch auch neben dem Motor liefert Mercedes ab. Für die zweiten Tests im Wüstenstaat gab es ein frisches Aerodynamikpaket, das auch den Frontflügel betrifft.

Das horizontale Leitblech an der Endplatte ist neu. Hier soll die Luft getrennt werden, um nicht alleine auf den Vorderreifen zu treffen, sondern ein Teil soll außen herum am Silberpfeil vorbei fließen. Das Hauptblatt ist bauchig geschwungen und wirkt wie ein breites U.

Red Bull - Bahrain-Test 2026 - Formel 1
xpb

Ferrari ohne Überraschung

Ein Team hatte bei den letzten Testfahrten vor dem Saisonstart in Melbourne (8.3.) das Paddock überrascht: Ferrari. Die Roten hatten am Heck zwei innovative Lösungen präsentiert. Zum einen scheint der vom Auspuff angeblasene Diffusor zurückzukehren, zum anderen schockte das um 180 Grad rotierende Element am Heckflügel die Gegner.

Am Frontflügel hingegen ist der Ferrari weniger aggressiv gestaltet als die Konkurrenz. Verglichen mit den anderen Top-Teams ist die Unterkante des vorderen Elements nahezu gerade. Die Nase ist wie beim McLaren relativ schmal geschnitten, aber im Vergleich zum Rivalen sind die Stelzen weit nach außen gerichtet.

Audi - Bahrain-Test 2026 - Formel 1
ams

Audi mit breiter Nase

Im restlichen Feld fällt der Aston Martin mit seiner extrem breiten Nase auf. Der Flügel selbst ist jedoch kaum geschwungen. Auch bei Neuling Audi setzt man auf eine breite Nase, deren Stelzen etwas nach außen abstehen. Dafür haben die Ingenieure dem hinteren Element am Frontflügel eine Welle verpasst.

Erwähnenswert beim Blick auf die Autos war der neue Alpine. Am A526 ist der untere Teil des Flügels Richtung der Endplatten aufsteigend. Es wirkt wie eine Rampe. So extrem war das bei keinem anderen Team zu beobachten.

In unserer Bildergalerie haben wir alle weiteren Schnappschüsse der elf Rennställe und ihrer Frontflügel-Kreationen zusammengestellt.

Fazit