Ryn Motors FP3: Dieser Trick macht den Formel-Renner straßentauglich

Ryn Motors FP3
Heck-Trick macht den Formel-Renner straßentauglich

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.03.2026
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Ryn Motors FP3
Foto: Ryn Motors

Das in Texas ansässige Start-up Ryn Motors hat einen Formel-Rennwagen entwickelt, der auf der Rundstrecke maximalen Fahrspaß bringen soll. Mit einem Kniff ist es den US-Boys aber auch gelungen, für den Rennwagen auch eine Straßenzulassung – zumindest in den USA – zu bekommen.

Formel-Renner mit Motorrad-Motor

Das Rückgrat für den 4,96 Meter langen, 1,85 Meter breiten und nur 1,07 Meter hohen Ryn FP3 bildet ein Gitterrohrchassis, das mit Aluminium-Panelen beplankt wird. Darüber spannt sich eine typische Formel-Karosserie aus Fiberglas. Der Radstand beträgt knapp drei Meter. Die Räder, die an doppelten Dreieckslenkern mit liegenden Federbeinen geführt werden, stehen frei im Fahrtwind. Ein großer Frontflügel und üppiges Spoilerwerk am Heck runden den Eindruck von einem Mini-Formel 1 ab. Sogar der in der F1 übliche Schutzbügel rund um das offene Cockpit findet sich am FP3 wieder.

Beim Antrieb ist der Ryn dann aber ein paar Nummern kleiner unterwegs als die höchste Motorsportklasse. Verbaut wird hinter dem Fahrer ein Motorradmotor. Der bietet 1.340 Kubikzentimeter Hubraum verteilt auf vier Zylinder und stammt aus eine Suzuki Hayabusa. Die Leistung wird von Ryn Motors mit 210 PS angegeben, im Serienmotorrad sind es nur 190 PS. Das maximale Drehmoment soll bei 163 Nm liegen, das Serienmotorrad bietet nur 150 Nm. Optional ist ein Turbo-Kit verfügbar, der die Power auf 290 PS und 176 Nm anhebt. So oder so trifft die Leistung auf ein Fahrzeuggewicht von nur 540 Kilogramm. Geschaltet wird immer mit dem serienmäßigen Sechsganggetriebe des Suzuki-Motors. Die Kraftübertragung auf die mit einem Differenzial bestückte Hinterachse erfolgt, wie bei einem Motorrad, über eine Kette.

Von null auf 100 km/h soll es in knapp drei Sekunden gehen. Als maximale Querbeschleunigung werden 2,8 g genannt.

Heck-Trick für die Straße

Klingt alles wunderbar und nach viel Fahrspaß auf der Rennstrecke. Ryn Motor wollte den FP3 aber auch auf die Straße bringen – und zwar ganz legal. Mit einem Kniff ist den Texanern das auch gelungen. Sie machen aus dem vierrädrigen Rennwagen einfach ein Dreirad und ergänzen noch die notwendige Beleuchtung. Damit wird aus dem FP3 ein sogenanntes Autocycle mit deutlich reduzierter Zulassungshürde. Der Umbau zum Dreirad erfolgt über ein neues Heckmodul für den Gitterrohrrahmen. Die Achse mit Differenzial fliegt raus, Einzug hält ein einzelnes Rad mit Kettenblatt wie am Motorrad.

In dieser Form wird der FP3 auch an alle Kunden ausgeliefert. Das zweite Heck samt der Achse und dann zwei Rädern gibt es beim Kauf dazu. Der Umbau von Drei- auf Vierrad und auch wieder zurück, soll schnell und unkompliziert möglich sein. Tatsächlich ausprobieren können das US-Kunden ab Mai 2027, denn dann werden die ersten Modelle der bereits ausverkauften Founder Edition ausgeliefert. Auch die Launch Edition, mit Auslieferungsstart im Dezember 2027 ist bereits ausverkauft. Die regulären Modellvarianten starten dann ab Mai 2028. Reserviert werden können die gegen eine Anzahlung von 100 Dollar. Als Grundpreis ruft Ryn Motors für den FP3 78.499 Dollar (umgerechnet rund 67.700 Euro) zuzüglich Steuern und Gebühren auf. Wer auf den Vierrad-Umbausatz verzichten möchte, spart 2.000 Euro. Den FP3 Turbo gibt es ab 101.499 Dollar (umgerechnet rund 90.200 Euro).

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