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Dacia Duster 2018 Fahrbericht

So fährt der Preisbrecher-SUV

Dacia Duster Modelljahr 2018 Fahrbericht Foto: Dacia 29 Bilder

Die Erfolgsgeschichte des Dacia Duster soll mit der 2018 debütierenden zweiten Generation fortgeschrieben werden. Was der neue Duster kann, klärt der erste Fahrbericht.

01.12.2017 Holger Wittich, Torsten Seibt 14 Kommentare Powered by

Preise, Marktstart

Technik, Ausstattung

Fahrbericht

Bereits seit sieben Jahren sorgt Dacia bei preisbewussten SUV-Kunden für Furore. Das in Rumänien mit bewährter Renault-Technik gebaute Kompakt-SUV setzte bislang auf die Marken-Tugenden – alles drin, was nötig ist, aber kein teurer Schnickschnack. Auf viele Annehmlichkeiten verzichteten Duster-Kunden bewusst und wurden mit konkurrenzlosen Kaufpreisen belohnt. Demgegenüber ist es fast schon eine kleine Revolution, was Dacia mit dem neuen Duster auffährt. Denn die zweite Generation erhält etliche Features, die bislang bei dieser Marke unauffindbar waren.

Duster wird nicht größer

In der Größe bleibt sich der Dacia Duster treu: Es bleibt bei 4,30 Meter Länge und 1,80 Meter Breite. Optisch zeigt sich die zweite Generation des Spar-SUV jedoch deutlich überarbeitet. So rücken die Hauptscheinwerfer weiter nach außen, wodurch der Duster breiter wirkt. Das LED-Tagfahrlichtband ist dreigeteilt, die Motorhaube stark profiliert. Neben dem neuen Grill erhält das Modell einen breiteren Unterfahrschutz, der sich als aluminioumfarbene Spange deutlich vom Stoßfänger abhebt. Wert legt Dacia darauf, dass der Schutz unempfindlich gegenüber Kratzern ist.

Dacia Duster
Die Unterschiede zwischen Duster 1 und Duster 2 12 Sek.

Die Seitenansciht bleibt sich mit drei Fenstern und der nach hinten ansteigenden Fensterlinie treu. Jedoch ist die Windschutzscheibe um zehn Zentimeter nach vorn versetzt und stärker geneigt.Die Konturen der A-Säule werden von der neu gezeichneten Dachreling verlängert, hinzu kommen die ausgestellten Radhäuser und die 17 Zoll großen Felgen. Die Heckpartie zeigt sich mit breiten Schultern und auch hier weit nach außen hin positionierten Heckleuchten. Typisches Dacia-Stilelement sind die vier Segmente der Heckleuchten.

Zwei Benziner, zwei Diesel für den Dacia Duster

Wie bisher schon bietet Dacia den Duster mit Front- und Allradantrieb an. Es bleibt bei je zwei Benzin- und Dieselmotoren sowie einem Antrieb mit Flüssiggas (LPG). Das Basismodell ist der Saugbenziner SCe 115 mit Frontantrieb, den es auch in einer LPG-Variante gibt. Der Turbobenziner TCe 125 ist mit Front- und Allradantrieb erhältlich. Diesel-Einstiegsmotor ist der dCi 90 mit Frontantrieb. Der stärkere dCi 110 lässt die Wahl zwischen zwei und vier angetriebenen Rädern. Nur für den dCi 110 steht die Doppelkuppluns-Automatik EDC zur Wahl.

Toter-Winkel-Warner und Windowbags

Dacia Duster (2017) Foto: Dacia
Das Interieur des Duster hat Dacia umgeräumt und aufgewertet.

Eine verstärkte Karosserie soll die Sicherheit verbessern. Dazu kommen Windowbags, die Dacia das erste Mal einsetzt. Die aktive Sicherheit verbessert ein Toter-Winkel-Warner, der per Ultraschall Fahrzeuge im Toten Winkel erkennt und mit einer Leuchte Außenspiegel vor gefährlichen Spurwechseln warnt. Neu an Bord kommen auch eine Berganfahrhilfe und eine Automatik für das Ein- und Ausschalten des Abblendlichts.

