Ferrari Purosangue: Neue Performance-Version mit V12 geplant

Ferrari plant noch schärferen Purosangue
Braucht der SUV noch mehr Leistung?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 12.03.2026
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Ferrari Purosangue Premiere 2022
Foto: Ferrari

Braucht der Ferrari Purosangue wirklich noch mehr Leistung? Der erste SUV der Marke gehört bereits zu den schnellsten und exklusivsten Vertretern seiner Klasse. Dennoch arbeitet Ferrari laut einem Bericht von Bloomberg an einer besonders sportlichen Version des Modells.

Der Purosangue ist ohnehin alles andere als zurückhaltend. Unter der langen Haube arbeitet ein frei saugender 6,5-Liter-V12 aus der F140-Motorfamilie, der 725 PS und 716 Nm Drehmoment entwickelt. Damit beschleunigt der rund 2,1 Tonnen schwere Allradler in etwa 3,3 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht mehr als 310 km/h Höchstgeschwindigkeit – Werte, die eher an Supersportwagen als an ein SUV erinnern.

Auch die mutmaßliche Performance-Version soll dem Bericht zufolge am V12-Saugmotor festhalten. Ob Ferrari die Leistung weiter steigert, ist allerdings unklar. Wahrscheinlicher sind Änderungen am Fahrwerk und an der Abstimmung, um das Handling weiter zu schärfen. Denkbar wäre ein Konzept ähnlich dem Assetto-Fiorano-Paket, das Ferrari bei Modellen wie dem SF90 Stradale oder 296 GTB anbietet – mit Gewichtsreduzierung, modifizierter Fahrwerksabstimmung und weiteren Maßnahmen für mehr Fahrdynamik.

Schlüsselmodell für Ferrari

Der Purosangue hat für Ferrari eine besondere strategische Bedeutung. Er ist nicht nur der erste SUV der Marke, sondern auch der erste Serien-Ferrari mit vier Türen und vier vollwertigen Sitzen. Offiziell vermeidet Ferrari allerdings den Begriff SUV und spricht lieber von einem "Ferrari Utility Vehicle".

Seit seiner Premiere im September 2022 hat das Modell die Kundschaft der Marke deutlich erweitert. Mit einem Einstiegspreis von rund 450.000 Euro gehört der Purosangue gleichzeitig zu den teuersten Fahrzeugen seiner Klasse.

Produktion bewusst begrenzt

Die Nachfrage nach dem Purosangue ist entsprechend groß. Kurz nach Marktstart waren viele Produktionsslots bereits vergeben, zeitweise stoppte Ferrari sogar die Annahme neuer Bestellungen. Um die Exklusivität der Marke zu sichern, will Ferrari den Anteil des Purosangue an der Gesamtproduktion dauerhaft auf etwa 20 Prozent begrenzen. Insgesamt baute Ferrari zuletzt knapp 14.000 Fahrzeuge pro Jahr.

Mit einer noch sportlicheren Variante könnte Ferrari das Modell am Markt wieder auffrischen und eine noch exklusivere Version anbieten. Laut Bloomberg könnte die Produktion einer solchen Variante bereits 2026 starten.

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