Porsche 911 GT3 R (992) Porsche
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Porsche 911 GT3 R (Typ 992): Bilder und Infos

Porsche 911 GT3 R (2023) GT3-Elfer in Spa vorgestellt

Parallel zum neuen Le-Mans-Prototyp 963 bereitet sich Porsche auch intensiv auf seine GT3-Zukunft vor. Der Rennableger des Typs 992 durchlief in den letzten Monaten ein intensives Testprogramm und geht ab dem kommenden Jahr an den Start. Im Rahmen des 24h-Rennens in Spa hat Porsche den Über-Elfer vorgestellt.

Der Sportwagen-Motorsport befindet sich aktuell in einem massiven Wandel. Sowohl bei den Prototypen als auch bei den GT-Rennwagen sorgen neue Reglements für zahlreiche neue Autos und Programme. Mit gleich zwei heißersehnten Rennwagen wird sich Porsche ab dem Jahr 2023 der vielfältigen Konkurrenz entgegenstellen. Denn neben dem LMDh-Prototyp für Le Mans, Daytona und Co. bringen die Zuffenhausener auch noch den neuesten Vertreter ihrer erfolgsverwöhnten GT3-Dynastie.

Im Vorlauf des 24h-Rennens von Spa hat Porsche den neuen GT3-Renner des Typs 992 vorgestellt. Der noch aktuelle Porsche 911 GT3 R auf Basis der ausgelaufenen Modellreihe 991.2 fuhr unter anderem Siege bei den 24-Stunden-Klassikern auf der Nordschleife und in Spa ein und war in der Saison 2020 das Meister-Fahrzeug des ADAC GT Masters. Sebastian Golz, der Projektleiter für den Nachfolger, erklärt: "Der Vorgänger war ein Volltreffer, die Messlatte liegt hoch. Wir arbeiten schon seit 2019 an dem neuen Auto. Die Regularien sind seit 2022 noch enger gefasst, da hat man nicht viel Spielraum für technische Optimierungen."

Besondere Anforderungen durch den Kundensport

Da der 911 GT3 R des Typs 992 im Gegensatz zu seinem großen Prototyp-Bruder ausschließlich für den Kundensport gedacht ist, standen die Ingenieure bei der Entwicklung vor anderen Herausforderungen. Zusätzlich zur verbesserten Performance galt es, die Kosten niedrig zu halten. Golz erklärt: "Wir sind bei Porsche mit dem GT3-Auto Business-Case-getrieben." Trotzdem überlegte man sich zahlreiche Verbesserungen.

"Wir fahren mit einem hochdrehenden Sauger mit einem schmalen Drehzahlfenster, das ist knifflig für die Piloten, besonders wenn die Drehzahl im Verkehr zu stark abfällt", erklärt Golz. "Unser Ziel war ein Triebwerk mit besserer Fahrbarkeit durch ein breiter nutzbares Fenster. Wir haben also unten mehr Drehmoment reingeschoben." Trotz des größeren Fokus auf das Drehmoment soll der feingetunte Sechszylinder des 992-Racers sogar zwischen 25 und 30 PS zugelegt haben. In einer Pressemitteilung sprechen die Stuttgarter von 565 PS (BOP-abhängig), die der Boxermotor leistet. Das Drehzahlband soll in einem breiteren Fenster nutzbar sein als beim alten GT3. Der Hubraum wächst um 200 ccm auf 4,2 Liter.

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Die Techniker aus Weissach und Zuffenhausen legten einen großen Fokus auf das Drehmoment, um die Fahrbarkeit weiter zu verbessern.

Spezielle Optik wegen des 911-Charakters

Weitere größere Änderungen gab es bei der Aerodynamik. Golz erläutert: "Der Vorgänger war aerodynamisch sensibel, besonders beim Unterboden." Hier konnten die Ingenieure durch eine überarbeitete Aero-Philosophie nicht nur die Stabilität, sondern auch die Effizienz des Abtriebs erhöhen. "Beim Diffusor sind wir konzeptbedingt wegen des Heckmotors eingeschränkt", hält Golz jedoch fest. "Wir können den Diffusor-Tunnel nicht so früh starten und nicht so steil stellen wie die Konkurrenz, uns fehlt wegen des Heckmotors der Platz. Und deshalb brauchen wir den großen Heckflügel."