Im Design behutsam modernisiert, bei den Abmessungen praktisch identisch zum Vorgänger sind es vor allem die neuen Details, die bei Dacia-Fans der ersten Stunde für ausgiebiges Augenreiben sorgen. Zum Beispiel die Rundum-Kamera mit Draufsicht-Modus auf dem (immer noch etwas fitzeligen, aber besser positionierten) Multimedia-Bildschirm. Dazu unter anderem Keyless-Funktion, Klimaautomatik, Rückfahrkamera und Window-Bags (die sind immer Serie), alles Premieren bei Dacia. Verhaltene Nörgeleien der Kundschaft wurden bei der Geräuschdämmung (mehr Dämmstoffe, dickere Windschutzscheibe) und den Sitzen (länger, straffer gepolstert, bessere Seitenführung) berücksichtigt, man ist auch bei Dacia lernfähig. Leider nicht bei der Getriebewahl, das automatisierte Doppelkupplungsgetriebe gibt es weiterhin ausschließlich für den 4x2-Diesel mit 110 PS.

Der erste Fahreindruck mit dem neuen Dacia Duster

Der 1,2 Liter kleine Turbo-Benziner, mit dem wir die erste Testfahrt der neuen Generation absolvierten, eignet sich erwartungsgemäß nicht für Raketenstarts, er wird erst jenseits der 2.500 Touren richtig munter. Dafür ist er recht laufruhig und hält sich auch unter Volllast im Hintergrund. Zwar stemmt er sich auch bei niedrigen Drehzahlen tapfer ins Geschirr und wird nicht brummelig, doch echter Vortrieb wird tief unten nicht generiert. Etwas zwiespältig fällt das Urteil gegenüber der Lenkung aus. Die ist zwar durchaus präzise, wirkt aber ein wenig wie in Watte gepackt und verfügt über ein sehr schwaches Rückstellmoment.

Dacia Duster Modelljahr 2018 Fahrbericht
Das Preisbrecher-SUV in neuer Form 51 Sek.

Das Fahrwerk glänzt im Normalbetrieb mit überraschend gutem Komfort, kommt auch mit Flickschuster-Asphalt und Feldwegen prima zurecht, wird nicht trampelig und federt einwandfrei. Dafür kann man es mit forcierter Fahrweise an seine Grenzen bringen. Die Kombination Kurve, Bodenwelle und schwerer Gasfuß provoziert leichte Versetzer und Überraschung hinter dem Lenkrad. Der Duster will lieber gleiten, was auch die merkliche Seitenneigung bei flotter Kurvenfahrt unterstreicht.

Die versprochene Verbesserung des Gestühls ist gelungen, die Sitze sind gut gepolstert und geben auch im Rückenbereich spürbaren Seitenhalt. Allerdings fühlt sich der seitliche Bewegungsspielraum im Dacia Duster eher nach Kleinwagen an, speziell zur Mittelkonsole hin ist wenig Platz fürs Knie, im Schulterbereich ist der Platz auch eher kompakt bemessen. Hier zeigt sich, dass einiges der gar nicht so geringen Breite des Duster in den stark ausgestellten Radhäusern steckt und nicht im Fahrgastraum ankommt.

Dacia Grand Duster mit sieben Sitzen

Später wird es eine Siebensitzerversion mit einer dritten Sitzreihe geben. Der Dacia Grand Duster kommt jedoch erst später im Jahr auf den Markt und erhält einen größeren Radstand. Er dürfte rund 40 Zentimeter länger (4,70 Meter) als der Fünfsitzer ausfallen. Während der Fünfsitzer sein Kofferraumvolumen auf rund 500 Liter erweitert, dürfte der Siebensitzer mit mindestens 650 Liter aufwarten.

In den Markt startet der neue Dacia Duster ab dem 13. Januar 2018. Der neue Duster kommt zu einem Basispreis von 11.290 Euro. Damit bleibt er der günstigste SUV in Deutschland, wird aber dennoch 600 Euro teurer als der Vorgänger, der ab 10.690 Euro zu haben war. In der Essential-Ausstattungsvariante kostet der neue Duster ab 12.300 Euro, wer Comfort ordert wird mit wenigstens 13.500 Euro zur Kasse gebeten. Die Top-Ausstattung Prestige ist ab 15.950 Euro zu haben. Die Preise für die 4x4-Varianten starten bei 15.400 Euro.

Fazit

Der neue Dacia Duster hält die Versprechungen des Herstellers. Er ist spürbar komfortabler und leiser als das Vorgängermodell und nun auch (zumindest gegen Aufpreis) zeitgemäß ausgestattet. Für sportliche Fahrweise ist das SUV nicht so gut geeignet, als sanfter Gleiter macht der Duster aber eine gute Figur.

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Text bezüglich der Außenmaße wurde jetzt von AMS korrigiert.

auto-fan 3. Dezember 2017, 10:24 Uhr
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