Porsche - Formel E 2021 - Mexiko - Puebla- Pascal Wehrlein Porsche/Richard Pardon

Formel E in Mexiko: Doppeltes Drama für Wehrlein

Formel E in Mexiko 2021 Doppeltes Drama für Pascal Wehrlein

Aufgrund eines Formfehlers wurde dem Porsche-Piloten Pascal Wehrlein ein dominanter Erfolg am Samstag aberkannt. Stattdessen freute sich Audi über einen Doppelsieg. Lauf zwei gewann der ehemalige DTM-Pilot Edoardo Mortara (Venturi Racing), Wehrlein flog wegen einer Fünf-Sekunden-Strafe vom Podium.

Die Kombination aus der Formel E und einer permanenten Rennstrecke scheint für Drama vorherbestimmt zu sein. Nachdem bereits das Wochenende in Valencia für lange Debatten bezüglich der Energiemenge gesorgt hatte, sollte auch das Gastspiel auf dem Autódromo Miguel E. Abed im Südosten von Mexiko-Stadt wieder reichlich Potential für Diskussionen mit sich bringen.

Im Mittelpunkt des Wochenendes stand der 26-jährige Porsche-Pilot Pascal Wehrlein, der zunächst sportlich glänzte. In der Qualifikation für das Samstags-Rennen fuhr der Deutsche eine starke Pole-Position vor Oliver Rowland (Nissan) und Jake Dennis (BMW) heraus. Im Rennen gewann er zunächst souverän den Start und hatte dann ein gutes Timing bei der Aktivierung der beiden Attack-Modes.

Über die Distanz von 45 Minuten und einer Runde war Wehrlein schlussendlich nicht zu schlagen. Dahinter liefen die beiden Audi von Lucas di Grassi und René Rast ins Ziel ein, die sich mit einer offensiven, aber trotzdem energiesparenden Taktik durch die hart umkämpfte Top-10 gearbeitet hatten.

Formula E, Puebla E-Prix 2021
Audi
Audi konnte nach langer Durststrecke mal wieder einen (Doppel-)Sieg bejubeln.

Porsche kritisiert Härte

Nachdem die Rennleitung bereits während des Rennens eine Untersuchung von Pascal Wehrlein angekündigt hatte, folgte kurz nach Rennende die Disqualifikation des Deutschen. Der Grund wurde aber erst später ersichtlich: Dem Sportwagenbauer war sowohl bei Pascal Wehrlein als auch beim Teamkollegen André Lotterer ein Formfehler bei der Anmeldung der Reifen unterlaufen. Michelin habe aufgrund der nicht erfolgten Anmeldung dann den Reifendruck nicht überprüfen können.

Während Porsche Einspruch gegen die aus ihrer Sicht viel zu harte Entscheidung einlegte, ließ Wehrlein seinen Frust in den sozialen Medien raus: "Ihr gebt uns drei Reifensets für das Wochenende. Wenn es so wichtig ist, welches der drei aufgezogen ist, kontrolliert es, verdammt noch mal, selbst, während wir eine halbe Stunde im Grid rumstehen." Glücklicher Dritter wurde der Venturi-Pilot Edoardo Mortara.

Verwirrung in Lauf 2

Etwas Linderung für Porsche brachte am Sonntag dann ein zweiter Startplatz von Wehrlein. Die Pole ging an den wiederholt schnellen Oliver Rowland. Edoardo Mortara setzte mit Rang 3 das nächste Ausrufezeichen für das Mercedes-Kundenteam Venturi, während das nominelle Werksteam am Sonntag mit größeren Problemen kämpfte.

Wie am Vortag zeigte der ehemalige DTM-Pilot Mortara eine gute Pace im Rennen und setzte sich im Zuge der Attack-Mode-Phasen an die Spitze – nachdem er schon in der Startphase Pascal Wehrlein überholt hatte. Wehrlein fuhr zwar nicht so dominant wie am Samstag, bekam aber dank eines starken Manövers gegen Oliver Rowland den zweiten Platz wieder. Nick Cassidy arbeitete sich mit einer klugen Strategie nach vorne und fuhr hinter Mortara und Wehrlein als Dritter ins Ziel.

Formel E/Sam Bloxham
Edoardo Mortara (Venturi Racing) feiert mit seinem Team den Sieg beim Sonntags-Rennen.

Wie am Vortrag griff die Rennleitung aber noch mal ein und bestrafte Stunden später Wehrlein für eine falsche Verwendung des Fanboosts. Obwohl die Untersuchung noch vor dem Ende des Rennens kommuniziert wurde, freute sich Wehrlein ausgiebig über das Podium. Erst im TV-Interview wurde der sichtlich irritierte Porsche-Pilot auf die Möglichkeit einer Zeitstrafe hingewiesen.

Nick Cassidy rutsche schließlich hoch auf Platz zwei, Oliver Rowland steht zumindest auf dem Papier auf dem Podium, und Pascal Wehrlein beendete das Wochenende nach Addition der Strafe immerhin auf Platz vier. Weiter geht es am 10. und 11. Juli auf dem Hafenkurs von New York.

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