Die britische Manufaktur HPE Special Vehicles ist spezialisiert auf Lotus Elise und Exige. Die Mannschaft rund um Geschäftsführer Dan Webster setzte jahrelang die britischen Leichtbausportwagen im Rennsport ein. Jetzt fließt die gesamte Expertise in Restomod-Versionen, die auch modernen Sportwagen Paroli bieten sollen. Auf Basis der ersten Elise-Generation S1 sind aktuell drei Konfigurationen verfügbar. Sie heißen R300, R400 und R500, wobei sich die Zahlenwerte am jeweiligen Leistungsgewicht orientieren.
Honda-Aggregat in drei Leistungsstufen
Herzstück jeder Version ist der bewährte Honda K20-Saugmotor. Für eine erhöhte Drehfreude (die Maximaldrehzahl liegt bei 9.500/min.) werden das VTEC-System entfernt und das Schwungrad erleichtert. Ergänzt wird eine verstärkte Kupplung. Im R300-Basismodell, das für den reinen Straßeneinsatz vorgesehen ist, leistet der zwei Liter große Vierzylinder 250 PS und 245 Nm Drehmoment. Geschaltet wird per Sechsgang-Schaltung mit integriertem Sperrdifferenzial. Im R400 für Straßen- und Rundstreckeneinsatz steigt der Hubraum auf 2,2 Liter. Die Eckdaten hier: 300 PS und 285 Nm. Das Getriebe wird vom Basismodell übernommen. Der R500, der als Trackday-Modell ausgelegt ist, schließlich setzt auf eine 2,1-Liter-Version mit 330 PS und 278 Nm Drehmoment. Gangwechsel übernimmt hier ein geradverzahntes Sechsgang-Renngetriebe, ebenfalls mit mechanischem Sperrdifferenzial.
Ebenfalls gestaffelt präsentiert sich das Bremsenupgrade. Setzt das Basismodell noch auf herkömmliche Stahlscheiben, so sind im Top-Modell Carbon-Keramik-Stopper am Werk. Beim Fahrwerk setzt HPE auf neue Anlenkungen und eine breitere Spur, neu abgestimmte Stabilisatoren sowie voll einstellbare Federelemente. Die Tieferlegung beträgt je nach Version bis zu 60 Millimeter.
Leichtbau bei Karosserie und Innenraum
Die Karosserieform der Elise bleibt wie das Aluminiumchassis unverändert. Für einen satten Gewichtsvorteil sorgen aber Bauteile aus GFK bei der Basisversion sowie aus CFK bei den Modellen R400 und R500. Alle Hauben werden über Titan-Schnellverschlüsse angebunden, das Top-Modell ist zusätzlich mit einem stählernen Überrollkäfig ausgerüstet.
Im bereits ab Werk kargen Innenraum verzichtet HPE auf alle nicht zum Fahren notwendigen Teile. Fahrer und Beifahrer werden mit Hosenträgergurten in Carbon-Sitzschalen gespannt. Alle Anzeigen bündelt ein zentrales Display vor dem Lenkrad. Dazu gibt es Bedienelemente für verschiedene Fahrmodi, die Traktionskontrolle sowie die Bremskraftverteilung.
Extrem leicht, extrem teuer
Unter dem Strich wiegt eine HPE Elise S1 so zwischen 700 (R300) und 620 Kilogramm (R500). Extrem in die andere Richtung schlagen die Preise aus. Ein R300 startet ab rund 250.000 Pfund (rund 286.000 Euro), der R500 liegt bei 375.000 Pfund (rund 430.000 Euro) – jeweils zuzüglich Steuern.