Ein weiterer klassischer Malus des sonst so beliebten Heckmotor-Renners ist die höhere Belastung der Hinterreifen und der damit verbundene Verschleiß. Hier spielen gleich mehrere Faktoren zusammen: Gewichtsverteilung, Aero-Last, Radstand, Differenzial. "Durch eine Verschiebung der Bauteile konnten wir die Hinterachse entlasten", so Golz. Mehr Spielraum bei der Kinematik öffnet das Fenster für die Set-up-Einstellungen. Der große Flügel hinten soll für stabilen Abtrieb sorgen. Das hätte zur Folge, dass die konstantere Aerodynamik die Hinterreifen entlasten würde und ein Schwachpunkt des Heckmotor-Konzepts reduziert wäre. Verglichen mit dem Vorgänger soll der neue Elfer über ein besseres Handling verfügen.

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Der Hubraum des neuen GT3-Renners wächst von 4,0 auf 4,2 Liter an.

Gleiche DNA, trotzdem alles neu

Obwohl der neue 911 GT3 R in vielen Bereichen also wie eine stark verfeinerte Variante des aktuellen Elfers wirkt, ist er mehr als nur ein Facelift. Bei dem Auto handelt es sich um eine komplette Neuentwicklung. Ein passendes Beispiel sind die neuen Service- und Wartungskonzepte, die Golz und seine Mannschaft deswegen aufsetzen konnten. Ihr Ziel: schnellere Teilewechsel. "Bei wichtigen Tauschteilen gibt es keine Schrauben mehr, sondern sogenannte Quarterlocks", erklärt der GT3-Projektleiter. Set-up-Änderungen sind durch die Verwendung von Shims ohne Einmessung des Fahrwerks möglich. "Das erhöht die Tracktime. Wer weniger lang steht, kann länger fahren."

Testpilot Matt Campbell, der den vierrädrigen Neuling zusammen mit Kollegen unter anderem in Monza, Barcelona und Spa in die wohlwollende Mangel nahm, berichtet: "Der Vorgänger hatte ein paar kleine Schwächen auf verschiedenen Strecken, das wurde gezielt angegangen. Jetzt haben wir ein größeres Arbeitsfenster beim Set-up und damit eine bessere Fahrbarkeit. Auf Medium- und Highspeed-Strecken haben sich Balance und Fahrbarkeit besonders deutlich verbessert."

Weitere Verbesserungen lassen sich im Cockpit finden. Der Fahrersitz rückt weiter in die Fahrzeugmitte. Das ermöglicht eine ergonomisch bessere Sitzposition des Piloten. Das Lenkrad erhält ebenfalls eine Auffrischung mit neuen Bedienelementen, die sich bereits im Markenkpokal-Elfer 911 GT3 Cup und dem 911 RSR bewährt haben.

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Testpilot Matt Campbell lobt nach seiner Lenkradarbeit: "Im Vorgänger war Eau Rouge immer eine kleine Mutprobe. Beim ersten Test mit dem neuen GT3 in Spa fuhr ich sie nach drei Runden voll – und seither in jeder Runde."

Im Duo nach Le Mans

Auch wenn es keinesfalls schadet, dass sich Top-Piloten wie Campbell im 992-GT3-Ableger wohlfühlen, war eine verbesserte Fahrbarkeit für Amateure das Hauptziel des Modellwechsels, der von Vergleichsfahrten mit dem alten Elfer begleitet wurde. Campbell liefert ein passendes Beispiel für den gelungenen Entwicklungsspagat: "Im Vorgänger war Eau Rouge immer eine kleine Mutprobe. Beim ersten Test mit dem neuen GT3 in Spa fuhr ich sie nach drei Runden voll – und seither in jeder Runde."

In den kommenden Monaten stehen die letzten Feinabstimmungen und die abschließende Homologation des Fahrzeugs an. Wie bei seinem Vorgänger sind Testrennen im Rahmen der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) und der 24H Series denkbar, wo man außerhalb der Konkurrenz antreten darf. Klassisch finden dann im Winter die ersten Auslieferungen statt. Spätestens im Jahr 2024 sollten Kunden schlussendlich zugegriffen haben: Ab dieser Saison sind dann GT3-Autos auch in Le Mans erlaubt.

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