Rolls-Royce Phantom Tempus Collection Rolls-Royce
Rolls-Royce Phantom Tempus Collection
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Rolls-Royce Phantom Tempus Collection 47 Bilder

Rolls-Royce Bespoke: Die kuriosen Extrawünsche der Kunden

Sonderanfertigungen von Rolls-Royce Rolls-Royce Phantom Tempus Collection

Für entsprechendes Entgelt kann man bei Rolls-Royce wirklich fast alles bekommen. Das wissen die wohlhabenden Kunden – und haben schräge Ideen. Aber irgendwie ist das auch sehr schön. Neu hinzu kommt jetzt mit dem Phantom Tempus Collection ein Auto, dass die Zeit stehen lassen möchte und dabei im Weltall schwebt – diese Idee stammt von Rolls-Royce selbst.

Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös begründet die Entwicklung des Phantom Tempus Collection mit den dramatischen Ereignissen der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie: Seinen Kunden erscheint aktuell vieles vergänglich, was dazu führt, dass sie ihre Beziehung zur Zeit neu bewerten. Als Ergebnis erkennt er einen Wunsch nach Zeitlosigkeit, Langlebigkeit und Beständigkeit.

Rolls-Royce Phantom Tempus Collection
Rolls-Royce
Der Innenraum des Rolls-Royce Phantom Tempus Collection ist Weltall.

Lack mit blau glimmenden Sternen-Flocken

Der Phantom Tempus Collection bekommt einen Lack namens Kairos Blue. In ihm sind blaue Glimmer-Flocken enthalten, die einen Sternenhimmel nachbilden. In den Sockel der Spirit of Ecstasy ist der Schriftzug Phantom Tempus Collection graviert, hinzu kommt ein vom Kunden frei wählbares Datum – Rolls-Royce schlägt hier ein Datum vor, das im Leben des Kunden eine wichtige Rolle gespielt hat. Den Stern-und-Zeit-Innenraum betreten die Insassen über beleuchtete Türschwellen, deren Schriftzüge wiederum auf die Sonderkollektion hinweisen.

Rolls-Royce Phantom Tempus Collection
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Hunderte LEDs simulieren einen Sternenhimmel.

LED-Pulsar als kosmische Atomuhr

Der Dachhimmel ist nicht mit dem normalerweise frei konfigurierbaren LED-Sternenhimmel versehen: Die Anordnung der Lichter stellt einen Pulsar dar – ein Bild, dass die Designer noch mit Stickereien verstärken. Pulsare sind für das menschliche Auge weißglühende, schnell rotierende Neutronensterne, die in sehr regelmäßigen Impulsen elektromagnetische Strahlung aussenden. Diese Gleichmäßigkeit wäre eine geeignete Basis zum Messen von Zeit, weshalb Pulsare als kosmische Atomuhren gelten.

Rolls-Royce Phantom Tempus Collection
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Eine echte Uhr gibt es im Rolls-Royce Phantom Tempus Collection nicht.

Die echte Uhr entfällt

Die Sternen-LED leuchten auch in Form von Wirbeln auch von den Türinnen-Verkleidungen und sorgen dafür, dass sich die Insassen noch mehr wie Astronauten bei einem Weltraum-Spaziergang fühlen. Das Armaturenbrett versucht dann, die Zeit anzuhalten: Es gibt keine Uhr und im Handschuhfach ist eine Plakette befestigt, in der Albert Einsteins Spruch "Die Unterscheidung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist nur eine hartnäckige Illusion." eingraviert ist. Das Kunstwerk auf der Beifahrerseite besteht aus 100 schwarz eloxierten eckigen Aluminiumstäben, die Rolls-Royce-Handwerker wellenförmig aus einem Stück gefräst haben. Wenn das Licht über diese Skulptur fließt, soll ein Bewegungs-Eindruck entstehen, obwohl die Stäbe stillstehen.

Rolls-Royce Phantom Tempus Collection
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Der Pulsar am Dachhimmel entsteht durch LEDs und dazu passenden Stickereien.

