Das Wetter wird wieder besser und der Frühling kehrt zurück. Zudem wird mit dem Feiertag Pfingstmontag am 25. Mai das kommende Wochenende zu einem langen Wochenende. Zusätzlich beginnen in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt die Ferien, die in Baden-Württemberg und Bayern sogar zwei Wochen dauern. Entsprechend rechnet der ADAC zum langen Pfingstwochenende mit einer der höchsten Verkehrsbelastungen des Jahres.
Für ein hohes Verkehrsaufkommen sorgen Kurzurlauber, die bereits am Freitagnachmittag, dem 22. Mai starten sowie alle diejenigen, die in einen längeren Urlaub starten. Besonders gefragt sind Reiseziele im Süden Europas, zum Beispiel Österreich, Italien, Kroatien und Südfrankreich.
Der Freitag vor Pfingsten gehörte im vergangenen Jahr bereits zu den staureichsten Tagen des gesamten Jahres. Die größte Staugefahr besteht daher am Freitag zwischen 11 und 19 Uhr. Auch am Samstag ist zwischen 10 und 15 Uhr auf den Fernstraßen mit dichtem Reiseverkehr zu rechnen. Deutlich ruhiger wird es am Pfingstsonntag. Am Pfingstmontag erwartet der Automobilclub ab Mittag ersten Rückreiseverkehr. Auch am Dienstag dürfte es auf den Autobahnen zwischen 7 und 18 Uhr voll werden, da sich der Rückreiseverkehr mit dem Berufsverkehr mischt.
Besonders stark belastet sind die Fernstraßen Richtung Süden, in die Alpen sowie an die Nord- und Ostseeküste.
Besonders staugefährdet sind folgende Fernreiserouten:
- A1 Fehmarn – Lübeck – Hamburg – Bremen – Osnabrück – Münster – Dortmund – Köln
- A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
- A3 Arnheim – Oberhausen – Köln – Frankfurt; Linz – Passau
- A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe; Chemnitz – Dresden – Görlitz
- A5 Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel; Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Berlin – Halle/Leipzig
- A10 Berliner Ring
- A23 Hamburg – Heide
- A24 Hamburg – Schwerin
- A27 Bremen – Bremerhaven
- A99 Autobahnring München
Der ADAC rechnet auch auf den klassischen Urlaubsrouten im Ausland mit langen Verzögerungen. In Österreich sind insbesondere die A1, die A9, die Tauernautobahn A10, die Inntalautobahn A12 und die Brennerautobahn A13 zwischen Innsbruck und dem Brennerpass betroffen. Dort sorgt die Sanierung der Luegbrücke weiterhin für Einschränkungen. Ebenfalls staugefährdet sind die A14, die Fernpassstraße B179 und die Arlbergstraße B197. In der Schweiz bleibt die Verkehrslage auf der A1 zwischen Bern, Zürich und St. Margrethen angespannt. Ebenfalls stark belastet sind die Gotthard-Route A2, die A3 zwischen Basel, Zürich und Chur sowie die San-Bernardino-Route A13 in Richtung Chiasso.
Brenner wird am 30. Mai zum Nadelöhr
Reisende in Richtung Italien bzw. zurück sollten besonders den Samstag, den 30. Mai, im Blick haben. Aufgrund einer Demonstration gegen die Verkehrsbelastung im Tiroler Wipptal wird die Brennerautobahn zwischen der Mautstelle Schönberg und dem Brenner von 11 bis 19 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Auch die parallel verlaufenden Ausweichstrecken (B 182 Brennerstraße sowie der L 38 Ellbögener Straße) sind betroffen.
Da die Sperrung in die Pfingstreisezeit fällt, muss mit erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus gerechnet werden. Das Land Tirol empfiehlt deshalb, den Brennerraum großräumig zu umfahren und nicht notwendige Autofahrten zu vermeiden. Vorort gibt es keine Ausweichmöglichkeit, zudem ist mit verstärkten Verkehrskontrollen zu rechnen. Auch alternative Routen dürften stark belastet sein. Auf die Problematik am Brenner weist sogar das Auswärtige Amt mit entsprechenden Reisewarnungen für Österreich und Italien hin.
In Italien müssen Reisende insbesondere auf der Brennerroute A22 sowie auf der Verbindung Schweiz-Mailand-Genua über die Autobahnen A9 und A7 mit dichtem Reiseverkehr und längeren Verzögerungen rechnen.
Auf der Tauernautobahn gelten von Freitag bis einschließlich Montag, ganztägige Abfahrtssperren. In Tirol bestehen zudem an Samstagen, Sonn- und Feiertagen Fahrverbote auf zahlreichen Ausweich- und Landesstraßen in den Bezirken Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte.





