Neue Walkinshaw-Top-Version für den VW Pick-up: VW Amarok wird zum Straßensportler

VW Amarok wird zum Straßensportler
Neue Walkinshaw-Top-Version für den VW Pick-up

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.01.2026
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Der VW Amarok bekommt in Australien eine besonders sportliche Variante von Walkinshaw Automotive. Der neue Amarok W600 knüpft an die beliebten Walkinshaw-Modelle der Vorgängerreihe an, legt den Fokus aber klar auf Fahrdynamik auf der Straße. Auf den Markt kommen soll das Topmodell im dritten Quartal 2026 – bislang zeigen Volkswagen und Walkinshaw allerdings nur Teile des Fahrzeugs. Die neue Frontpartie bleibt bis kurz vor dem Verkaufsstart noch getarnt.

Tuning-Partnerschaft

Die Partnerschaft zwischen Volkswagen Australien und Walkinshaw Automotive besteht bereits seit der ersten Amarok-Generation. Walkinshaw ging aus der Firma Holden Special Vehicles hervor, das jahrzehntelang leistungsstarke Holden-Versionen entwickelte. Holden war die australische Marke für General Motors- und Opel-Modelle. Heute ist Walkinshaw ein gefragter Entwicklungs- und Umbaupartner, unter anderem auch für Toyota und nach wie vor General Motors. Walkinshaw gilt in Australien als feste Größe, wenn es um Performance und Fahrdynamik geht.

Für Volkswagen übernimmt Walkinshaw die Rolle einer lokalen Performance-Abteilung: Fahrzeuge werden gezielt auf australische Kundenwünsche abgestimmt und als Topmodelle vermarktet. Der neue Amarok W600 führt diese Philosophie früherer Sondermodelle fort, diesmal aber mit klarer Straßenorientierung und ohne Offroad-Ableger.

Die Basis des W600 bildet der Amarok V6 mit dem bekannten 3,0-Liter-Turbodiesel, der in Australien 184 kW leistet und 600 Newtonmeter Drehmoment liefert – daher auch der Name. Der Amarok W600 verfügt unverändert über eine Zehnstufen-Automatik und permanenten Allradantrieb. In die Software von Motor oder Getriebe greift Walkinshaw nicht ein, auch Bremsanlage und Fahrprogramme bleiben seriennah.

Sportfahrwerk statt Offroad-Umbau

Anders als viele andere Pick-ups mit Sportimage verzichtet der W600 bewusst auf eine Offroad-Ausrichtung. Walkinshaw verbaut speziell abgestimmte Koni-Dämpfer mit frequenzselektiver Technik, die zwischen langsamen Karosseriebewegungen und schnellen Stößen unterscheiden und ihre Dämpfkraft entsprechend anpassen. Ergänzt wird das Ganze durch einen neuen hinteren Stabilisator mit 22 Millimetern Durchmesser, der für weniger Seitenneigung und präziseres Einlenken sorgen soll.

Die Achsgeometrie bleibt zwar gleich, aber der W600 steht deutlich breiter auf der Straße. Grund dafür sind 20-Zoll-Räder im Flowforming-Verfahren mit veränderter Einpresstiefe, insgesamt wächst die Spurbreite um stolze 102 Millimeter. Aufgezogen sind Michelin Pilot Sport 4 SUV in der Dimension 285/50 R20. Trotzdem sollen Nutzlast, 3,5-Tonnen-Anhängelast und die grundlegenden Geländewerte erhalten bleiben.

Optisch sorgt der W600 mit verbreiterten Radhäusern, schwarzen Anbauteilen und Walkinshaw-Emblemen für einen eigenständigen Auftritt. Die Front bekommt eine neue Schürze mit LED-Leuchtenband zwischen den Scheinwerfern sowie einem modifizierten Kühlergrill. Dazu kommen elektrisch ausfahrbare Trittbretter, wie man sie sonst eher von großen US-Pick-ups kennt. Am Heck sitzt eine zweiflutige Abgasanlage, die seitlich hinter dem rechten Hinterrad endet. Platz fürs Reserverad bleibt trotzdem.

Auch innen edler

Innen bleibt der W600 weitgehend seriennah, bekommt aber feine Walkinshaw-Details wie Logos in den Kopfstützen, spezielle Fußmatten, Einstiegsleisten und Metallpedale. Die Ausstattung orientiert sich an den Top-Ausstattungsvarianten des Amarok und bringt digitale Instrumente, Lederausstattung und die volle Assistenz-Armada. Der Umbau erfolgt direkt bei Walkinshaw in Dandenong nahe Melbourne.

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