Handbemalte Champagner-Truhe

Als weitere besondere Ausstattung individualisieren die Rolls-Royce-Künstler noch die zum Phantom gehörende Champagner-Truhe, indem sie das Behältnis zum Kühlen von Champagner und Kaviar mit einem handgemalten Pulsar-Kunstwerk verzieren. In der Truhe sind vier mundgeblasene Kristall-Champagnergläser, die in ihrer Form an die Zylinder des V12-Motors erinnern sollen, und Kaviarlöffel aus Perlmutt untergebracht.

Rolls-Royce Phantom Tempus Collection
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In den Sockel der Spirit of Ecstasy kommt der Sondermodell-Schriftzug. Außerdem kann sich der Kunde ein für ihn wichtiges Datum aussuchen, dass die Spezialisten von Rolls-Royce ebenfalls in den Sockel der Kühlerfigur gravieren.

Wunsch erkannt – ausverkauft

Von dem Phantom Tempus Collection baut Rolls-Royce 20 Exemplare – alle sind bereits ausverkauft. Torsten Müller-Ötvös hat anscheinend mit der Einschätzung der Wünsche seiner Kunden nach Zeitlosigkeit und Beständigkeit goldrichtig gelegen.

Kunden dürfen sich bei Rolls-Royce alles wünschen – und das machen sie auch

Wer eine Passion für Blumen hat und über einen Durchschnitts-Geldbeutel verfügt, der kauft sich dann und wann ein Sträußchen und drappiert das auf einem hübsch mit Häkeldeckchen angerichteten Platz in seiner Wohnung. Wer eine Passion für Blumen und jede Menge Geld hat, bestellt sich einen Rolls-Royce, der das Thema standesgemäß aufgreift. So jedenfalls hat es Ayad Al Saffar gemacht. Ein im Libanon geborener und in Schweden tätiger Unternehmer, der sich einen ganz besonderen Phantom hat anfertigen lassen. Das Auto wurde Million-Stitch Rose Phantom getauft, denn der Innenraum wurde großzügig mit Rosen-Stickereien verziert. Ob tatsächlich genau eine Million Nadelstiche gesetzt wurden wissen wir nicht – zuzutrauen wäre es den Briten aber.

The Koa Phantom

Rolls-Royce Phantom Koa
Rolls-Royce
Drei Jahre Wartezeit auf das passende Furnier. Das exklusive Koa-Holz gibt es nur auf Hawaii.

Drei Jahre Bauzeit – währenddessen rollen bei VW 1.877 Golf vom Band. Dass es so lange gedauert hat, den Koa Phantom fertigzustellen liegt nicht etwa daran, dass sie in Goodwood den 10er-Schlüssel verlegt hatten. Vielmehr ist ein ganz bestimmter Werkstoff "schuld" an der Zeitspanne. Im Innenraum verbaut Rolls-Royce auf Kundenwunsch das überaus seltene Koa-Holz, das ausschließlich auf Hawaii zu finden ist und nur aus privatem Anbau gewonnen werden darf. Entsprechend lange zogen sich die Verhandlungen mit den möglichen Lieferanten. Ein paar weitere charmante Details gibt es an diesem Phantom außerdem. So zeigt der obligatorische Sternenhimmel im Fahrzeugdach die Sternenkonstellation über Cleveland im US-Bundesstaat Ohio vom Geburtstag des Käufers. Dessen Initialen finden sich zudem auf der Fahrertür, während die seiner Frau auf der Beifahrertür angebracht sind. Wer am Steuer sitzt, dürfte damit geklärt sein.

Digital Soul Phantom

Rolls-Royce Bespoke Sonderanfertigung
Rolls-Royce
Im Digital Soul-Modell wurden Muster über einen Algorithmus aus digitalen Daten erzeugt.

Obwohl sich Rolls-Royce ja immer Mühe gibt, als sehr traditionelles Unternehmen aufzutreten, das viel Wert auf Handwerkskunst legt, bleibt auch dort das Thema "Digitalisierung" nicht aus. Allerdings verknüpft der Hersteller das seht geschickt mit den eigenen Wertvorstellungen. Das Interieur stammt aus der Feder von Produktdesigner Thorsten Franck, der mit einem Algorithmus digitale Daten in ein breites Band aus 3D gedruckten Stahl-Quadern übersetzt hat. Diese wurden anschließend von Hand poliert und mit 24 Karat Gold überzogen.

