Jaguar D-Type (1955) Tim Scott/RM Sotheby's
Jaguar D-Type (1955)
Jaguar D-Type (1955)
Jaguar D-Type (1955)
Jaguar D-Type (1955) 15 Bilder

Jaguar D-Type von 1955 in Auktion

Richard Attwoods Rennwagen noch zu haben

Noch zu haben: Jaguar D-Type aus Promi-Vorbesitz. Der Rennwagen sollte rund 6 Millionen kosten, blieb aber unverkauft. Vor sechs Jahren brachte das gleiche Auto 3,6 Millionen Euro.

Der Jaguar D-Type mit der Chassisnummer XKD 520 ist der siebte diesen Typs, der für Kunden hergestellt wurde und wurde an den australischen Rennfahrer Bib Stillwell neu ausgeliefert, der ihn in der Saison 1956 und 1957 einsetzte und zahlreiche Rundenrekorde aufstellte. Bei der Moomba Tourist Trophy erreichte Stillwell am 11. März 1956 den 2. Gesamtrang, bei der Australian Tourist Trophy wurde er am 25. November 1956 Gesamt-Fünfter. Im folgenden Jahr fuhr er am 24. März beim Albert Park-Rennen auf den 3. Platz.

Vorbesitzer Richard Attwood

Jaguar D-Type (1955)
Tim Scott/RM Sotheby's
Der D-Type gehörte zehn Jahre lang Rennfahrer Richard Attwood.

Es folgten bis 1958 zwei Besitzerwechsel. Nach einem Transportunfall wurde der Wagen von Frank Gardner restauriert. Später kaufte David Finch den Wagen und montierte einen stärkeren 3,8-Liter-Motor. Finch holte am 6. Januar 1959 den 2. Platz bei der South Pacific Championship und gewann 1961 die Queensland Tourist Trophy. Nach einer Kollision tauschte Finch die Front gegen eine „Long-Nose“ im Stil der Le Mans-Siegerwagen des D-Type. 1962 gelangte der D-Type in den Besitz von Ash Marshall, der ihn 1967 an den späteren Le Mans-Sieger Richard Attwood veräußerte. Attwood behielt den D-Type zehn Jahre lang.

Ab 1977 befand sich XKD 520 bis 2004 in der Harburg Collection des australischen Rennfahrers und Sammlers Peter Harburg – und für mehr als 30 Jahre unter der Obhut des Marken-Experten Chris Keith-Lucas, der sich um die Instandhaltung des D-Type kümmerte – auch nach dem erneuten Eigentümerwechsel 2004, als Clive Jarman den Wagen übernahm. Jarman störte sich allerdings an der langen Nase und ließ die ursprüngliche Short-Nose-Version wieder herstellen.

1 von 53 Kunden-D-Type


Der Experte Keith-Lucas über den Jaguar D-Type: „Meiner Meinung nach ist XKD 520 einer der besten Production-D-Types, die heute noch existieren. Die Hauptkomponenten des Wagens stammen alle aus den späten 50er-Jahren. Er ist einer meiner Lieblings-D-Type.“ Soweit der Experte, dessen Meinung in den Jaguar-Kreisen hohes Gewicht hat. Einer von den besten D-Types heißt allerdings auch: einer von insgesamt gebauten 53 Kunden-D-Types.

Rekordpreis erwartet

Im Juli 2008 wurde der erste der Kunden-D-Types (XKD 509) von Bonhams für 2.201.500 Britische Pfund (nach damaligem Umrechnungskurs rund 2,76 Millionen Euro) versteigert. 2014 wurde XKD 520 in Paris für einen Rekordpreis versteigert: Erst bei 3.696.000 Euro endeten die Gebote.

Fazit

Aus dem erwarteten Rekord wurde nichts: Das Auktionshaus RM Sotheby's schätzte den Wert nun auf 5,9 bis 6,4 Millionen Euro. Ein Käufer fand sich zu diesem Preis nicht, der Jaguar blieb stehen.

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