Antonio Felix Da Costa - Berlin - Formel E - 2020 - Rennen 1 FE
Mercedes - Formel E - 2019
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Formel E Berlin - Rennen 1

Perfekter Start für Da Costa

Antonio Felix da Costa hat das erste Rennen des Formel-E-Final-Sixpacks in Berlin gewonnen. Hinter dem stark aufgeigenden Portugiesen erkämpfte sich Porsche-Pilot André Lotterer Rang zwei. Auch Mercedes startete erfolgreich in den Endspurt.

Nach mehr als fünf Monaten Pause fährt die Formel E endlich wieder. Weil die Elektro-Serie nur in den Zentren großer Metropolen und nicht auf permanenten Rennstrecken unterwegs ist, hatten viele Städte den Promotern aus Angst vor Corona-Ansteckungen abgesagt. Am Ende sprang Berlin ein, wo die Saison nun mit sechs Rennen in Folge beendet wird.

Dass die Bedenken einiger Städte nicht unbegründet sind, zeigten die Auswertungen der verpflichtenden Corona-Tests an der Strecke. Von 1.421 Proben aus dem Formel-E-Zirkus wurden zwei positive Fälle erkannt. Dabei handelte es sich um niemand geringes als Serienchef Alejandro Agag und Mahindra-Teamchef Dilbagh Gill. Beide mussten in Berlin in ihren Hotelzimmern isoliert werden.

Antonio Felix Da Costa - Berlin - Formel E - 2020 - Rennen 1
FE
Am Start sah es noch nach einem Techeetah-Doppelsieg aus.

Trotzdem ging die Show auf dem ehemaligen Flughafen in Tempelhof natürlich weiter. Am Mittwochabend stand das erste Rennen auf dem Programm. Der Neustart wurde am Ende zur ganz großen Show von Antonio Felix da Costa. Der Portugiese raste überlegen auf die Pole Position und fuhr dann im Rennen einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause.

Den Extra-Punkt für die schnellste Rennrunde schnappte sich der Techeetah-Pilot auch noch. Weil fast die gesamte Titel-Konkurrenz schwächelte, konnte Da Costa seine Meisterschaftsführung um den maximal möglichen Wert von 30 Punkten auf nun 41 Zähler ausbauen.

Lotterer kämpft sich auf Rang zwei

Beim Kampf um Rang zwei wurde es deutlich spannender. Da Costas Teamkollege Jean-Eric Vergne hatte sich im Qualifying den zweiten Platz in der ersten Startreihe gesichert. Doch im Rennen ging dann nicht mehr viel für den Vorjahresmeister. Wegen technischer Probleme wurde Vergne Position um Position durchgereicht. Eine Runde vor dem Ziel gab der Franzose frustriert auf.

André Lotterer - Berlin - Formel E - 2020 - Rennen 1
Porsche
Porsche-Pilot André Lotterer kämpfte sich mit einem starken Schlussspurt noch auf Rang zwei.

Einer der Nutznießer davon war André Lotterer. Der Duisburger Porsche-Pilot war von Rang drei losgefahren, kämpfte im Rennen aber zu Beginn mit Problemen. Weil er die sogenannte "Attack-Zone" nicht korrekt überfahren hatte, musste er die zeitraubende Schleife ein zusätzliches Mal drehen, wodurch er zwischenzeitlich ein paar Plätze verlor.

Doch weil Porsche in der Corona-Pause offenbar einen ordentlichen Sprung bei der Effizienz des Antriebs gelungen ist, konnte Lotterer in der Schlussphase noch eine furiose Aufholjagd hinlegen. In der letzten Runde zog er dank seines Energie-Vorteils schließlich auch noch an Virgin-Pilot Sam Bird vorbei und sicherte sich damit den zweiten Platz auf dem Podium.

Mercedes konnte mit Nyck de Vries auf Position vier und Stoffel Vandoorne auf Platz sechs auch einen gelungenen Berlin-Auftakt verbuchen. Die beiden Audi-Piloten Lucas di Grassi (8) und René Rast (10) sammelten ebenfalls Punkte. Der DTM-Champion von 2017 und 2019 feierte damit ein ordentliches Debüt als Audi-Werksfahrer in der Formel E.

René Rast - Berlin - Formel E - 2020 - Rennen 1
Audi
Bei seinem ersten Formel-E-Rennen für Audi sammelte René Rast immerhin einen WM-Punkt.

Strafen für Abt und Günther

Daniel Abt, den Rast beim Ingolstädter Werksteam ersetzte, konnte mit seinem neuen Team NIO nicht ganz so glänzen. Der Allgäuer wurde wegen zu hohem Tempo in der Safety-Car-Phase mit einer nachträglichen 5-Sekunden-Strafe belegt, was am Ende Rang 18 bedeutete, aber an den verpassten Punkteplätzen nichts änderte.

Auch Maximilian Günther bekam nach dem Rennen Ärger mit den Schiedsrichtern. Der Oberstdorfer war auf Rang acht ins Ziel gefahren, wurde aber nachträglich disqualifiziert, weil er die maximal erlaubte Energiemenge von 45 kWh überschritten hatte. Erst durch den Ausschluss Günthers war Rast noch in die Punkte gerutscht.

Zu viel Zeit zum Feiern und zum Ärgern haben die Piloten nicht. Bei sechs Berlin-Rennen in neun Tagen geht es nun Schlag auf Schlag. Schon am Donnerstag (Rennstart 19 Uhr) geht es mit dem zweiten Teil der Final-Serie weiter.

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