Wraith Eagle VIII

Rolls-Royce Bespoke Sonderanfertigung
Rolls-Royce /ams
Das Thema des Eagle VIII ist der erste transatlantische Nonstop-Flug von 1919.

Diese Sonderedition des Wraith thematisiert den ersten transatlantischen Nonstop-Flug, der 1919 in einer Vicker Vimy mit dem Rolls-Royce Motor "Eagle VIII" durchgeführt wurde. Weil zwischenzeitlich Funk- und Navigationssysteme ausgefallen waren, orientierten sich die Kapitän John Alock und Navigator Arthur Brown an den Sternen und leiteten so den Flieger erfolgreich von Neufundland nach Irland. Im Innenraum des Wraith Eagle VIII erinnern Messing-Akzente an den einst verwendeten Sextanten. Der größte Hingucker allerdings ist der auf den Armaturen nachempfundene Blick aus dem Flugzeug auf die nächtliche Erde. Dazu haben Spezialisten geräuchertes Eukalyptusholz mit Gold vakuummetallisiert und anschließend in Silber und Kupfer eingelegt. Achja: Natürlich sind die 1.183 LEDs im Dachhimmel exakt so angeordnet, wie während des Fluges die Sterne standen. Eingewobene Messingfäden zeigen die Sternbilder.

Bayside Dawn Aero Cowling

Rolls-Royce Bespoke Sonderanfertigung
Rolls-Royce /ams
Der Bayside Dawn Aero Cowling bezieht seine Inspiration aus Yachten und Schnellbooten.

Ein Kunde aus dem japanischen Yokohama wollte mit dem Kauf seines Rolls-Royce Dawn zeitgleich der Seefahrt-Tradition seiner Heimatstadt gedenken. Entsprechend wurde die Gestaltung des Bayside Dawn Aero Cowling von Yachten und Schnellbooten inspiriert. Offenporiges Teak-Holz fungiert als Nachahmung eines Schiffsdecks. Die Farbstimmung in Blau und Weiß soll an die blaue See und die vielen Boote mit weißen Segeln in der Bucht von Yokohama erinnern.

Arabian Gulf Phantom

Rolls-Royce Bespoke Sonderanfertigung
Rolls-Royce
Perlmutt-Intarsien werden von einer Seiden-Skulptur einrahmt, die den Wellengang im arabischen Golf darstellt.

Der Phantom mit dem Klangvollen Namen Arabian Gulf feiert die Tradition der Perlentauchens im Mittleren Osten. Das spiegelt sich in der Zweiton-Lackierung der Karosserie wieder. Im Innenraum ahmt eine Seiden-Skulptur rund um die Uhr mit Perlmutt-Intarsien den Wellengang nach. Perlmutt findet sich auch auf den ausklappbaren Tischen im Fond wieder. Als weiteres Zierelement finden sich am Auto handgemalte und gestickte Nautilus-Muscheln.

Tranquillity Phantom

Rolls-Royce Bespoke Sonderanfertigung
Rolls-Royce
Im Tranquillity Phantom geht es um "Ruhe". Helle und Dunkle Töne verweisen auf die helle und dunkle Seite des Mondes.

Oft wird zitiert, dass das Einzige, was Sie in einem Rolls-Royce hören dürfen, das Ticken der analogen Uhr sei. Mit dem Thema "Ruhe" befasst sich der Tranquillity Phantom. Als Gestaltungsgrundlage dient eine Röntgen-Blendenmaske aus der britischen Skylark-Weltraum-Rakete. Klar, im Weltall herrscht schließlich eine ganz besondere Stille. Erstmalig wurde in diesem Modell zudem Meteoritengestein verwendet, das hier den Lautstärke-Regler ziert. Die im Wechsel helle und dunkle Gestaltung des Interieurs spielt auf die Mondphasen an.

Neben diesen fahrenden Kunstwerken wirken selbst die an sich bereits beeindruckenden Serienmodelle etwas blass. Die oben genannten und weitere Spezialausführungen des britischen Luxus-Herstellers finden Sie in unserer Bildergalerie.

Fazit

Sind das noch Autos oder ist das schon Kunst? Was Rolls-Royce an Sonderanfertigungen kreiert, sucht in der Branche vergeblich Seinesgleichen.

Rolls-Royce Phantom
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