Neuer Renault Duster: Kein Duster, der hier ist Premium

Neuer Renault Duster
Kein Duster, der hier ist Premium

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.01.2026
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Renault Duster Indien
Foto: Renault

Mit dem International Game Plan 2027 will sich der französische Autobauer Renault auf weltweiten Märkten neu aufstellen und reichlich Wachstum generieren. Teil dieses Plans ist der neue Renault Duster, der speziell für den indischen Markt entwickelt wurde. Die neue Renault Duster-Generation, die im Frühjahr 2026 auf dem indischen Markt startet, folgt auf die erste Duster-Generation, die seit 2012 auf dem indischen Subkontinent angeboten wurde. Mit dem in Europa angebotenen Dacia Duster hat der Inder weniger gemein, als man zunächst annehmen möchte. Der Renault Duster steht auf einer speziell für den indischen Markt angepassten CMF-B-Plattform und geht auch beim Außendesign und der Innenraumgestaltung eigene Wege.

Ähnliche Abmessungen, verstärktes Chassis

Während der Duster in Europa als Budget-SUV gilt, gehört er in Indien zu den Premiumangeboten. Gefertigt wird der Indien-Duster im Renault-Werk in Chennai. Bei den Abmessungen bleibt der Renault Duster eng am Dacia Duster. Der Indien-SUV ist 4,34 Meter lang, 1,81 Meter breit und 1,66 Meter hoch. Der Radstand liegt bei 2,66 Meter, die Bodenfreiheit beträgt, abgestimmt auf die indischen Straßenverhältnisse, 21,2 Zentimeter. Renault betont zudem ein verstärktes Chassis sowie einen verbesserten Motorschutz. Das Fahrwerk setzt auf McPherson-Federbeine vorn und eine Verbundlenkerachse hinten.

Formal lehnt sich der Renault Duster an den Dacia Duster an, gönnt sich aber doch eigenständige Elemente. Die Frontpartie zeichnet sich durch einen trapezförmigen Kühlergrill aus, der von Voll-LED-Scheinwerfern eingerahmt wird. Markante Schulterlinien sorgen zusammen mit Radlaufverbreiterungen, Unterfahrschutzelementen an Front und Heck und einer Dachreling für einen kraftvollen Auftritt. Am Heck betonen LED-Leuchten, die durch ein horizontales Lichtband verbunden sind, optisch die Breite und Stabilität des Fahrzeugs. Dominant an beiden Fahrzeugenden: Große Duster-Schriftzüge, am Heck ergänzt durch eine Renault-Raute.

Neue Cockpitgestaltung

Das Duster-Cockpit setzt auf eine horizontale Ausrichtung. Das digitale Kombiinstrument mit bis zu 10,25 Zoll (7 Zoll in der Basisversion) und der zentrale 10,1-Zoll-Touchscreen des Multimediasystems schließen nahtlos aneinander an. Die erhöhte Mittelkonsole umfasst den Getriebewählhebel, die elektrische Parkbremse, eine induktive Ladeschale, zwei USB-C-Anschlüsse, Getränkehalter und ein gekühltes Vier-Liter-Staufach.

Für Komfort sorgen elektrisch verstellbare und belüftete Vordersitze sowie eine Zwei-Zonen-Klimaanlage. Das Glaspanoramaschiebedach ergänzt ein luftiges Raumgefühl. Neben fünf Passagieren bietet der Duster auch reichlich Platz für Gepäck. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 518 Liter, das sich durch Umklappen der im Verhältnis 60/40 teilbaren Rücksitze auf 1.789 Liter erweitern lässt. Zugang gewährt eine elektrisch betätigte Heckklappe.

Drei Antriebsvarianten

Das Antriebsportfolio startet im Turbo TCe 100 mit einem 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbomotor mit 100 PS und 160 Nm Drehmoment, der mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert ist. Im Turbo TCe 160 arbeitet ein 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbomotor mit 160 PS und 280 Nm Drehmoment. Er ist wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) erhältlich. Top-Motorisierung ist der Vollhybrid-Antrieb im E-Tech 160.

Der kombiniert einen 1,8-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit Atkinson-Zyklus mit zwei Elektromotoren, einem intelligenten Multimode-Automatikgetriebe und einer 1,4-kWh-Batterie. Die Systemleistung beträgt 160 PS.

Zahlreiche Assistenzsysteme

Der neue Renault Duster ist mit 17 fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet. Dazu gehören unter anderem der adaptive Tempomat mit Stop&Go-Funktion, der Spurhalteassistent, der Spurverlassenswarner, der automatische Notbremsassistent mit Erkennung von Fahrzeugen, Fußgängern und Radfahrern, der Totwinkelwarner, die Verkehrszeichenerkennung und die Müdigkeitserkennung. Ein 360-Grad-Kamerasystem, Parksensoren vorn, hinten und seitlich sowie der Flankenschutz unterstützen das Einparken und Rangieren bei niedrigen Geschwindigkeiten. Hinzu kommen automatisches Fernlicht und Wettererkennung. Alle Systeme lassen sich über den zentralen Touchscreen oder den My Safety Switch individuell anpassen und werden beim Starten automatisch wieder aktiviert.

Nach seinem Marktstart im Frühjahr 2026 in Indien soll der neue Renault Duster auch auf Märkte im Nahen Osten und in Afrika exportiert werden. Preise für den neuen Duster nennt Renault noch nicht.

Fazit