Hennessey Velociraptor: Diesel-Dino mit über 1.600 Nm feiert Amerika

Hennessey Velociraptor 1200 Ford F-250
Diesel-Dino mit über 1.600 Nm feiert Amerika

ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.02.2026
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Die USA befinden sich im Jubiläumsjahr. Am 4. Juli 1776 wurde die Unabhängigkeitserklärung offiziell verabschiedet. Das ist fast genau 250 Jahre her, und so langsam beginnen in den Vereinigten Staaten hier und da die Feierlichkeiten. Zum Beispiel bei Hennessey Performance. Die Leistungsfetischisten aus Texas legen zum Start ins Jubiläumsjahr den Velociraptor 1200 auf. Und die Basis ist passenderweise – nicht nur wegen der Modellbezeichnung – der Ford F-250 in der feinen Lariat-Ausstattung.

6,7-Liter-Turbodiesel bleibt unangetastet

Denn hier handelt es sich um die uramerikanischste aller Autokategorien: einen Full-Size-Pick-up, noch dazu in der Super-Duty-Ausführung. Und der Koloss von einem Pritschenwagen verfügt über einen adäquaten Antrieb: Im mächtigen Bug verrichtet der aktuelle Power-Stroke-V8-Turbodiesel mit 6,7 Liter Hubraum gewohnt pflichtbewusst seinen Dienst. Und dabei erreicht er beeindruckende Kräfte: 507 PS bei 3.600 Umdrehungen und maximal 1.627 Newtonmeter bei nur 1.600 Kurbelwellenrotationen.

Mit welchen Maßnahmen Hennessey diese Power aus seinem Pick-up-Dino herauskitzelt? Mit gar keinen: So stark ist der Motor ab Werk! Der Tuner fokussiert sich eher darauf, das Fahrwerk offroadtauglicher zu machen. Ein Lift-Kit von BDS Suspensions hebt die Karosserie um fast 13 Zentimeter an und kombiniert das Ganze mit einem voll verstellbaren Gewindefahrwerk aus dem Hause Fox. An das Fahrwerk schließen sich leichtgewichtige 18-Zoll-Felgen mit jeweils acht Radmuttern an. Kontakt zum wie auch immer gearteten Untergrund stellen grobstollige 37-Zoll-Geländereifen her.

Obendrein gönnt Hennessey dem Velociraptor 1200 F-250 ein Carbon-Komplettpaket für die Karosserie. Es beginnt mit einer Motorhaube mit zusätzlichen Entlüftungskiemen. Solche befinden sich ebenfalls an den vorderen Kotflügeln, die – genau wie ihre hinteren Pendants – über Verbreiterungen aus dem Kohlefaser-Verbundwerkstoff verfügen. Carbon-Applikationen finden sich außerdem an den Außenspiegeln und an der Heckklappe.

Edelstahl, Zusatzlicht, Plaketten und Grafiken

Doch damit nicht genug der optischen Änderungen. Vorn wie hinten erhält der Ford F-250 neue Edelstahl-Stoßfänger, wobei das vordere Pendant über einen zusätzlichen Bügel und einiges an Extrabeleuchtung verfügt. Damit die Pick-up-Besatzung die zusätzlichen 13 Zentimeter Bodenfreiheit souverän überwinden kann, gönnt Hennessey seiner Neuheit elektrische Trittbretter. Wer für den Umbau verantwortlich ist, zeigen darüber hinaus diverse Logos, Grafiken und Plaketten.

Solche gibt es auch im Innenraum des Hennessey Velociraptor 1200 F-250; hier tragen sie eine Seriennummer. Die Texaner verpassen dem Super-Duty-Truck zudem ein Upgrade für die Sitze mit maßgeschneiderten Überzügen aus Leder und Alcantara sowie mit roten Stickereien. Wetterfeste Fußmatten runden das Umstyling im Interieur ab.

Tuning fast so teuer wie das Basisauto

Limitiert ist der Sonder-Pick-up übrigens auch. Wie viele Exemplare entstehen werden? 250 – logisch, oder? Doch selbst mit einem Pick-up-Arbeitstier als Basis hat Exklusivität ihren Preis: Hennessey verlangt für den Velociraptor-1200-Umbau 54.500 Dollar (aktuell umgerechnet gut 46.000 Euro) – zuzüglich zum serienmäßigen Ford F-250 Lariat, der aktuell ab 63.035 Dollar (fast 53.300 Euro) erhältlich ist. Seine Premiere feiert der Hennessey Velociraptor 1200 auf Basis des Ford F-250 derzeit bei der National Automobile Dealers Association (NADA) Show in Las Vegas, die noch bis zum 6. Februar stattfindet.

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