Schneekette, Aufziehen, Montage Ingolf Pompe
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11 Schneeketten im Test

Welche Schneeketten sind wirklich gut?

Schneeketten – wann brauche ich die schon? Dann, wenn’s wirklich drauf ankommt! Im Ernstfall zählt einfache, sichere Montage mehr als nur guter Grip. Weil es auch hier deutliche Unterschiede gibt, haben wir elf Schneeketten im Test unter die Lupe (und unter die Reifen) genommen.

Schneeketten-Montage einfacher als gedacht

Wer in den alpinen Winter will, sollte zu den guten Winterreifen mit mindestens vier Millimetern Profiltiefe auch Schneeketten an Bord haben. Zwar leisten heutige Winterpneus durch Mischung und Profil beinahe Unglaubliches, doch an der Vielfalt und Tücke möglicher Schnee- und Vereisungssituationen können sie trotz haftstarker Mischung und filigraner Lamellen auch jetzt noch scheitern.

Um Autofahrer vor solchen Gefahrenstellen und der eigenen Courage zu schützen, fordert das Schild „Schneekettenpflicht“ unbarmherzig zur Montage der Eisengreifer auf. Und zwar meist lange bevor der Fahrer die gefährliche Situation überhaupt einschätzen kann.
Ein übertriebener Respekt vor der Montage von Schneeketten ist unbegründet, denn sie gestaltet sich oft einfacher als gedacht. Natürlich sollte vor der ersten Winterfahrt das Anlegen im Trockenen geübt werden. Auch helfen Handschuhe, eine isolierende Unterlage, die Warnweste sowie eine Stirnlampe, unnötigen Stress im Fall der Fälle zu vermeiden.

Finger weg von billigen Schneeketten

Klar ist auch, dass Ketten bei Hecktrieblern hinten, bei front- und allradgetriebenen Fahrzeugen vorne montiert werden. Im Zweifel helfen hier die Anleitungen der Autos oder der jeweilige Händler weiter. Bei der Montage ist darauf zu achten, dass kein Teil der Kette mit Bremsteilen, Schläuchen oder Kabeln im Radhaus in Berührung kommt.

Doch welche Schneekette ist die richtige? Finger weg von Billigware! Scharfkantige Verschlüsse können zu Verletzungen beim Anlegen führen, schlechte Passform kann Beschädigungen im Radhaus hervorrufen und der ungenügende Rostschutz massiven Rostbefall kaum verhindern. Ganz billig lohnt nicht, denn schon ab rund 70 Euro sind geprüfte, im Test empfehlenswerte Produkte zu haben.

Schneeketten: Höchstgeschwindigkeit 50 km/h

Die Unterschiede bei den Qualitätsketten liegen dabei weniger in Traktion und Bremsleistung, sondern lassen sich an Faktoren wie Montagekomfort, Felgenschutz oder Langlebigkeit festmachen. Selbstnachspannende Ketten wie etwa die Pewag Servo, Rudmatic Easy2go oder Thule CL-10 machen das Nachziehen nach der Montage oft überflüssig, dennoch raten wir – wie auch bei den nicht minder empfehlenswerten Standardketten – zur Festigkeitskontrolle nach 100 Metern Fahrt.

Was muss beim Fahren beachtet werden? Neben der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h ist das besonders bei Autos ohne ESP die deutlich veränderte Fahrdynamik: Fronttriebler neigen mit Ketten zum Über-, Hecktriebler eher zum Untersteuern. Für beide Antriebskonzepte gilt: Ketten wirken erst mit Schlupf. Durchdrehen ist klar erwünscht, die vorhandenen Schlupfregelsysteme wie ASR und ESP sollten dazu abgeschaltet werden.

Übersicht und Preisvergleich


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