21 respektive 16 Jahre ist es her, dass die Power-Versionen von E46 und E60/61 den Markt durcheinanderwirbelten. Für viele Fans sind genau diese M3 und M5 die letzten echten M-BMW.
Foto: Achim Hartmann
Henrik Sittko und Oliver Harsch sehen das genauso. Die beiden BMW-Liebhaber kennen sich schon lange, und in ihren Garagen und Hallen parken einige sportliche Bajuwaren. Ob M3 E30, 318iS, der selige 2002 und auch ein M 635 CSI – nicht zu vergessen die zwei Driftautos (E30 und E21).
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Wie gemacht für die Landstraße: Ein Umstieg in den 20 Jahre alten M3 E46 öffnet einem die Augen. Das Coupé ist handlich, leicht, agil und mit einem Meisterstück der Motorenbaukunst ausgestattet.
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O-Ton Henrik: "2016 habe ich meinen M3 E36 verkauft und mir den E46 für 14.500 Euro geholt." Nach und nach bekam sein 2001er-Auto den CSL-Style verpasst.
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Artgerechte Haltung: Volle Kraft voraus und den Hintern leicht rausgehängt, schon kommt Stimmung auf.
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1.570 Kilogramm, 4,49 Meter Länge, 1,78 Meter Breite und 1,37 Meter Höhe – diese Traummaße wirken auf jedem Kilometer. Ja, der E46 passt wie die Lieblingsjeans.
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Mittlerweile steht der Kilometerzähler bei 217.000. "Ich fahre halt gerne mit meinem M3", grinst der Eigner.
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Zu Henriks CSL-Nachbau zählt auch die Carbon-Airbox mit dem kompletten Software-Paket. "360 PS auf dem Prüfstand, und alles eingetragen", so der Besitzer stolz. Mit dem E46 (und dem Z4 M) endete die Ära des frei saugenden Reihensechszylinders.
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Es soll ein verbastelter M3 E46, ein USA-Import oder Rechtslenker sein? Dann reichen um die 15.000 Euro. Für rund 20.000 Euro findet man meist bessere Autos. Gute Auswahl, auch zahlreiche Cabrios im Angebot. Empfehlenswert: Autos mit Competition-Paket. Der begehrte CSL kostet mindestens 80.000 Euro.
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Power-Limo mit V10-Aroma: Der Zehnzylinder mit 507 PS prägt den Charakter des zeitlos schönen BMW E60. M5-Fahren in seiner speziellen Form.
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15.000 Euro hat Oli für den im Herbst 2006 zugelassenen Viertürer mit 198.000 Kilometern auf dem Tacho bezahlt.
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Neben den Motec-Rädern hat der 51-Jährige seinem V10-Boliden eine Supersprint-Abgasanlage und eine spezielle Ansaugbox gegönnt.
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Makelloser Innenraum. "Laut Diagnose-Software hat das Auto in 15 Jahren keinen einzigen Launch-Control-Start erlebt", grinst Oli.
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Tacho bis 330. Gegen Aufpreis bekam man den M5 mit einer Vmax von 305 km/h. "In fünf Jahren habe ich nur 5.000 Kilometer abgespult."
Foto: Achim Hartmann
Drehorgel: Der 5er wurde wegen seines herrlich verrückten V10-Motors zur Ikone. Weil er ein Solitär war, bei dem auch immer ein wenig Formel-1-Wahnsinn mitschwingt. Über die Powertaste ist der V10 von 400 auf 507 PS freigeschaltet.
Foto: Achim Hartmann
Billiger werden sie wohl nicht mehr: Nach einem Zwischentief unterhalb der 20.000-Euro-Grenze rangieren die meisten M5 E60 nun oberhalb dieser Schwelle. Aufpassen bei günstigen Importwagen und Bastelbuden. M5-Fans finden ein knapperes Angebot als beim M3. Der seltene Touring spielt kaum eine Rolle.
Foto: Achim Hartmann
Die Knackpunkte der R6- und V10-Triebwerke heißen Pleuellager und Ölpumpe. Beim Zehnzylinder Drosselklappen- und Leerlaufsteller sowie die Vanos-Einheiten checken. Auch das SMG-Getriebe – sechs Gänge beim 3er, sieben beim 5er – kann Ärger machen.
Foto: Rossen Gargolov
Sportliche Alternative: Nur von 1999 bis 2001 lief der erste Audi RS4 vom Stapel. Sein Erfolgsrezept: V6-Biturbomotor mit Biss und Sound, Handschaltung, Allrad und eine alltagstaugliche Kombikarosse. Unter 30.000 Euro kaum zu bekommen.
Foto: Hans-Dieter Seufert
Sportliche Alternative: Der Mercedes E 63 AMG wurde als Limousine oder T-Modell von 2006 bis 2009 gebaut. Der letzte, exakt 6.208 ccm große V8-Saugmotor aus Affalterbach leistet 514 PS bei 6.800 Umdrehungen. Kosten heute deutlich unter 20.000 Euro.