Citroën Typ H Wildcamp

Retro-Wohnmobil für 28.000 Euro

Citroën Typ H WildCamp Foto: Citroën 56 Bilder

Mit dem Typ H Wildcamp zeigt Citroën auf dem Caravan Salon in Düsseldorf (24. August bis 2. September 2018) einen echten Hingucker. Dank Fiberglas-Umbaukit wird aus dem Transporter Jumper sympathisches Oldie-Wohnmobil.

Caselani Automobili aus Italien hat es sich zur Aufgabe gemacht, Freunde der Marke mit dem Doppelwinkel mit einem echten Camping-Höhepunkt zu beglücken. Der auf dem Jumper L2H2 basierende Citroën Pössl Roadcamp R (Kaufpreis ab 41.597 Euro) lässt sich ab Werk für 27.132 Euro plus Frachtkosten per Fiberglas-Umbaukit zum 70 Jahre alten Typ H im Wellblech-Look umrüsten.

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Doch keine Angst. An der neuesten Technik, die unter anderem Bremsassistent, ESP inklusive ASR mit Anzeige, Berganfahrassistent sowie höhenverstellbare Captain-Chair-Sitze mit Armlehne und Lordosenstütze beinhaltet, rüttelt diese Verwandlung nicht. Der Retro-Bus und sein Wohnausbau sind technisch auf dem Stand der aktuellen Pössl-Campingbusse fürs Modelljahr 2019. Auf Wunsch werden dem Citroën Typ H Wildcamp sogar noch ein Traktionssystem 4x2 mit Sperrdifferential sowie ein Alpine 9-Zoll-Premium-Infotainment mit Navigationssystem installiert.

Citroën Typ H WildCamp Foto: Citroën
Modernste Einrichtung in klassischem Outfit.

Im Innenraum des im Originalfarbton „Beige Gazelle“ von 1977 lackierten Umbaus stehen eine Zweier-Sitzbank, ein integriertes Küchenmodul mit zweiflammigen Gasherd, einer Edelstahlspüle, einem Wasserkanister und einem Kühlschrank zur Verfügung. Wie in einem modernen Camper üblich, bieten zudem Schränke und Schubladen ausreichend Platz und Stauraum für Kleidung und weitere Ladung. Wer jetzt befürchtet, dass er mit dem schicken Fake-Oldtimer an Steigungen stets der Kopf einer langen Autoschlange ist, der irrt. Denn das in Düsseldorf ausgestellte Showcar wird von einem modernen BlueHDi-Dieselmotor mit 160 PS angetrieben.

Fast eine halbe Million Citroën Typ H

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Davon konnten die Besitzer des von 1948 bis 1981 produzierten Originals nur träumen, mussten sie noch mit 52 PS die Berge-Etappen meistern. Für die Leistungsentwicklung war vor rund 70 Jahren ein 1.911 Kubikzentimeter großer Vierzylinder zuständig, der den 4,26 Meter langen, 1,99 Meter breiten und 2,30 Meter hohen 1,3 Tonner bis Tempo 101 antrieb. Das Besondere des ursprünglichen Citroën Typ H war allerdings die Tatsache, dass er als erster Großserien-Transporter diese Leistung ausschließlich über die Vorderräder auf die Straße brachte. Geschaltet wurde manuell per Dreigang-Getriebe.

Der Citroën Typ H verfügte über Motor und Getriebe des Traction Avant und später der DS – jeweils „rückwärts“ eingebaut, also mit dem Motor vor der Vorderachse – und mit entgegengesetzter Motor-Drehrichtung (Droit). Auch Dieselmotoren von Perkins und Indénoor wurden angeboten. Bis zum 14. Dezember 1981 wurden insgesamt 483.308 Exemplare des Citroën Typ H in Frankreich (Quai de Javel / Aulnay-Sous-Bois), Belgien (Forest, 5.343 Fahrzeuge) und den Niederlanden (circa 10.000 Fahrzeuge) gebaut.

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