Der VW Sagitar wurde 2006 als Schwestermodell zum europäischen Jetta in China eingeführt und ist mittlerweile in der vierten Modellgeneration auf dem Markt. Im Rahmen der Frühjahrs-Produktpräsentation von FAW-Volkswagen wurde am 31. März 2026 der neue VW Sagitar S vorgestellt, der weiterhin auf der bewährten MQB-Plattform aufbaut.
Kompakter und schnittiger
Mit einer Länge von 4,70 Meter ist der Sagitar S elf Zentimeter kürzer als der im vorigen Jahr vorgestellte Sagitar L. Die Breite von 1,82 Meter und die Höhe von 1,49 Meter sind dagegen nahezu identisch. Auch den Radstand von 2.688 Millimetern teilen sich beide Sagitar-Modelle. Gegenüber dem in den USA noch angebotenen Jetta ist der Sagitar S bei gleichem Radstand 35 Millimeter kürzer.
Im Vergleich zum Sagitar L ist der Sagitar S moderner gestaltet. Die Limousine im Fließheck-Stil mit kleinem Bürzel auf dem Heckdeckel trägt eine runder gestaltete Frontpartie mit schmalen Scheinwerfern und miteinander verbundenen Lufteinlässen im Stoßfänger. In der Seitenansicht ähnelt der Sagitar S dem Sagitar L, verfügt aber über konventionelle Türgriffe. Das Heck kennzeichnen durchgehende Rückleuchten und ein in Wagenfarbe lackierter Diffusor. Ein schwarzes Zierelement rundet den moderneren Look ab.
Modernes Cockpit
Zeitgemäß gibt sich der Sagitar S auch bei der Cockpitgestaltung. Das umfasst ein 10,25 Zoll großes Kombiinstrument vor dem Lenkrad und einen 12,9-Zoll-Infotainment-Touchscreen mittig auf der Armaturentafel. Auf physische Bedienelemente wurde weitestgehend verzichtet, lediglich die Lenkradspeichen sind noch mit haptische Tasten bestückt. In der durchbrochenen Mittelkonsole mit verschiedenen Staufächern und Armablage können Smartphones drahtlos laden. Der Getriebewählhebel wanderte ans Lenkrad. Die LED-Ambientebeleuchtung bietet 30 Farben. Das Infotainmentsystem setzt auf KI-Unterstützung und Sprachsteuerung.
Neben fünf Passagieren sollen im Heck noch bis zu 555 Liter Gepäck Platz finden.
Nur Benziner
Auf der Antriebsseite finden sich ausschließlich reine Benziner. Basismotor ist ein 1,5-Liter-Saugmotor mit 110 PS und 141 Nm Drehmoment, der mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe kombiniert wird. Wer mehr Leistung wünscht, kann auf einen 1,5-Liter-Turbomotor mit 160 PS und 250 Nm Drehmoment zurückgreifen, der mit einem Siebengang-DSG-Getriebe gekoppelt ist.
Marktstart und Preise
In China geht der neue VW Sagitar S zu Preisen ab umgerechnet rund 10.000 Euro an den Start, das Top-Modell liegt mit einem Preis von rund 15.000 Euro nur knapp über dem Grundpreis des Sagitar L (rund 14.400 Euro). Und zum Vergleich noch der Preis des US-Jetta: der ist nämlich erst ab umgerechnet rund 20.700 Euro zu haben. Ach ja, ein VW Golf startet hierzulande erst ab 29.395 Euro.





