Audi RS5 mit 3.000 PS: Den würde das Werk so nie bauen

Audi RS5 mit 3.000 PS-V8
Den würde das Werk so nie bauen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.03.2026
Als Favorit speichern

Der US-Händler Exotic Motors of Oklahoma bietet aktuell einen Audi A5 von 2009 mit RS5-Front für satte 425.000 Dollar (369.270 Euro) an. Ja, das ist alles andere als günstig, wenn man bedenkt, dass es den aktuellen RS5 ab 106.200 Euro gibt. Allerdings hat dieses Fahrzeug mit einem Serienmodell nichts mehr zu tun. Es handelt sich um einen reinrassigen Dragster, der für den "Street Outlaws"-Piloten Daddy Dave aufgebaut wurde.

Das eigentliche Highlight steckt unter der Haube. Ein 8,8-Liter-V8-Big-Block mit Kompressor ersetzt den ursprünglichen 4,2-Liter-V8 der Ingolstädter. Für zusätzlichen Schub sorgt eine Lachgaseinspritzung. Dieses Setup ist typisch für Dragster-Motoren und kam in diesem Fall in der No-Prep-Kings-Serie zum Einsatz.

No Prep Kings – Drag Racing ohne Grip

Die Rennserie ist aus der TV-Show "Street Outlaws" hervorgegangen, in der es ursprünglich um illegale Straßenrennen geht. No Prep Kings überträgt das Konzept auf legale Rennstrecken – allerdings ohne die übliche Präparation der Fahrbahn. Statt maximalem Grip herrschen rutschige Bedingungen, die möglichst nah an reale Straßenrennen heranreichen sollen.

Der Einsatz eines großvolumigen US-V8 ist dabei kein Zufall. In Disziplinen wie No-Prep-Racing zählen vor allem einfache, robuste Technik und hohe Leistungsreserven. Serienmotoren sind darauf in der Regel nicht ausgelegt. Bei der Aufladung setzt das Triebwerk auf einen Kompressor. Im Unterschied zum Turbolader steht der Ladedruck sofort zur Verfügung. Das Ergebnis ist eine sehr direkte Leistungsabgabe ohne Verzögerung.

Leistung jenseits der 3.000 PS

Die Lachgaseinspritzung ergänzt das Setup. Sie erhöht kurzfristig den Sauerstoffanteil im Gemisch und damit die Leistung. Eine konkrete Leistungsangabe nennt der Anbieter nicht. Vergleichbare Setups mit 540ci-Hemi und ProCharger liegen jedoch im Bereich von deutlich über 3.000 PS.

Die Kraftübertragung übernimmt eine TH400-Dreigang-Automatik, ein im Drag Racing weit verbreitetes Getriebe. Dazu kommen eine Titan-Glocke und eine Carbon-Kardanwelle. Auf Allradantrieb wird verzichtet, stattdessen geht die Leistung ausschließlich an die Hinterräder.

Das "Street Outlaws"-Umfeld hat sich inzwischen auch außerhalb der USA etabliert. Entsprechende Formate und Veranstaltungen finden zunehmend auch in Europa statt, in Deutschland wächst die Szene rund um No-Prep- und Street-Style-Drag-Racing.

Fazit