Rimac, Foxconn, BMW: Wie Ceer seine Technikkomponenten zusammenstellt

Elektroantriebe von Rimac und Foxconn
Ceers Antriebsstrategie erklärt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 19.01.2026
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Erlkönig Ceer Motors SUV
Foto: Stefan Baldauf

Mit einer klaren Ausrichtung auf High-Tech und Premium-Qualität setzt die Marke auf Partnerschaften mit globalen Technologieführern. Besonders die Zusammenarbeit mit Rimac Technology, einem kroatischen Spezialisten für elektrische Antriebssysteme, sorgt für Aufsehen. Doch was steckt hinter dieser Kooperation, und wie positioniert sich Ceer im globalen Wettbewerb? Dieser Artikel beleuchtet die technischen Details, die strategischen Partnerschaften und die Vision hinter der Marke Ceer.

Ceer hat sich mit Rimac Technology zusammengetan, um seine Flaggschiff-Modelle mit modernster Technologie auszustatten. Rimac liefert vollständig integrierte Electric Drive Systems (EDS), die speziell für Ceers Anforderungen entwickelt wurden. Diese Systeme basieren auf der Expertise, die Rimac bei der Entwicklung von Supersportwagen wie dem Rimac Nevera und dem Pininfarina Battista gesammelt hat. Laut Ceer-CEO James DeLuca ist diese Partnerschaft ein entscheidender Schritt, um die Marke als Premiumanbieter im Elektroautomarkt zu etablieren.

Foxconn: Mehr als ein Elektronikhersteller

Neben Rimac spielt auch Foxconn eine zentrale Rolle in Ceers Strategie. Der taiwanesische Elektronikkonzern, bekannt als Auftragsfertiger für Apple, bringt seine Expertise in der Entwicklung und Produktion von Elektroplattformen ein. Die von Foxconn bereitgestellte Plattform bildet die Grundlage für Ceers Fahrzeuge und ermöglicht eine flexible Anpassung an verschiedene Modelle. Diese Zusammenarbeit unterstreicht Ceers Ziel, technologisch führend zu sein und gleichzeitig die Produktionskosten zu optimieren.

Ein weiterer wichtiger Partner ist BMW. Ceer lizenziert Komponenten des deutschen Premiumherstellers, um die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Fahrzeuge zu gewährleisten. Besonders im Bereich der Fahrwerks- und Antriebstechnik profitiert Ceer von BMWs jahrzehntelanger Erfahrung. Diese strategische Partnerschaft ermöglicht es Ceer, sich im Premiumsegment zu positionieren und gleichzeitig von bewährter Technologie zu profitieren.

Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Trotz der vielversprechenden Partnerschaften steht Ceer vor Herausforderungen. Die geplante Markteinführung wurde von 2025 auf 2026 verschoben, was auf Verzögerungen in der Entwicklung und Produktion hindeutet. Zudem ist unklar, wie sich die Marke auf dem globalen Markt behaupten wird, insbesondere in Europa, wo der Wettbewerb im Elektroautomarkt besonders intensiv ist. Dennoch zeigt sich Ceer optimistisch und plant, mit einer starken Präsenz in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika) zu starten.

Die Produktion der Ceer-Modelle soll in Saudi-Arabien erfolgen, genauer gesagt in der King Abdullah Economic City. Dieses Werk wird nicht nur die lokale Wirtschaft ankurbeln, sondern auch Tausende von Arbeitsplätzen schaffen. Der saudische Staatsfonds sieht in Ceer ein Schlüsselprojekt zur Diversifizierung der Wirtschaft und zur Reduzierung der Abhängigkeit von Öl.

Fazit