Mitte Oktober 2024 kündigte die italienische Designschmiede Bertone über Linkedin ein neues Sportwagenprojekt an. Die 1969 vorgestellte Designstudie Runabout sollte zu einem Kleinserienmodell weiterentwickelt werden. Im Januar 2026 ist es endlich so weit. Bertone stellt auf der Retromobile in Paris den fertigen neuen Runabout vor.
Modernisierte Linien
Der neue, 3,99 Meter lange, 1,84 Meter breite und 1,12 Meter hohe Bertone Runabout kommt in zwei Varianten. Frischluftfreunde dürfen sich über einen radikal offenen Zweisitzer im Barchetta-Stil mit Stummel-Windschutzscheibe freuen. Wer es weniger luftig mag, wird mit einer Targa-Version mit höherer Scheibe und abnehmbarem Dach bedient. Die Linienführung bleibt dicht am historischen Vorbild. Neu sind die durchströmte vordere Haube, das große Kühlermaul unter der Nase sowie die in diese integrierte Klappscheinwerfer. Der Überrollbügel wird deutlich breiter, dahinter türmt sich die stark perforierte Motorabdeckung auf, die sich stilistisch am 1969er-Modell orientiert. Auch die runden Rückleuchten und die vier ins Heck integrierten rechteckigen Auspuffendrohr-Blenden kommen wieder. Die Radläufe sind kräftig ausgestellt, die geschmiedeten Aluminiumfelgen tief geschüsselt. Die 18 Zoll großen Räder vorn überspannen Reifen der Dimension 225/40, hinten werden auf 19-Zoll-Felgen 295/30er Reifen aufgezogen.
Der Innenraum zeigt sich von maritimen Formen inspiriert. Die Basis bildet eine rumpfförmige Wanne, das Armaturenbrett ist als horizontales Deck ausgeführt. Einzige Anzeige ist ein digitaler Drehzahlmesser, den ein nautischer Kompass in der Mitte des Armaturenbretts ergänzt. Ein weiterer Augenschmaus ist ein skulpturaler Schalthebel mit Kulissenführung und freiliegender Mechanik. Bedient werden darüber sechs Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang. Fahrer und Beifahrer nehmen in Carbonsitzschalen Platz
Chassis und Technik von Lotus und Toyota
Der Unterbau für den Runabout stammt aus Großbritannien. Hier bediente sich Bertone am geklebten Aluminium-Chassis des Lotus Exige. Der bringt auch gleich seinen 3,5-Liter-Kompressor-V6 mit, der in den Grundzügen aus dem Regal von Toyota stammt. Für den Einsatz im Runabout wird der umfassend überarbeitet, die Leistung steigt auf 475 PS und 490 Nm. Angetrieben werden wie im Lotus nur die Hinterräder. Damit soll der nur 1.057 Kilogramm schwere Runabout in 4,1 Sekunden auf 100 km/h spurten. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 270 km/h angegeben.
Gebaut werden vom Bertone Runabout nur insgesamt 25 Exemplare in Handarbeit. Jeder Kunde kann sich sein Modell individuell ausstatten lassen. Die Preise beginnen bei 390.000 Euro zuzüglich Steuern.





