Ja, der erste Renault Twingo bekommt von der Szene derzeit viel Liebe und der Hype ist auch in Bremen angekommen. Im Fahrzeugmarkt im Messeparkhaus findet man beispielsweise einen pastellgelben aus 2005 für 4.200 Euro. Aber auch andere französische Kleinwagen scheinen auf der Welle mitzuschwimmen. Peugeot 106, Citroën AX und ZX und noch weitere Vertreter dieser Gattung stehen in auffällig hoher zahl zwischen den angebotenen Autos und waren teilweise bereits am Freitagmittag verkauft.
Preise? Scheinen abgekühlt
Insgesamt scheinen sich die Preise, die in den letzten Jahren stets nach oben geklettert sind, wieder ein wenig abzukühlen. So steht im Bremer Parkhaus zum Beispiel ein Porsche 911 Cabrio (996) als Japan-Re-Import mit unter 100.000 Kilometern auf der Uhr für knapp unter 30.000 Euro. Und an anderer Stelle findet man einen Mercedes-Benz CL600 mit nur 42.000 Kilometern für etwa 21.000 Euro. Kein so schlechter Kurs, um Zwölfzylinder zu fahren.
Natürlich ziehen auch wieder etliche Exoten Blicke auf sich. Zum Beispiel ein 1960er Continental Mark V. 2,4 Tonnen schwer, 5,77 Meter lang und mit 7,0-Liter-V8 unter der Haube – ein beeindruckender Luxuskreuzer aus den USA. Nicht weniger beeindruckend ist das Pendant aus dem einstigen Ostblock: Ein 1970er GAZ-13 Tschaika in Blau, der in Bulgarien als Staatskarosse gedient haben soll, steht ebenfalls auf einem der Parkdecks. Weitere Highlights sind ein Plymouth Prowler in schreiendem Gelb, ein VW Polo Treser GT oder ein Audi S2 Avant.
Weitere Klassiker finden Sie in der Fotostrecke.
Das ist die Bremen Classic Motorshow
Die Messe Bremen erwartet auf 52.000 Quadratmeter Hallenfläche rund 730 Aussteller, Händler und Privatverkäufer aus zehn Ländern. Über 100 Clubs zeigen, wie lebendig, vielfältig und kreativ die Szene ist. Die Petromobilia-Auktion "Oil & Rust", die 2025 zum ersten Mal in Bremen stattgefunden hat, wird auch 2026 dabei sein.
Nachwuchs, Parkhaus-Markt, Allrad-Klassiker
Flächen für den Oldtimer-Nachwuchs und moderne Klassiker haben in Bremen schon Tradition, ebenso der Markt für Oldtimer und Youngtimer von Privatverkäufern und Händlern im Parkhaus. Darüber hinaus hat Projektleiter Frank Ruge für 2026 zwei Sonderschauen organisiert: Eine zeigt Sportwagen mit Allradantrieb, eine andere italienische Sportmotorräder. Bei der Sportwagenschau sind unter anderem Audi Quattro, Bugatti EB 110 und Porsche 959 zu sehen sein.
Die Sonderausstellung "Italienische Motorräder 1950 bis 1995" zeigt 24 Maschinen mit Hubräumen von 65 bis 400 Kubik. "Wir rücken die elegante Verbindung von Design, Leichtbau und Fahrdynamik, die Marken wie Moto Guzzi, Laverda, MV Agusta, Gilera, Benelli und Ducati zu Ikonen machten, ins Rampenlicht", sagt Ruge. Auch Motorräder eher weniger bekennter Hersteller wie Parilla, Comet, Moto Bi und Rumi sind in Bremen ausgestellt.
Termin, Anreise und Preise
Datum: Freitag, 30. Januar bis Sonntag, 1. Februar 2026
Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr
Eintrittskarten: Tagesticket 18 Euro, Zwei-Tages-Karte 28 Euro
Die Messe Bremen ist zu Fuß vom Bahnhof erreichbar. Autofahrer können an der Messe parken.
Adresse: Findorffstr. 101, 28215 Bremen





